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Reitbegleithund

Pferde - News 28. Januar 2015

Reitbegleithund

Mensch, Pferd, Hund – eine Konstellation die einem erstaunlich oft über den Weg läuft. Doch ein harmonisches Team mit zuverlässigem Reitbegleithund braucht nicht nur Zeit, sondern auch Übung.

Pferd und Hund – zwei wie Pech und Schwefel

Es scheint wie ein ungeschriebenes Gesetz: Pferd und Hund gehören zusammen wie Pech und Schwefel. In fast jedem Reitstall wimmelt es von Hunden unterschiedlichster Größe, die sich souverän um die Pferdebeine schlängeln und wie selbstverständlich am Reitplatz warten. Auch den einen oder anderen Ausritt begleiten sie gern, um sich anschließend geschafft ins warme Strohbett zu kuscheln. Damit so ein Tag für alle Beteiligten auch Entspannung verspricht muss jeder einzelne von ihnen über eine solide Ausbildung verfügen – Reiter, Pferd und Hund.

Sich kennen und mögen lernen

Eine freundschaftliche Haltung zwischen Hund und Pferd ist Sache der Gewöhnung und kann trainiert werden. Im Idealfall treffen beide Vierbeiner bereits im Kindesalter aufeinander und lernen die Verhaltensweisen des jeweils anderen kennen und zu verstehen. Welpen gewöhnen sich schnell an Pferdegeruch, Hufe klappern und Wiehern  und lernen bei jedem Stallbesuch, dass sie irgendwie dazu gehören. Auch Fohlen lernen durch das Verhalten der Mutter, dass ein Hund kein Grund zur Panik ist und meist schon das Anlegen der Ohren ausreicht um Grenzen aufzuweisen. Doch leider können Hund und Pferd nur selten in ihre Rollen hineinwachsen. Viel häufiger kommt es vor, dass die Vierbeiner erst im Erwachsenenalter aufeinander treffen und Komplikationen daher nicht ausgeschlossen sind. In ihrem Wesen sind Pferd und Hund sehr unterschiedlich und so können Jagdtrieb, Hüteverhalten und Fluchtinstinkt ein harmonisches Zusammensein erschweren. Wer der Partnerschaft von Hund und Pferd mit Geduld, Disziplin und Umsicht begegnet wird aber langfristig profitieren.

Beschützer, Begleiter, Freund

Ein Ausritt ist eine hervorragende Möglichkeit auch dem Hund in seinem Bewegungsdrang gerecht zu werden und ihm Abwechslung zu bieten. Die wichtigsten Kommandos wie Sitz, Platz, Bei Fuß oder Voraus sollte ein Reitbegleithund schon sicher beherrschen und auch das Pferd muss gut an den Hilfen stehen und auf diese reagieren. Ohne entsprechenden Gehorsam ist ein gemeinsamer Ausflug ein hohes Sicherheitsrisiko. Passanten, Radfahrer, befahrene Straßen – nicht auszudenken, was alles passieren kann. Lässt sich der Hund in einer gefahrbergenden Situation schlecht abrufen, drohen neben Verletzungen auch Verunsicherung auf allen Seiten.

Ein Reitbegleithund verfügt folglich über eine solide Grundausbildung und hat gelernt

  • seinem Jagdtrieb nicht um jeden Preis nachzugeben
  • Grundkommandos zu befolgen
  • den Anweisungen des Besitzers Folge zu leisten
  • andere Hunde weitestgehend zu ignorieren
  • Passanten, Radfahrer oder Skater nicht zu belästigen
  • sich am Reiter zu orientieren
  • auf Handzeichen zu achten
  • sich auch im Straßenverkehr sicher zu bewegen

Wenn Hund und Mensch ein Team geworden sind und sich einander vertrauen, dann steht auch der Gewöhnung mit dem Pferd nichts im Weg. Insbesondere in den ersten Tagen des Kennenlernens muss  Vorsicht das oberste Gebot sein – jede negative Erfahrung ist hinderlich für die Aufgabe als Reitbegleithund.

Allein der Alltag im Stall erfordert ein hohes Maß an Gefahrenbewusstsein und Umsicht seitens des Hundebesitzers – die Umwelt aber stellt noch höhere Ansprüche. Wer auf eine solide Grundausbildung von Pferd und Hund setzt und die Verhaltensweisen seiner Tiere untereinander genau beobachtet, der kann seinen Traum vom gemeinsamen Ausritt eines Tages umsetzen. Viel mehr noch, denn Geduld und intensive Arbeit haben meist etwas ganz besonderes zur Folge – eine lebenslange Freundschaft.

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