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Projekt Reithalle – Tragbar oder Investition fürs Leben?

Pferde - News 19. Juni 2015

Inhaber eines Pferdebetriebes wissen um die Wichtigkeit eines wetterunabhängig bereitbaren Platzes, im Idealfall sogar einer Reithalle mit einem Mindestmaß von 20 mal 40 Metern. Doch weil sich die Investition in eine solche nicht immer lohnt, sollten auch die von Reitsportmessen bekannten – häufig wesentlich sparsameren und flexibleren -Alternativen des Marktes einem genaueren Blick unterzogen werden.

 

 

Bei Regen und bei Sonnenschein – Pferdetraining unabhängig von Wind und Wetter

 

Unabhängig von der Witterung reiten – was verlockend klingt und insbesondere bei Kunden von Pensionstallbetreibern gern vorausgesetzt wird, ist nicht immer ökonomisch effizient. Die notwendige Investition ist hoch und können die entstandenen Kosten nicht umgelegt werden, kann dies schnell die Existenz des ganzen Betriebes bedrohen.

Ausschlaggebendes Kriterium für eine Reithalle sollte daher die Größe des Reitstalls sein: Weil sich die  Kosten für Bau und Unterhalt unweigerlich in den monatlichen Pensionskosten niederschlagen müssen, ist eine Halle erfahrungsgemäß erst ab etwa 35 Einstellern bzw. Pferden rechnerisch sinnvoll. Was bei nur wenigen Stellplätzen schierer Luxus ist, wird mit zunehmender Pferdezahl unverzichtbar. Dabei ist auch die Nutzung der Reitanlage selbst ein wichtiges Entscheidungs-Kriterium. Während Ställe, in denen überwiegend Pferde von Freizeitreitern untergebracht sind auch ohne Reithalle auskommen können, sind Turnierställe meist sogar auf das Vorhandensein mehrerer Hallen angewiesen. In ihrem Buch „Orientierungshilfen Reitanlagen- und Stallbau“ empfiehlt Gerlinde Hoffmann, Leiterin der Abteilung Umwelt und Pferdehaltung bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN, ab einer Betriebsgröße von 50 Pferden bereits eine zweite Reithalle.

Ferner ist auch die mit dem Bau einhergehende Preiserhöhung geringer, je größer der Reitbetrieb ist.

 

Budgetorientierte Alternativen zur klassischen Halle

 

Doch gerade Freizeitreiter sind nicht immer bereit einen zwangsläufig höheren Pensionspreis zu zahlen und verzichten daher lieber auf eine Reithalle, die sie ohnehin selten nutzen würden. Möchte der Betriebsinhaber aber Turniere abrichten oder den einstellenden Turnierreitern eine Option bieten, so lohnt es sich auf eine kostengünstigere Alternative wie jene aus dem Hause Röder (zur Homepage) zurückzugreifen.

Eine Reitplatzüberdachung wäre eine Möglichkeit, die neben guten Luft- und Lichtverhältnissen nur geringe Kosten mit sich bringt. Auch ist die Verkleidung recht individuell gestaltbar und kann bei einem windgeschützten Standort sogar entfallen, nur Seiten mit der Gefahr vor Zugluft geschlossen werden.

Auch die Verwendung von Reitzelten, die speziell auf die Ansprüche von Reitern zugeschnitten sind, hat sich in der Praxis als beliebte Alternative dargestellt, das hat auch die Equitana 2015 gezeigt. Die großen und stabilen Zelte punkten dabei nicht nur durch ihre kurze Montagezeit, sondern auch deren Mobilität von der insbesondere Pächter von Stallanlagen profitieren, weil die Zelte problemlos „umziehen“ können.

Auch wenn zum Teil auf Fundamente verzichtet werden kann, die Einholung einer Baugenehmigung vor der Errichtung einer Reithallen-Alternative ist ebenso unerlässlich wie bei ihrer massiven Ausführung.

Feste Reithalle, erweiterbare Reitplatzüberdachung oder flexibles Reitzelt – um unangenehmen Überraschungen vorzubeugen sind Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit bei jeder Möglichkeit zum witterungsunabhängigen Reiten unerlässlich. Nicht nur die Größe, auch die Ausstattung einer jeden Alternative muss individuell auf den einzelnen Betrieb zugeschnitten sein und sollte den Einstellern rechtzeitig vor Baubeginn mitgeteilt werden. Auch wenn eine vorübergehende Fluktuation nicht ungewöhnlich ist, der Bau einer Reithalle oder Alternative führt langfristig gesehen zu einer Neuzusammensetzung der Pensionseinsteller.

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