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Deine Vorliebe, dein Design – Mit Magic Tack Individualität zeigen

Pferde - News 18. März 2016

Mit den Stirnriemen für die Trense ist es ähnlich wie mit dem Schmuck für uns selbst: er soll uns gefallen, zu uns passen und natürlich muss er auf das Outfit abgestimmt sein. Auch für unsere Pferde haben wir diesen Anspruch, allerdings ist der dauernde Wechsel einzelner Riemen zeitaufwendig und umständlich – zumindest bis es Magic Tack gab.

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© Magic Tack

Visionen werden Wirklichkeit

Die Idee war geboren, nun musste sie umgesetzt werden. Im Jahre 2010 entwickelte der Hersteller Magic Tack daher die ersten Pferde Stirnbänder und schaffte damit den Start für ein praktisches und modernes Produkt. Das sahen auch andere Firmen so und schon 2011 wurde mit dem Traditionsunternehmen Georg Kieffer ein hochangesehener Kooperationspartner im Reitsport gefunden. Schnell entstanden aus der Kombination von jahrzehntelanger Erfahrung und den modernen Ideen zahlreiche neue Produkte und eine gewinnbringende Partnerschaft, die neue Wege eröffnete. Mit Hunter International konnte die Produktpalette mit Hundehalsbändern, Armbändern und Gürteln nun auch im Bereich außerhalb des Reitsports ausgeweitet werden und fortan auch individuelle Lösungen hinsichtlich Dog & Fashion bereithalten.

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© Magic Tack

Hingabe und Liebe zum Detail – ein Band, viele Möglichkeiten

Das Prinzip der Magic Tack Produkte ist dabei ganz einfach: durch einen im Band befestigten Magneten können separat erhältliche Inlays individuell nach dem eigenen Geschmack, der Lieblingsfarbe oder dem Tagesoutfit ganz einfach ausgetauscht werden. Wo es insbesondere bei Stirnriemen für Pferdetrensen immer kniffelig wurde, weil nicht jedes Modell in jede Trense passte und diese für den Austausch ein jedes Mal zerlegt werden musste, wird nun nur noch ein Riemen benötigt dessen Inlay nach Lust und Laune ausgetauscht werden kann. Gleiches gilt für Hundehalsband, Gürtel oder Armband – der starke Magnet hält alles an Ort und Stelle. Hochwertige Rohmaterialien und eine Produktion in Deutschland zeigen die hohen Qualitätsstandards, die Magic Tack an jedes einzelne seiner Produkte stellt.

Endlich ist Schluss mit mühseliger Fummelei und dem täglichen gleichen Alltagstrott, ab jetzt wird es bunt und individuell. Im Magic Tack Online-Shop waren hunderte Styles, die es auch passend zur neuen Eskadron Kollektion gibt, darauf von dir entdeckt zu werden – auf geht’s!

 

Frühjahrsvorbereitungen – mit der passenden Ausrüstung fix erledigt

Pferde - News 6. Januar 2016

Pferdstall für Arbeiten im Stall

Absperrungen sichern, Sattelhalter montieren, Zäune reparieren – sieht man sich in einem Pferdstall um gibt es immer allerhand zu tun, schließlich geht es neben einem gewissen Komfort um die Sicherheit der Vierbeiner.

Stallarbeiten langfristig planen und organisieren

Egal ob kleiner Privatstall oder großer Hof – wer Tiere hält weiß, dass dies Arbeit bedeutet. Gerade hinsichtlich des bevorstehenden Frühlings und der beginnenden Weidesaison müssen Zäune überprüft, Absperrungen gesichert und Unterstände repariert und wetterdicht gemacht werden. Dazu kommt das Abschleppen von Koppeln, um Hügel und Unebenheiten einzuebnen, Pflanzenreste auszukämmen und die Grasnarbe zu lüften. Für eine gesunde, dichte und trittfeste Weide muss anschließend gedüngt und nachgesäht werden. Wer dies rechtzeitig tut vermeidet stark lückige Bestände und minimiert das Risiko kostspieliger Neusaaten.

Arbeitssicherheit beachten und Wetter nutzen

Bei den recht umfangreichen Arbeitsmaßnahmen unter freiem Himmel steht das Wetter dabei nicht immer auf der eigenen Seite. Auch sind die Arbeiten meist grob und bedürfen neben einiger Muskelkraft auch geeigneter Kleidung, die robust ist und warm hält. Für Arbeiten im Stall, am Haus der Hof muss es dabei nicht immer modisch, sondern eher zweckmäßig sein. Latzhosen mit verstärkten Kniebereichen haben sich dabei ebenso bewährt wie wasser- und windabweisende Oberbekleidung. Gerade wer mit schweren Maschinen tätig ist sollte zudem ein großes Augenmerk auf die Arbeitssicherheit legen und statt der ausgedienten Turnschuhe auf festes Schuhwerk mit rutschfester Sohle und integriertem Zehenschutz setzen. Gerade wenn es um Handschuhe geht haben entsprechende Anbieter von Arbeitsbekleidung die Nase vorn, weil ihre Modelle eigens dafür konzipiert sind und nicht nur warm halten sondern auch gut sitzen ohne in der Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Es gibt immer was zu tun – was der bekannte Slogan in der Werbung vermittelt entspricht in der Tat der Realität: eine Schraube hier, ein Pfeiler dort, doch nicht immer handelt es sich um Kleinarbeiten, die eben nebenher erledigt werden können. Langfristig planen und mit entsprechender Kleidung auch den noch frostigen Frühlingstemperaturen trotzen heißt es da, damit nicht nur die Vierbeiner mit den wärmenden Sonnenstrahlen das frische Grün genießen können, sondern die Halter dem regen Treiben auch unbesorgt zusehen können.

Pferde Wandtattoo

Pferde - News 27. Oktober 2015

Wandtattoos pferde

Pferde, Pferde und nochmal Pferde – spätestens wenn kleine Mädchen im Haus leben sind Themen rund um die edlen Geschöpfe kaum mehr wegzudenken. Bücher hier, Reitsachen dort und unzählige Poster an der Wand. Wie groß wäre da wohl die Freude über ein riesiges Wandtattoo mit Pferdemotiv?

Mit einem Pferde ins Haus holen

Was so ein richtiger Pferdenarr ist, der würde am Liebesten nur noch im Stall sein – am Tag und in der Nacht, mit den Pferde einschlafen und mit ihnen aufwachen. In unserer zivilisierten Welt heute kaum mehr machbar, oder vielleicht doch? Mit einem Wandtattoo Pferde ins Haus holen, direkt ins Zimmer, so nah wie es nur geht. Abends neben dem edlen Geschöpf einschlafen und am Morgen neben ihm erwachen, so wünscht man sich das und ein Wandtattoo bringt diesen besonderen Traum gleich ein ganzes Stück näher.

Alternative Wandtattoo

Ein extravagantes Wandtattoo macht im Handumdrehen einen Blickfang aus jeder sonst kahlen Wand. Dabei ist die Auswahl so groß, dass für wirklich jeden Geschmack etwas zu finden ist. Im Gegenzug zu Postern oder anderen Wanddekorationen lassen sich Wandtattoos kinderleicht anbringen und bei Bedarf rücksichtslos wieder entfernen, weder Klebereste noch Schäden an der Tapete bleiben zurück. Auch beim Anbringen überzeugt die Technik: anders als bei einer Wandschablone muss nicht gemalt werden. Patzer sind ausgeschlossen und hat man sich doch einmal an einem Motiv sattgesehen, dann muss nicht gleich zum Pinsel gegriffen und die ganze Wand übermalt werden. Mit einem Wandtattoo ist es möglich, Wände ganz ohne großen Aufwand immer wieder neu zu gestalten.

Wandtattoo statt Poster

Geht es um die schnelle und individuell angepasste Raumgestaltung wird schnell zu Postern und Bildern gegriffen. Wegen ihrer kleinen Größe wirken sie aber oft verloren oder müssen miteinander kombiniert werden – das gestaltet sich aber auch meist weniger leicht als gedacht denn schnell ist es eher Unruhe als ein Blickfang der erzeugt wird. Ein Wandtattoo hingegen ist ein stimmiges Ganzes und fällt direkt auf. Auch ist es nicht wie ein klassisches Poster aus Papier nach nur wenigen Monaten abgenutzt und muss ersetzt werden. Einmal an die Wand gebracht verliert es seinen Charme erst wieder, wenn der eigene Geschmack wechselt. Ob ein Pferdefreund sich jemals an seinem Wandtattoo sattsehen wird sei erst einmal dahingestellt….

Ob Pferdekopf, niedliches Fohlen oder stolzer Hengst – Wandtattoo Pferde entzücken das Herz eines jeden Pferdefreundes. Dabei sind Motive und Qualität so herausragend, dass nicht nur Kinderzimmer, sondern auch Wohnzimmer oder Flur mit dem einzigartigen Wandschmuck verschönert werden können.

Was tun, wenn partout kein Sattel passen möchte?

Pferde - News 13. Juli 2015

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Kurzer Rücken, ausgeprägter Widerrist oder breite Schulter – das Exterieur des Pferdes ist so genauso unterschiedlich wie der Charakter selbst. Was das Thema Reiten angeht ergeben sich dabei unerwartete Schwierigkeiten, insbesondere auf der Suche nach einem passenden Sattel. Wenn keiner so richtig sitzen möchte lohnt sich das Umschauen in Richtung Fellsattel, denn die kuschelig weiche Alternative muss sich wahrlich nicht verstecken.

 

Ein völlig neues Reitgefühl

 

Ganz ohne festen Baum ist der Fellsattel viel flexibler als sein klassischer Kollege. Weil er im Prinzip nur aus mit einem Schaffell überzogenen Baumwollstoff mit entsprechenden Polstereinlagen besteht, sollte er genau genommen gar nicht Sattel sondern vielmehr Reitkissen genannt werden. Dabei hat jeder Hersteller seine ganz eigene Interpretation des Fellsattels und designt sein Modell ganz nach den eigenen Vorstellungen bezüglich Nutzen und Optik. Doch auch wenn kein Modell dem anderen gleicht, die Funktionsweise ist die gleiche und auch die Vorzüge des weichen Sitzes ändern sich kaum aufgrund der Menge des Fells.

Fellsättel versprechen jede Menge Freiheit für Pferd und Reiter, mehr Sinnesempfindung und ein einzigartiges Reitvergnügen. Kein starrer Sattelbaum der die Bewegungsfreiheit des Pferdes einschränkt oder den Reiter in einer Position festhält, stattdessen lässt sich jede Muskelkontraktion direkt spüren und jede Schwingung übertragen für ein Gefühl als würde man ohne Sattel reiten. Ein Punkt, der sich nicht nur für Neulinge sondern auch Reiterfahrene als vorteilhaft herausstellt, weil auch Hilfen viel direkter und gezielter eingesetzt werden können. Mehr zum Thema Fellsattel, dessen Vorzüge und Besonderheiten gibt es auf fellsattel.net.

 

Die Alternative mausert sich zur Langzeitlösung – nicht nur für Freizeitreiter

 

War der Fellsattel einst nur eine Alternative wenn der eigentliche Sattel gerade nicht verfügbar war, überzeugt er zunehmend auch bei einer langfristigen Nutzung. Gerade in Zeiten der individuellen Entwicklungsveränderung des Pferdes – sei es in der Reitausbildung oder aufgrund von krankheitsbedingter Reitpause – kommen Sättel mit festem Baum kaum mit. Eine stetige und kontinuierliche Muskelveränderung sorgt schnell dafür, dass der Sattel nicht mehr optimal liegt, einengt und im schlimmsten Fall Schmerzen oder gar Schäden verursacht. Doch regelmäßige Sattelanpassungen alle paar Monate sind nicht nur teuer sondern auch nur in einem gewissen Rahmen machbar. Fellsättel hingegen passen sich der jeweiligen muskulären Situation des Pferdes an und machen auch jahreszeitlich bedingte Veränderungen der Körperstatue problemlos mit. Aufgrund der positiven medizinischen Eigenschaften die das natürliche Fell mit sich bringt ist der Fellsattel insbesondere für Pferde mit Muskelverspannungen, Muskelatrophien oder Rückenproblemen eine richtiggehende Wohltat und eine willkommene Abwechslung.

 

Fellsättel setzen neue Maßstäbe – natürlich und gefühlvoll bringen sie ein bisher unbekanntes Reitgefühl, das seine Vorzüge auch im Therapiebereich zeigt. Die Nähe zum Pferd, bei der sich Wärme und Bewegung deutlich übertragen lassen, bringt eine starke Bindung zwischen Mensch und Tier für ein gutes Miteinander und feinfühliges Reiten.

Projekt Reithalle – Tragbar oder Investition fürs Leben?

Pferde - News 19. Juni 2015

Leather saddle horse

Inhaber eines Pferdebetriebes wissen um die Wichtigkeit eines wetterunabhängig bereitbaren Platzes, im Idealfall sogar einer Reithalle mit einem Mindestmaß von 20 mal 40 Metern. Doch weil sich die Investition in eine solche nicht immer lohnt, sollten auch die von Reitsportmessen bekannten – häufig wesentlich sparsameren und flexibleren -Alternativen des Marktes einem genaueren Blick unterzogen werden.

 

 

Bei Regen und bei Sonnenschein – Pferdetraining unabhängig von Wind und Wetter

 

Unabhängig von der Witterung reiten – was verlockend klingt und insbesondere bei Kunden von Pensionstallbetreibern gern vorausgesetzt wird, ist nicht immer ökonomisch effizient. Die notwendige Investition ist hoch und können die entstandenen Kosten nicht umgelegt werden, kann dies schnell die Existenz des ganzen Betriebes bedrohen.

Ausschlaggebendes Kriterium für eine Reithalle sollte daher die Größe des Reitstalls sein: Weil sich die  Kosten für Bau und Unterhalt unweigerlich in den monatlichen Pensionskosten niederschlagen müssen, ist eine Halle erfahrungsgemäß erst ab etwa 35 Einstellern bzw. Pferden rechnerisch sinnvoll. Was bei nur wenigen Stellplätzen schierer Luxus ist, wird mit zunehmender Pferdezahl unverzichtbar. Dabei ist auch die Nutzung der Reitanlage selbst ein wichtiges Entscheidungs-Kriterium. Während Ställe, in denen überwiegend Pferde von Freizeitreitern untergebracht sind auch ohne Reithalle auskommen können, sind Turnierställe meist sogar auf das Vorhandensein mehrerer Hallen angewiesen. In ihrem Buch „Orientierungshilfen Reitanlagen- und Stallbau“ empfiehlt Gerlinde Hoffmann, Leiterin der Abteilung Umwelt und Pferdehaltung bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN, ab einer Betriebsgröße von 50 Pferden bereits eine zweite Reithalle.

Ferner ist auch die mit dem Bau einhergehende Preiserhöhung geringer, je größer der Reitbetrieb ist.

 

Budgetorientierte Alternativen zur klassischen Halle

 

Doch gerade Freizeitreiter sind nicht immer bereit einen zwangsläufig höheren Pensionspreis zu zahlen und verzichten daher lieber auf eine Reithalle, die sie ohnehin selten nutzen würden. Möchte der Betriebsinhaber aber Turniere abrichten oder den einstellenden Turnierreitern eine Option bieten, so lohnt es sich auf eine kostengünstigere Alternative wie jene aus dem Hause Röder (zur Homepage) zurückzugreifen.

Eine Reitplatzüberdachung wäre eine Möglichkeit, die neben guten Luft- und Lichtverhältnissen nur geringe Kosten mit sich bringt. Auch ist die Verkleidung recht individuell gestaltbar und kann bei einem windgeschützten Standort sogar entfallen, nur Seiten mit der Gefahr vor Zugluft geschlossen werden.

Auch die Verwendung von Reitzelten, die speziell auf die Ansprüche von Reitern zugeschnitten sind, hat sich in der Praxis als beliebte Alternative dargestellt, das hat auch die Equitana 2015 gezeigt. Die großen und stabilen Zelte punkten dabei nicht nur durch ihre kurze Montagezeit, sondern auch deren Mobilität von der insbesondere Pächter von Stallanlagen profitieren, weil die Zelte problemlos „umziehen“ können.

Auch wenn zum Teil auf Fundamente verzichtet werden kann, die Einholung einer Baugenehmigung vor der Errichtung einer Reithallen-Alternative ist ebenso unerlässlich wie bei ihrer massiven Ausführung.

Feste Reithalle, erweiterbare Reitplatzüberdachung oder flexibles Reitzelt – um unangenehmen Überraschungen vorzubeugen sind Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit bei jeder Möglichkeit zum witterungsunabhängigen Reiten unerlässlich. Nicht nur die Größe, auch die Ausstattung einer jeden Alternative muss individuell auf den einzelnen Betrieb zugeschnitten sein und sollte den Einstellern rechtzeitig vor Baubeginn mitgeteilt werden. Auch wenn eine vorübergehende Fluktuation nicht ungewöhnlich ist, der Bau einer Reithalle oder Alternative führt langfristig gesehen zu einer Neuzusammensetzung der Pensionseinsteller.

Und wie gesund isst dein Pferd?

Pferde - News 5. Mai 2015

grasendes Pferd

Und wie gesund isst dein Pferd?

 

Gesunde Ernährung und ein langes Leben sind nicht nur für den Menschen erstrebenswert, auch der vierbeinige Freund Pferd an unserer Seite profitiert von einem gesunden Lebensstil.

 

Weizenmehl, Zucker, Zusatzstoffe – was dem menschlichen Körper schadet, ist auch für eine lange Gesunderhaltung des Pferdes nicht gerade förderlich. Dabei hat die ausgewogene Pferdefütterung nicht nur regen Einfluss auf gesundheitliche Aspekte, sondern birgt auch einen wesentlichen Bestandteil der Leistungsfähigkeit. Und weil das Thema Ernährung für Mensch und Pferd gleichermaßen einen maßgeblichen Beitrag zum gesunden Lebensstil leistet, beschäftigen sich auch Wissenschaft und Forschung zunehmend mit der optimalen Pferdefütterung. Mit folgenden Ratschlägen ist es auch ohne wissenschaftliches Studium möglich sein Pferd richtig zu füttern.

 

Die wichtigsten Aspekte zur gesunden Pferdefütterung

 

Immer wieder werden aus Unwissenheit Fehler in der Pferdefütterung gemacht, die teils fatale gesundheitliche Folgen für den geliebten Vierbeiner bringen. Damit Pferd und Reiter lange Freude aneinander haben und gemeinsam ein leistungsstarkes Team sind, empfiehlt sich in der optimalen Pferdefütterung folgendes:

-> ausreichend Wasser

Jedem Pferd muss frisches Trinkwasser in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, andernfalls kann der Darminhalt verdicken und zu einer schweren Kolik führen. In Abhängigkeit von Außentemperatur und Aktivität sollten etwa 60 Liter je Tier und Tag eingeplant werden, wobei die Tränke mindestens einmal täglich überprüft und gereinigt werden sollte.

-> langsame Futterumstellung

Werden neue Futtermittel zu schnell eingeführt, kann der Magendarmtrakt des Pferdes sich nicht optimal umstellen. Durchfallerkrankungen, erhöhte Kolikgefahr und selbst Hufrehe können die Folge sein. Statt abrupter Umstellungen sollte neues Futter schrittweise über mehrere Tage angefüttert werden und dabei mit dem bekannten Pferdefutter vermischt sein.

-> viel Rohfaser, wenig Stärke

Getreidesorten wie Weizen oder Roggen sind für den Pferdemagen kaum verdaulich. Wer keine Fehlgärungen, Durchfall oder gar gefährliche Futterkolik infolge von Verklebungen des Magendarmtraktes riskieren möchte füttert seinem Pferd rohfaserreiches Pferdefutter mit geringem Stärkeanteil.

-> gute Futterqualität

Es sollte allgemeinhin bekannt sein, dass nur Heu und Stroh mit einwandfreier Qualität in der Pferdefütterung eingesetzt werden darf. Zu kurze Trocknungszeiten und falsche Lagerung, sowie Schimmel oder starke Verunreinigungen können neben Durchfall und Atemwegserkrankungen zu Kolik oder Hufrehe führen und dem Pferd dauerhaft Schaden zuführen.

-> Fütterungszeitpunkt beachten

Während die Fresspause zwischen den Heurationen 4 bis 6 Stunden nicht überschreiten sollte, ist die Gabe von Kraftfutter prinzipiell erst 30 Minuten nach der Heufütterung empfehlenswert. Auch sollte nach dem Fressen eine Pause von etwa 2 Stunden einkalkuliert werden, bevor das Pferd sportlich aktiv wird. Wer zu schnell nach der Fütterung in den Sattel steigt riskiert eine Erkrankung an Hufrehe oder im schlimmsten Fall einen Magenriss mit tödlichen Folgen für das Pferd.

-> angemessene Futterrationen

Als Grundfutter benötigen Pferde nicht viel mehr als gutes Heu und Stroh, sowie wertvollen Mineralien. Wird aufgrund der täglichen Leistungsanforderung eine größere Menge Kraftfutter zugegeben, so sollte dieses ab einer Tagesration von mehr als 3 Kilogramm auf mindestens 3 Mahlzeiten aufgeteilt werden. Eine zu hohe Kraftfuttermenge je Portion endet nicht selten in Magenüberladung oder Fütterungsrehe, langfristig auch Übergewicht und damit einhergehende Erkrankungen.

-> Aufwertung durch eingeweichte Cobs

Gerade bei älteren, schwerfutterigen oder sehr dünnen Tieren reicht das Grundfutter oft nicht aus, sodass Heucobs, Rübenschnitzel oder Maiscobs zur Aufwertung zugegeben werden. Wird diesen Futtermittel nicht lange genug mit einer ausreichenden Menge Flüssigkeit Zeit zum Quellen gegeben drohen schlimme Schlundverstopfungen. Um die Gefahr für das Pferd zu minimieren und eine Mischung aus teils aufgeweichtem-teils trockenem Futter zu vermeiden sollte die Fütterungsempfehlung auf dem Sackträger unbedingt beachtet werden.

-> weniger ist mehr

Das gilt nicht nur für die Menge an Futter allgemein, sondern auch für die Anzahl der verwendeten Futtermittel. Gerade Obst und Brot, sowie kleehaltige Wiesen sind nicht unbedingt empfehlenswert in der Pferdefütterung und können Blähungen oder gar Koliken verursachen. Doch auch viel Futter in Verbindung mit wenig Bewegung schadet dem Pferd mehr, als dass es nutzt. So sind insbesondere Stehtage durch Urlaub, Krankheit oder Wetterlage schwierig. Wer an solchen Tagen die gewohnte – auf Leistung berechnete – Pferdefutterration anbietet riskiert eine Erkrankung des Pferdes in Verbindung mit Verfettung und Hufrehe.

-> Rasenschnitt ist kein Pferdefutter!

Während langes, mit der Sense geerntetes Schnittgras durchaus am Tag des Schnittes verfüttert werden darf, hat Rasenschnitt in der Pferdefütterung nichts verloren. Die kurzen Grasenden können zu starker Verstopfung führen und weil die Pferde sie kaum mehr kauen können sie auch nicht richtig verdaut werden.

 

An und für sich ist es gar nicht so schwierig mit der gesunden Pferdefütterung. Wer einige prinzipielle Grundregeln der Pferdefütterung beachtet, sein Pferd ehrlich und angemessen füttert und im Zweifelsfall eine Futterberatung in Anspruch nimmt, der unterstützt damit ein langes und gesundes Pferdeleben – ein Zugewinn für Pferd und Reiter!

Wohin nun mit dem Hund?

Pferde - News 13. April 2015

Hund & Pferd

Wenn der reitende Hundehalter mit dem Auto unterwegs ist

Pferdefreunde sind oft Hundehalter und nicht nur das – wirft man einen Blick in ihr Fahrzeug wird so manchem Autoliebhaber angst und bange!

Dabei geht es weniger um die unzähligen Heu- und Strohhalme oder die Dreckklumpen, die sich dann doch noch von den Stiefeln gelöst haben, als vielmehr um all den Kram den man als Reiter transportiert. Neben Futtersäcken, Stallschuhen, Putzzeug, Halfter und Decken bleibt selten ein Platz für den treuen Begleiter Hund, der jetzt in einer Transportbox von hundetransportbox.info  am besten aufgehoben wäre.

Transportbox für den Vierbeiner, denn Sicherheit geht vor

Welches Zugfahrzeug ist das passende? Wo ist genug Platz und was noch alltagstauglich? Fragen die sich jeder Reiter und Pferdebesitzer irgendwann stellt. Auch wenn es darum geht, die Turnierausrüstung möglichst heil und unversehrt vom Stall zum Platz zu transportieren stellen sich viele die Frage nach dem Wie und wie eben nicht. Die wenigsten jedoch machen sich solche Gedanken um den Transport des geliebten vierbeinigen Begleiters, der als treuer Begleiter auch bei Events dabei sein muss – der Hund. Dabei sollte die Sicherung eines Lebens doch weitaus wichtiger sein als die von Sattel, Zaumzeug oder Turnierkleidung.
Insbesondere in einem voll beladenen Fahrzeug ist es für den begleitenden Hund gefährlich – löst sich ein Teil des Transportgutes, kann dieses den Vierbeiner in seiner Bewegung einschränken oder gar verletzen. Im schlimmsten Fall führt das Erschrecken oder Ausweichen zum Ablenken des Fahrers und birgt schlimme Folgen wie beispielsweise einen Unfall. Mit einer sicher befestigten Transportbox ist der Hund nicht nur geschützt sondern hat sogar seinen ganz eigenen Platz und Rückzugsort, an welchen er sich im Stall oder Turniertrubel zurückziehen kann.

Ein Platz zum Schlafen und Träumen

Auch auf dem Hof sind Hunde manchmal sicherer, wenn sie im Auto warten. Dabei ist die Rückbank nicht unbedingt der Platz der Wahl, zumindest wenn das Fahrzeug noch anderweitig im Einsatz ist als zu Stallfahrten – Schmutz und Hundehaare machen den Innenraum nämlich nicht unbedingt attraktiv. Alternativ bieten sich Hundetransportboxen und Transportkäfige an, die sicher im Kofferraum des Fahrzeugs befestigt werden können. Zum einen bieten diese Sicherheit, zum anderen eine Rückzugsmöglichkeit. Und ganz nebenbei bleibt noch ausreichend Platz für alles Zubehör, was Pferdebesitzer so transportieren.

Und spätestens wenn der sonst so süße kleine Welpe das Leder der neuen und teuren Trense zum genüsslichen Kauen für sich entdeckt hat ist der Gedanke an eine sichere Aufbewahrung in einer Transportbox näher denn je…

Reitbegleithund

Pferde - News 28. Januar 2015

Reitbegleithund

Mensch, Pferd, Hund – eine Konstellation die einem erstaunlich oft über den Weg läuft. Doch ein harmonisches Team mit zuverlässigem Reitbegleithund braucht nicht nur Zeit, sondern auch Übung.

Pferd und Hund – zwei wie Pech und Schwefel

Es scheint wie ein ungeschriebenes Gesetz: Pferd und Hund gehören zusammen wie Pech und Schwefel. In fast jedem Reitstall wimmelt es von Hunden unterschiedlichster Größe, die sich souverän um die Pferdebeine schlängeln und wie selbstverständlich am Reitplatz warten. Auch den einen oder anderen Ausritt begleiten sie gern, um sich anschließend geschafft ins warme Strohbett zu kuscheln. Damit so ein Tag für alle Beteiligten auch Entspannung verspricht muss jeder einzelne von ihnen über eine solide Ausbildung verfügen – Reiter, Pferd und Hund.

Sich kennen und mögen lernen

Eine freundschaftliche Haltung zwischen Hund und Pferd ist Sache der Gewöhnung und kann trainiert werden. Im Idealfall treffen beide Vierbeiner bereits im Kindesalter aufeinander und lernen die Verhaltensweisen des jeweils anderen kennen und zu verstehen. Welpen gewöhnen sich schnell an Pferdegeruch, Hufe klappern und Wiehern  und lernen bei jedem Stallbesuch, dass sie irgendwie dazu gehören. Auch Fohlen lernen durch das Verhalten der Mutter, dass ein Hund kein Grund zur Panik ist und meist schon das Anlegen der Ohren ausreicht um Grenzen aufzuweisen. Doch leider können Hund und Pferd nur selten in ihre Rollen hineinwachsen. Viel häufiger kommt es vor, dass die Vierbeiner erst im Erwachsenenalter aufeinander treffen und Komplikationen daher nicht ausgeschlossen sind. In ihrem Wesen sind Pferd und Hund sehr unterschiedlich und so können Jagdtrieb, Hüteverhalten und Fluchtinstinkt ein harmonisches Zusammensein erschweren. Wer der Partnerschaft von Hund und Pferd mit Geduld, Disziplin und Umsicht begegnet wird aber langfristig profitieren.

Beschützer, Begleiter, Freund

Ein Ausritt ist eine hervorragende Möglichkeit auch dem Hund in seinem Bewegungsdrang gerecht zu werden und ihm Abwechslung zu bieten. Die wichtigsten Kommandos wie Sitz, Platz, Bei Fuß oder Voraus sollte ein Reitbegleithund schon sicher beherrschen und auch das Pferd muss gut an den Hilfen stehen und auf diese reagieren. Ohne entsprechenden Gehorsam ist ein gemeinsamer Ausflug ein hohes Sicherheitsrisiko. Passanten, Radfahrer, befahrene Straßen – nicht auszudenken, was alles passieren kann. Lässt sich der Hund in einer gefahrbergenden Situation schlecht abrufen, drohen neben Verletzungen auch Verunsicherung auf allen Seiten.

Ein Reitbegleithund verfügt folglich über eine solide Grundausbildung und hat gelernt

  • seinem Jagdtrieb nicht um jeden Preis nachzugeben
  • Grundkommandos zu befolgen
  • den Anweisungen des Besitzers Folge zu leisten
  • andere Hunde weitestgehend zu ignorieren
  • Passanten, Radfahrer oder Skater nicht zu belästigen
  • sich am Reiter zu orientieren
  • auf Handzeichen zu achten
  • sich auch im Straßenverkehr sicher zu bewegen

Wenn Hund und Mensch ein Team geworden sind und sich einander vertrauen, dann steht auch der Gewöhnung mit dem Pferd nichts im Weg. Insbesondere in den ersten Tagen des Kennenlernens muss  Vorsicht das oberste Gebot sein – jede negative Erfahrung ist hinderlich für die Aufgabe als Reitbegleithund.

Allein der Alltag im Stall erfordert ein hohes Maß an Gefahrenbewusstsein und Umsicht seitens des Hundebesitzers – die Umwelt aber stellt noch höhere Ansprüche. Wer auf eine solide Grundausbildung von Pferd und Hund setzt und die Verhaltensweisen seiner Tiere untereinander genau beobachtet, der kann seinen Traum vom gemeinsamen Ausritt eines Tages umsetzen. Viel mehr noch, denn Geduld und intensive Arbeit haben meist etwas ganz besonderes zur Folge – eine lebenslange Freundschaft.

Pferdehalterhaftpflichtversicherung von AXA

Pferde - News 22. Dezember 2014

Mit Pferdehaftpflichtversicherung von AXA gut beraten

Als Tierhalter unterliegt man der Gefährdungshaftung und wird auch für unverschuldete Schäden, die das Tier verursacht zur Verantwortung gezogen. Um so wichtiger ist, es sich als Halter eines Pferdes entsprechend anzusichern, indem man eine zusätzliche Haftpflichtversicherung für das Tier abschließt.

Auch die axa Versicherungsgruppe bietet zwei Tarife zum Abschluss einer Pferdehalterhaftpflichtversicherung an. Das Versicherungsangebot ist umfangreich. Vor allem die axa Pferdehalterhaftpflichtversicherung Komfort bietet nahezu rundum Schutz. Die Versicherungssumme beträgt bei diesem Angebot 10 Millionen Euro. Damit sind Personenschäden genauso abgedeckt wie Sach- oder Vermögenswerte. Wird das Pferd erschreckt und scheut oder geht durch und verursacht dabei einen Autounfall, wird der Pferdehalter für den entstandenen Schaden voll haftbar gemacht. Die Versicherung übernimmt bei der Schadensregulierung nicht nur die Bezahlung des entstandenen Schadens. Sie überprüft zunächst, ob der Schadensersatzanspruch nicht etwa unberechtigt ist und abgewendet werden kann. Dies wird bei jedem Versicherungsfall gemacht, vor allem aber bei Ansprüchen, die durch ungewollte Deckakte entstehen. Hier kann es durchaus vorkommen, dass ein Gericht einen Vaterschaftstest anordnet, sollte der Verursacher des Schadens nicht zweifelsfrei feststehen. Mit der Schadensprüfung wendet die Versicherung nicht nur den Schaden für ihren Klienten ab, sondern schützt sich auch selbst vor ungerechtfertigten Zahlungen.

Fohlen sind ebenfalls bis zu einem Alter von einem Jahr mitversichert, sofern für die Mutter ein entsprechender Vertrag besteht. Die axa Pferdehalterhaftpflichtversicherung tritt auch dann ein, wenn das Pferd nicht vom Pferdehalter selbst beaufsichtigt wird, sondern von einer nichtgewerblichen Person. Hier wird ein Versicherungsfall so behandelt, als wäre das Pferd unter Aufsicht des Halters gewesen. Auch das Fremdreiterrisiko ist abgesichert, sofern der fremde Reiter das Pferd ebenfalls nichtgewerblich reitet. Anderenfalls muss deren Haftpflichtversicherung einspringen. Verursacht das Pferd Flurschäden, indem es etwa den Anbau eines Feldes vernichtet, so wird auch dieses von der axa Pferdehalterhaftpflichtversicherung übernommen. Auch private Kutschfahrten sind im Versicherungsschutz enthalten, obwohl man das Tier hierbei weniger kontrollieren kann, als wenn man es reitet. Die Teilnahme an Turnieren ist abgedeckt, genauso wie Schäden, die bei einem zeitlich begrenzten Auslandsaufenthalt entstehen. Nur die Teilnahme an Pferderennen ist von der Versicherungsleistung ausgeschlossen, was einen Nachteil gegenüber anderen Anbietern darstellt.

Weiter Informationen finden Sie unter : www.pferdeversicherung-test.de

Ihr Pferd wird älter?- Das ändert sich!

Pferde - News 17. November 2014

Wenn ein Pferd älter wird, kommt es zu zahlreichen Veränderungen in seinem Körper. Wie beim Menschen bringt dieser neue Lebensabschnitt deswegen auch neue Bedürfnisse für das Tier mit sich.

Wann aber ist ein Pferd „alt“?

Das ist nicht nur vom reinen Lebensalter Ihres Tieres abhängig. Entscheidend ist auch, wie das Pferd in seinem Leben behandelt und gepflegt wurde. Zwar gilt ein Alter von 20 Jahren als Faustregel für ein „altes“ Pferd, schlussendlich ist die Gesundheit des Tieres aber immer eine individuelle Angelegenheit: Wenn ein Pferd gut und artgerecht gehalten wurde, wenn es aus gesunder Aufzucht stammt und fachkundig und schonend geritten wurde und eine gute Ernährung erhalten hat, kann es auch dann durchaus noch fit und gesund sein.

Woran erkenne ich, dass mein Pferd alt wird?

Dass Ihr Pferd älter wird, erkennen Sie bereits an zahlreichen äußerlichen Veränderungen:

  • Ihr Pferd bekommt graue Haare, vor allem um Ohren, Augen, Maul und auf der Stirn;
  • Die Haut Ihres Pferdes verliert ihre Elastizität;
  • Ihr Tier verliert Muskelmasse;
  • Die Unterlippe des Pferdes hängt herunter;
  • Die Augen trüben sich ein;
  • Der Rücken Ihres Pferdes hängt durch, der Widerrist tritt deutlich hervor;
  • Ihr Pferd hat weniger Appetit als früher, es frisst langsamer und hat eventuell
  • Schwierigkeiten beim Kauen;
  • Viele Pferde bekommen im Alter ein längeres Fell und werden etwas lockiger.

Was passiert im Körper meines Pferdes im Alter?

Ein Problem, das viele alte Pferde betrifft, ist die starke Abnutzung des Gebisses. Die Zähne nutzen ab, durch den Verlust von Zähnen kommt es zu einer Verschiebung der Schneidezähne. Wenn Ihr Pferd sein Futter nicht mehr gut kauen kann, führt das zu Schluckbeschwerden und daraus resultierend zu Problemen mit der Verdauung. Deswegen ist es besonders bei alten Pferden wichtig, regelmäßig das Gebiss zu kontrollieren und Zahnschäden gegebenenfalls umgehend behandeln zu lassen. Ansonsten wird Ihr Tier erhebliche Probleme bei der Nahrungsaufnahme bekommen, die schnell zu Muskelverlust oder Koliken führen können.

Neben dieser offensichtlichen Veränderung wandelt sich auch der Stoffwechsel des Pferdes. Das Herz, die Leber und die Nieren arbeiten nicht mehr so gut wie in jungen Jahren. Auch der Hormonhaushalt des Tieres verändert sich und die Verdauung wird empfindlicher. Aus diesen Veränderungen können unterschiedliche Krankheiten und Beschwerden entstehen.

Welche Beschwerden kann mein altes Pferd bekommen?

Ältere Pferde leiden häufig unter besonders kaltem oder feuchtem Wetter. Durch den Verlust von Muskelmasse und Unterhautfett sind sie nicht mehr so gut vor den Belastungen durch solche Wetterlagen geschützt. Zudem findet man bei vielen alten Pferden eine Arthrose, also einen Verschleiß der Gelenke, der bis zur Gelenkentzündung führen kann. Häufig bei älteren Pferden ist, dass die Steifheit der Gelenke und Muskeln nach einigen Minuten Bewegung nachlässt oder verschwindet.

Der bereits angesprochene Verschleiß des Gebisses kann sich leider auf vielfältige Weise zeigen. Alte Zähne haben oftmals Kanten und Haken – und Ihr Pferd Schmerzen beim Fressen. Zudem kann das Pferd sich durch sein defektes Gebiss selbst im Mundraum an Zunge und Backen verletzen. Auch Entzündungen des Zahnfleisches und der Zahnwurzeln sind leider recht häufig.

Der herabgesetzte Stoffwechsel und die Veränderung der inneren Organe führen zum Verlust des Appetits und damit auch zum Verlust an Gewicht. Sollte dieser Zustand länger bestehen, lassen sich auch Veränderungen im Verhalten Ihres Pferdes beobachten: Das Pferd wirkt nervöser als früher, es läuft oft im Kreis oder presst einen Kopf gegen die Wand. Diese Verhaltensänderungen sind ein deutliches Zeichen für eine Einschränkung der Leber- und Nierenfunktion.

Durch Veränderungen an der Hypophyse, einer Hormondrüse im Gehirn des Tieres, gerät der Hormonhaushalt in ein Ungleichgewicht. Erkennbar ist dies durch vermehrte Flüssigkeitsaufnahme und entsprechend erhöhten Absatz von Urin. Ein weiteres Anzeichen ist ein dickes, langes Fell, das nicht mehr gewechselt wird. Durch das hormonelle Ungleichgewicht kann es auch vermehrt zur Hufrehe, also einer Entzündung der Klauenlederhaut kommen. Diese Erkrankung stellt eine ernsthafte Gefährdung für Ihr Pferd dar. Deswegen ist die häufige und regelmäßige Kontrolle der Hufe bei älteren Pferden zwingend notwendig.

Die Ernährung Ihres alten Pferdes

Pferdefutter

©www.kristallkraft-pferdefutter.de

Einen besonders wichtigen Anteil am Wohlbefinden Ihres Pferdes hat seine Ernährung. Dies gilt selbstverständlich nicht nur im Alter, sondern in jedem Lebensabschnitt. Aufgrund der vermehrten Probleme, die bei der Nahrungsaufnahme und der Verdauung im Alter entstehen können, ist eine gute und angepasste Ernährung Ihres Seniors jedoch besonders wichtig. Entsprechend der Belastungen, die durch das alternde Gebiss entstehen, ist die Gabe von leichter zu kauendem Futter empfehlenswert. Auch sollte der Anteil an schwer verdaulichen Stoffen wie zum Beispiel Stroh verringert werden.

Um den Stoffwechsel Ihres Pferdes zu unterstützen, kann es sinnvoll sein, die Ernährung durch die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln zu fördern. Wichtig hierbei ist die Wahl von Zusätzen, welche die Verdauung Ihres Tieres dem Alter entsprechend sanft stärken und möglichst auch seinem allgemeinen Wohlbefinden zuträglich sind. Ein gutes Beispiel für natürliche, schonende und mineralreiche Zusatzfutter auch für alte Pferde sind die Produkte von Kristallkraft-pferdefutter. In jedem Fall sollten Sie die Gabe von Nahrungsergänzungen mit Experten mit der entsprechenden Erfahrung bei der Ernährung älterer Pferde besprechen, um die beste Lösung für Ihr Tier zu finden.

Bewegen Sie ihr altes Pferd – es wird es Ihnen danken!

Auch wenn Ihr Pferd älter wird, verliert es nicht automatisch die Lust an der Bewegung oder sein Bedürfnis nach Sozialkontakten. Deswegen sollten Sie auch ein älteres Tier regelmäßig bewegen. Wichtig hierbei ist, dass die Bewegung dem Zustand und der Leistungsfähigkeit des Pferdes angepasst wird. Viele ältere Pferde entwickeln ihr Winterfell bereits im Spätsommer und geraten deshalb in dieser Jahreszeit leichter ins Schwitzen. Um eine Überlastung des Kreislaufs zu vermeiden, sollte die Anstrengung für das Tier also entsprechend verringert werden. Da Herbst und Winter die Arthrose bei älteren Pferden negativ beeinflussen, sollten Sie in dieser Zeit besonders darauf achten, dass Ihr Pferd warm und trocken gehalten wird. Auch ein älteres Pferd braucht Platz, um sich wälzen zu können. Zusätzlich zur Pflege seiner Haut erhält es so wichtige Bewegung, um seine Muskeln leistungsfähig zu halten.

Wenn Ihr Pferd altert, erfordert es in vielen Bereichen mehr Aufmerksamkeit und bewusste Pflege. Wenn Sie jedoch wissen, worauf Sie achten müssen und Ihr Tier entsprechend behandeln, wird es Ihnen bis ins hohe Alter jeden Tag aufs Neue seine Lebensfreude schenken.

Pferdeanhänger Überwachungssystem – Günstige Alternativen gesucht

Pferde - News 22. Oktober 2014

Babyphone Bestenliste

Ich habe kein Geld, ich habe ein Pferd – so mancher Pferdebesitzer kann nicht anders als dieses Sprichwort zu bestätigen. Doch schaut man sich genauer um bieten sich häufig günstigere Alternativen zu sonst teuren Produkten.

Vom Sofa alles im Blick

Das Pferd ist krank. Welcher Besitzer kann da unbesorgt nach Hause gehen oder gar ruhig schlafen? Alternativ würde sich die Überwachung von Stall und Pferdebox via Kamera anbieten – wenn, ja wenn das jemand bezahlen könnte. Schaut man sich auf dem Markt genauer um fallen einem umgehend Babyphone (info bei: http://babyphone-test.net/)ins Auge, die nicht nur die gleiche Funktionsweise haben sondern gleichzeitig um ein Vielfaches preisgünstiger sind. Wichtig ist allerdings, dass es sich um ein digitales System, häufig als DECT bezeichnetes, handelt da es andernfalls an der Reichweite scheitert. Auch entsprechende Babyphone Apps (info bei: http://babyphone-test.net/babyphone-app/) bieten eine solide Möglichkeit von zu Hause aus einen Blick in den Stall zu werfen. Hand aufs Herz: Pferdebesitzer, die ihre Tiere am Haus halten wissen wie ungern man nachts, bei Dauerregen und Minusgraden den Sofaplatz verlässt um noch einmal nach dem Rechten zu schauen.

Wenn Nachwuchs ansteht…

Doch nicht nur aufkommende Erkrankungen verlangen nach intensiver Betreuung und dem einen oder anderen Blick mehr. Steht eine Fohlengeburt ins Haus möchte man am liebsten jede Minute bei der Stute verbringen und den Neuankömmling sofort begrüßen. Doch die Natur hat es eingerichtet, dass gebährende Tiere eher die Ruhe und Abgeschiedenheit suchen. Insbesondere bei erwarteten Komplikationen macht diese Tatsache eine sorglose Geburt eher schwierig. Geburtsmelder sind in aller Regel sehr teuer und nicht jede Stute lässt sich den Bauchgurt gefalle, der Herztöne und Wehentätigkeit überwacht. Auch hier sind Babyphone nützlich um die fohlende Stute zu beobachten und gegebenenfalls rechtzeitig einzugreifen.

…oder es auf die Reise geht

Nicht nur auf dem Weg in die Klinik, auch unterwegs zu Turnieren oder auf dem kurzen Ausflug hat man seinen Augen am liebsten hinten im Anhänger. Jedes Hufgetrappel und aufgeregtes Gewanke beunruhigt Fahrer und Besitzer während sich die nächste Haltegelegenheit nicht gerade in unmittelbarer Nähe befindet. Moderne Systeme die über einen Bildschirm im Cockpit das Geschehen innerhalb des Pferdeanhängers beobachten lassen sind nicht nur teuer, sondern meistens auch nicht ohne Weiteres zu installieren. Als Alternative kann hier das Babyphone dienlich sein und den einen oder anderen Euro sparen.

 

Als Pferdebesitzer hat man eine große Verantwortung. Schützen wir also das uns anvertraute Lebewesen wie unser eigenes Kind!

Pferde im Winter auf die Weide oder eher nicht?

Pferde - News 21. Februar 2013

Pferd im Winter

Dieter Schütz / pixelio.de

In den meisten Fällen ist es so, dass Pferdebesitzer sich liebevoll und fürsorglich um ihre Pferde kümmern – und dies nicht nur in Frühling, Sommer und Herbst, sondern natürlich auch im Winter. Allerdings scheiden sich an der Stelle die Geister, wenn es um die Frage geht, ob ein Pferd im Winter auf die Weide gehören oder eher nicht.

Grundsätzlich sei einmal dazu gesagt, dass Pferde sehr temperamentvolle Tiere sind, die sich mit Begeisterung bewegen.

Letztendlich bedeutet, dass sie sich natürlich lieber auf freier Ebene aufhalten als in einem beengten Stall im Winter. Treibt man allerdings sein Tier im Bereich der Gefrierpunkte auf die Weide, kommt es auf dazu, dass überbesorgte Tierliebhaber, das Kreisveterinäramt verständigen, weil sie annehmen, dass es sich hierbei um grausame Tierquälerei handelt Dies trifft jedoch nach Ansichten von Veterinärmedizinern nicht zu. Im Gegenteil. Ein Pferd mag frostiges Wetter und ebenso wie bei den meisten anderen Tieren auch, passt sich auch das Fell des Pferd den Winter Temperaturen an. Darüber hinaus ist auch der gefrorene trockene Boden sehr gut für die eher empfindlichen Hute und Fesseln der Tiere, während es bei wärmeren und matschigen Witterungsbedingungen vermehrt zu Mauke und Stahlfäule kommt.

Auch bei Frostwetter ist es daher problemlos möglich

Die Tiere einige Stunden auf die Weide zu führen, wobei gleichzeitig der wichtige Aspekt, dass ein Pferd den sozialen Kontakt zu anderen Pferd dringend benötigen, abgedeckt ist. Was grundsätzlich zu beachten ist, ist die Tatsache, dass Pferde keinesfalls dem Regenwetter im Herbst und in der frühen Frühlingszeit ausgesetzt sein sollten, da Pferde durchaus anfällig sind für Erkältungen, so dass ihnen der Niederschlag nicht guttut.

Mit Pferden spielen

Pferde - News 7. Februar 2013

Was versteht man unter „Spielen“ Schauen wir mal ins Lexikon nach dann finden wir diese Erklärung:Spielen ist eine Tätigkeit,die ohne Zwang ausgeführt wird. Menschen und Tiere haben Freude an der Sache.

Bei Pferden sieht das Spielen anders aus.

Fohlen und junge Pferde haben einen sehr starken Spieltrieb und nutzen viel Zeit damit dieses auszuleben. Wenn sie laufen und jagen trainieren sie ihre Beweglichkeit und erfahren,wie die Kommunikation mit dem Artgenossen funktioniert.Pferde beim spielen zu beobachten macht sehr viel Freude.Doch für uns wäre es keine Freude da mitzumachen.
Pferde gehen aus unsere Sicht sehr grob miteinander um. Zwicken im Hals oder auch ein übermütiger Tritt würde uns blaue Flecken oder sogar gebrochene Knochen bescheren.

Aber auch wir können mit unserem Partner das Pferd spielen.

Wichtig beim spielen mit dem Pferd ist allerdings,das die Rangfolge von vornherein geklärt ist. Sie sollten also sich Spiele überlegen,in denen das Pferd sich nicht kräftemessend ihnen gegenüber stellt.Sie ziehen in so einem Fall den kürzeren. Ältere Pferde können sie durchaus auch motivieren mit ihnen zu spielen. Der Spieltrieb ist bei Pferden unterschiedlich ausgeprägt.
Aber wenn sie ihr Pferd kennen und es auf der Wiese beobachtet haben müssten sie wissen in wie weit ihr Pferd bereit ist mit ihnen zu spielen.

Hengste und Wallache bevorzugen Kampf und Machtspiele. Die Stuten lieber Rennspiele.
Wenn wir mit den Pferden spielen,sollten wir darauf achten,Spielideen zu nehmen,die das Lernen des Pferdes erleichtern. Unsere Pferde können uns aber durchaus Inspirationen dazu liefern. Sicherlich hat ihr Pferd irgendeine Vorliebe.

Was macht ihr Pferd wenn sie sich ihm nähern oder sich mit ihm beschäftigen?

Steckt es übermütig seinen Kopf in jede Tonne um nachzusehen,ob da etwas essbares drin sein könnte. Oder scharrt es mit den Hufen um ein Steinchen zu bewegen? Das sind alles Sachen, die sie in ihrem Spiel mit dem Pferd einbauen können. Wenn wir mit einem Pferd spielen können trotzdem unvorhergesehene Dinge passieren. Nehmen sie es mit Humor und lachen sie darüber. Es soll ja Spass machen.

Die Zeit die sie mit ihrem Pferd verbringen ist ihre Freizeit,in der sie Freude haben sollten.

Beim spielen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten ihrem Pferd zu sagen,es hat es richtig gemacht. Da wäre zum ersten die Stimme mit einem deutlichen Lob,das Leckerlie oder auch zum Beispiel ein Clicker. Clickertraining ist eine sehr abwechslungsreiche Form des Lobens. Es gehört aber auch ein wenig Übung dazu. Ein kleines Beispiel zum Clicker.
Mein Pferd soll lernen die Pylone mit dem Maul aufzuheben. Lobe ich jetzt mein Pferd mit einem Leckerlie,weil es korrekt war,muss es die Pylone loslassen um das Leckerlie zu nehmen. Folglich würde es die Belohnung für das Loslassen bekommen,was ja nicht erwünscht war.
Mit dem Clicker kann ich genau diese Situation loben,die von mir gefordert war. Das Pferd hebt die Pylone auf und ich clickere weil es richtig war. Somit hat mein Pferd verstanden,das es um das Aufheben eines Gegenstandes ging. Bei sehr unternehmungslustigen Pferden kann man eine andere Form des Spieles nehmen. Es nennt sich freies Spiel.

Freies Spiel erfordert Geduld wenn man etwas bestimmtes erreichen möchte,aber auch die Kreativität des Pferdes und des Menschen.

Ein kleines Beispiel hierzu.
Ihr Pferd hat einen leeren Eimer und kann diesen entweder umschubsen oder vor sich herwollen oder aber den Griff ins Maul nehme,n und den Eimer tragen.Sie warten einfach ab was ihr Pferd mir dem Eimer anstellt.
Somit ist ihr Pferd auf sich alleine gestellt und bekommt keine Hilfen von ihnen. Sollten sie sich also vorgenommen haben,das das Pferd den Eimer trägt warten sie ab bis ihr Pferd genau diese Aktion mit dem Eimer macht und dann loben sie es. Ein lernbergieriges Pferd wir’s sehr schnell begreifen,was es tun soll. Achten sie beim spielen immer auf die Zeit. Stundenlanges Spielen wäre nicht sinnvoll,weil es für das Pferd sehr anstrengend ist. Etwa eine halbe Stunde würde durchaus ausreichen und ihr Pferd würde auch nicht die Lust am spielen verlieren.

Ihren Fantasien im Bezug auf „Pferdespiele“ sind keine Grenzen gesetzt.

Sie könnten eine Kissenschlacht mit ihrem Pferd machen. Dazu müssen sie ihrem Pferd erstmal beibringen,das Kissen ins Maul zu nehmen und es dann zu werfen. Legen sie ein Kissen vor ihrem Pferd und warten sie erstmal ab wie ihr Pferd reagiert.
Pferde sind von Natur aus sehr neugierig. Es wird also irgendwann anfangen dieses Kissen zu beschnuppern. Loben sie sofort diese Reaktion,dann sind sie schon ein Stück weiter an ihrem Vorhaben. Sollte Ihr Pferd es mit dem Huf bearbeiten korrigieren sie es freundlich.
Sobald ihr Pferd es wieder mit dem Maul untersucht loben sie erneut. Ihr Pferd wird begreifen,das das die gewünschte Reaktion ist. Nun können sie einen Schritt weiter gehen und ihrem Pferd das Kissen ans Maul halten. Sollte ihr Pferd das Kommando „Nimm“ kennen,wenden sie diese an wenn das Kissen sich am Pferdemaul befindet. Bei allen anderen Pferden sprechen sie diese Kommando jedesmal aus wenn sie das Kissen ihrem Pferd vor das Maul halten. Ihr Pferd wird schnell den Zusammenhang erkennen.
Sobald ihr Pferd jetzt versucht dieses Kissen ins Maul zu nehmen loben sie es. Wieder ein kleinen Schritt weiter. Nun müssen sie ihrem Pferd auch noch beibringen besagtes Kissen im Maul zu halten und es dann mit einem Kopfnicken zu werfen. Wenn ihr Pferd das Kissen im Maul hat und es nicht sofort wieder fallenläßt wieder loben. Nach einigen Anläufen sollte ihr Pferd es Begriffen haben. Genauso müssen sie Vorgehen um das Kissen ein wenig zu werfen. Es erfordert viel Geduld vom Menschen. Geben sie nicht auf und gehen sie einen kleinen Schritt zurück mit dem Training,wenn sie merken,das ihr Pferd es noch nicht verstanden hat.

Auf jeden Fall sollten sie in der Zeit des Trainings Freude mit ihrem Pferd haben.

Es gibt unzählige Möglichkeiten ihrem Pferd denTag zu versüßen. Ein wenig Kopfarbeit hat noch keinem Pferd geschadet. Die besten Erfolge erzielen sie,wenn sie ihr Pferd einen Tag nach dem Training Pause gönnen um das gelernte etwas zu verinnerlichen. Es kann dann über die Sachen „nachdenken“. Ihr Pferd sollte jeden Tag mit Freude und voller Erwartung auf sie zukommen. Denn nur ein williges und aufgewecktes Pferd macht Spass damit zu arbeiten.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/12099/

Mit Pferden durch die Lüneburger Heide

Pferde - News 5. Februar 2013

Es ist überall das gleiche Bild, nur die Regionen ändern sich: Reiter, die ihre Pferde striegeln, Hufe auskratzen, das Zaumzeug säubern, aufsatteln, noch einmal prüfen, ob der Sattelgurt fest genug sittz, und im Schritt aus dem Hoftor klappern, um in den Morgen hineinzureiten. Nehmen wir als drittes Beispiel die Heideregion um Uelzen in Niedersachsen. Dort bietet der fünftägige Göhrde-Ritt, der durch ein ausgedehntes Waldgebiet führt, herrliche Landschaftserlebnisse. Statpunkt ist Suhlendorf im Osten der Lüneburger Heide, in der Nähe des Naturparks Elbufer-Drawehn. Gleich am Anreisetag geht´s noch ins Gelände, weniger um die Landschaft kennenzulernen, als um mit dem Pferd vbertraut zu werden das einen die nächsten fünf Tage sicher durch die Lande tragen soll

Eines der ersten Ziele ist der Findlingspark Reddereitz, in dem ? chronologisch geordnet- mehrere Hinkelsteine aufgestellt sind, die in den verschiedenen Eiszeiten hier und anderswo gelagert wurden. Weiter geht es in Richtung Göhrde, wo die Besichtigung des Jagdschlosses Göhrde auf dem Programm steht. Gegessen wird zwischendurch an der ?Grünen Tafel?- sprich an einem schönen Platz wo auf einem weiß gedeckten Tisch kulinarische Genüsse auf die Reiter warten. Die Stärkung für den Magen und ein wenig Entspannung für die Beine sind willkommen, bevor man die Nachmittagsetappe zur Wanderreitstation antritt. Dort wiederholen sich abends die Handgriffe- absatteln, Pferde u.U. ein wenig mit Stroh trocken reiben, füttern-, ehe man sich schließlich an den zünftig gedeckten Tisch settz und das warme Abendessen so richtig genißet. Übernachtet wird im Bett.-auf Wunsch auch im Heu! Reiter sind naturverbunden, aber nicht immer die reinen Naturburschen.Trotzdem: Zu viel Luxus verträgt sich nicht mit dem Gefühl von Freiheit und Abenteuer.

Bei der Pferdeflüsterin

Dass Pferde mit uns kommunizieren ist keine neue Erkenntnis. Weil jedoch viele Pferdebesitzer ihre Tiere viel zu wenig verstehen, sind Probleme vorprogrammiert. Nicht so in Bad Saarow bei Andrea Kutsch: Sie hat ihr Fachwissen von keinem Geringeren als Monty Roberts, dem legendären Pferdeflüsterer aus Kalifornien. In Zusammenarbeit mit der Universität Zürich bietet die Pferdefachfrau-weltweit einzigartig- seit 2006 ein dreijähriges Studium der ?Pferdekommunikationswissenschaft? an. Natürlich- Sie wollen nicht studieren sondern etwas spannendes erleben! Etwa alle sechs Wochen finden Besuchstage in Bad Saarow statt, bei denen nicht nur Pferdenarren begeistert zzusehen, wie schön und einfach die Unterhaltung mit Pferden sein kann. Außerdem führt Andrea Kutsch persönlich oder eine / einer der Studenten bzw. Studentinnen jeweils Sonntags über den Campus und stellt die Arbeit vor, die in Pferdekreisen bis hin zum englischen Königshaus für Aufregung gesorgt hat. Worum geht es in der Akademie, zu deren Team neben Verhaltensforschern auch Tiermedizinern der Hochschulen in Hannover und Zürich sowie der Europa-Universität Viadrina gehören- und natürlich Monty Roberts, Vorbild für den Film ?der Pferdeflüsterer? mit Robert Redford in der Hauptrolle? In Bad Saarow erlernt man ?Equus?, die ?Sprache der Pferde? und damit eine gewaltfreie Kommunikation!

Der ungewöhnlichste Hörsaal der Welt

In einem der wohl ungewöhnlichsten Hörsääle der Welt versucht Andre Kutsch ihren Studenten die für den Laien kaum wahrnehmbaren Zwiegespräche zwischen Tier und Mensch zu vermitteln. Join-up nennt sich das Kommunikatonstraining im Round Pen, einer Art Manege, in der die Annäherung zwichen Mensch und Tier stattfindet und das Pferd Vertrauen fasst.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/127/

Pferdeflüstern: Keine Magie

Pferde - News 5. Februar 2013

Eine besondere Form der Magie? Nicht die Spur. Und im Flüsterton spricht auch niemand mit den Pferden. Es geht um die wortlose Verständigung mit dem Tier. Warum, so mag sich mancher verwundert fragen, ist dies überhaupt wichtig? Viele Reiter klagen über die Pferde, die steigen, sich nicht verladen lassen, aggressiv reagieren und ausschlagen, die bissig sind oder im Gelände partout über keine Brücke gehen wollen. Hier können die Experten der Akademie künftig Abhilfe schaffen.

Keine Showveranstaltung

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ein Showprogramm, das an Zirkusvorstellungen erinnert, wird man an den Besuchertagen nicht zu sehen bekommen. Doch gebannt wird man verfolgen, wie Andreas Kutsch in den Round Pen tritt und beim Join-up innerhalb kürzester Zeit ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Pferd und ihrer Person aufbaut.?Mit dem Pferd sprechen, nutzt wenig, denn es versteht unsere Sprache nicht?, so andrea Kutsch. Anders unsere Körpersprache. Die Pferdeflüsterin öffnet ihre Hand und fixiert das Pferd mit den Augen, enie Gestik von Raubtieren. Das Pferd setzt zur Fluicht an und fällt in den Galopp. Dann verlangsamt Andrea Kutsch ihre Bewegungen, schließt Hände und Augen, senkt die Arme und wirkt damit harmlos auf das Pferd, das daraufhin seinen Schritt verlangsamt. Fasziniert verfolgt man als Zuschauer, wie Andrea Kutsch die Augen ganz abwendet und die Schultern in einem 45-Grad-Winkel vom Pferd wegdreht, das sogleich zutraulich zu ihr in die Mitte des Platzes kommt und ihr sogar folgt.

Die Körperhaltung, der entsprechende Blickkontakt und die Gestik vermitteln dem Tier Schutz und Sicherheit-Voraussetzung für jede weitere, stets gewaltfreie Arbeit mit ihm. 4000 Studenten haben sich für das erste Studienjahr in der Privatuniversität beworben- 40 Studienplätze standen bereit. Diejenigen, die die Aufnahmeprüfung bestanden haben, berichten voller Stolz von dem anspruchsvollen Lernprogramm, auf einem hohen Ross sitzen sie deswegen jedoch noch lange nicht.

Einstieg ins Kutscherleben

Waren Sie schonmal in Weimar? Haben Goethes Wohnhaus besichtigt und ehrfurchtsvoll vor der Kutsche gestanden, in der der Dichter einst durch die thüringische Landschaft gerollt ist? Und haben Sie dann vielleicht von der ?guten alten Zeit? geträumt, als Kutschen noch das Straßenbild bestimmten? Haben Sie vielleicht überlegt, wie es wäre, wenn Sie selbst oben auf ddem Kutschbock säßen? Dann zögern Sie nicht! Goethes Gefährt wird man Ihnen nicht überlassen. Allerdings böte sich das Saarland an, genauer gesagt der kleine Ort Schwalbach, um ein- oder zweispännig kutschieren zu lernen.Zumindest ein bischen! ?Kutschenfahren ist gefährlicher als Reiten.? Man stutzt- aber das sagt einer, der es wissen muss: Michael Haas vom Hotel Mühlenthal.? Und wer glaubt, es in einem Crashkurs erlernen zu können, der irrt.? Allerdings, und das ist die gute Nachricht, kann man im Hotel Mühlenthal unter Anleitung eines professionellen, staatlich geprüften Fahrwarts FN herausfinden, ob das Spiel mit den Fahrleinen überhaupt das Richtige ist. Zur Verfügung stehen vier hervorragend ausgebildete Kutschenpferde, die sicher im Umgang sind. Denn nicht jedes Pferd ist zum Fahren geeignet. Der Unterricht erfolgt individuell und praxisnah.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/127/

Pferdesteuer

Pferde - News 5. Februar 2013

Pferdesteuer satt

Die „Pferdesteuer“ ist ein Thema, das seit Jahren gärt. Doch nun brodelte es in Hessen erneut hoch und zwar mit erschreckenden Zahlen. Die Pferdesteuerbefürworter werden immer stärker – und das hat seine Gründe.

Wir Pferdebesitzer in Niedersachsen machen uns zurzeit wenig Sorgen, ist doch unsere Lobby doch ungleich stärker, als die der hessischen Reiter. 178.000 Pferde und Ponys sind im Niedersachsen gemeldet. 750 € pro Jahr wurden jüngst in hessischen Gemeinderäten als Pferdesteuersatz diskutiert. Auf Niedersachsens Vierbeiner umgesetzt ergäbe das eine Summe von 13.350.000 €, die sich über die chronisch gebeutelten Gemeindekassen ergießen könnte. Wie lange werden niedersächsische Gemeinden da wohl noch standhaft bleiben?

An und für sich ist das Thema ja nichts Neues, aber wir Reiter sollten uns mal fragen, warum die Befürworter der Pferdesteuer so zugenommen haben und warum sie plötzlich mit solcher Verve gegen uns vorgehen. Noch nie vorher war eine solche Summe im Gespräch. Die Befürworter der Pferdesteuer sind sich ihrer Sache im Ansehen der Öffentlichkeit offenbar sehr sicher. Sie führen regelmäßig den Vergleich zur Hundesteuer an.

Sind Pferde und Hunde vergleichbar?

Die Hundesteuer ist jedoch eine sogenannte Lenkungssteuer, deren Zweck es eben nicht ist, Geld – etwa für das Beseitigen von Hundekot auf Bordsteinen – zu beschaffen. Die Hundesteuer dient der Lenkung der Hundepopulation, diese soll durch die Steuer dezimiert werden. Die Verringerung der Pferdepopulation, die eine solche Steuer mit sich brächte, wäre ganz und gar nicht im Sinne des Staates, der den Reitsport ja in vielerlei Hinsicht fördert. Der Vergleich mit der Hundesteuer, die überdies weitaus niedriger liegt, scheint also eher vorgeschoben. So mancher Reiter – nicht nur in Hessen – hat zunehmend das Gefühl, dass die Menschen pferdefeindlicher geworden sind. Und das Gefühl trügt nicht.

Pferdefeindlichkeit steigt

Es gab Zeiten, da freuten sich Sonntagsspaziergänger, wenn sie einen Reiter trafen. Die mitspazierenden Kinder jubilierten, durften das Pferd vielleicht sogar mal streicheln. Heute sind Reiter nicht mehr so angesehen. Nachrichten von gedopten Pferden geistern durch die Gazetten und Fotos von zerrittenen Wegen, knöcheltiefem Matsch und Bergen von Pferdeäpfeln finden reihenweise in die Lokalzeitungen. Mancherorts werden Spaziergänger regelrecht zu Pferdehassern, sie verbarrikadieren Waldwege mit aufgesammelten Ästen und spannen sogar in Reiterhöhe Seile von Baum zu Baum. Heute muss man sich als Reiter oft vor Spaziergängern rechtfertigen, dafür dass man den Waldweg benutzt. Da nutzt es auch nicht mehr viel, wenn man die verärgerten Fußgänger auf die Rechte der Reiter, postuliert im niedersächsischen Waldgesetz, aufmerksam macht, der Ausritt ist ein Stück weit verdorben. Was hat sich geändert?

Vor vierzig Jahren hatte man den Reitsport erfolgreich zum „Volkssport“ deklariert. Reitunterricht war so erschwinglich geworden, dass es keineswegs nur der gut verdienenden Oberschicht vorbehalten blieb, die Sprösslinge im Sattel schulen zu lassen. Bis heute ist der Preis für eine Reitstunde zwar kaum gestiegen, doch das Vermögen der Deutschen verteilt sich ganz anders als damals, als selbst die untere Mittelschicht noch ein recht komfortables Auskommen hatte.

Nach der Asienkrise der ausgehenden 90ger Jahren platzte die Dotcom-Blase, ein Jahr später nährten die Anschlägen des 11. September 2001 die weltumspannende Rezession und 2008 zog die Lehmannpleite eine weitere Rezession nach sich. Heute stellt sich die Güterverteilung ganz anders dar, die Schere zwischen Arm und Reich klafft. Die Zunahme von Armut bringt immer sozialen Neid mit sich. Verständlich, denn wenn Menschen in der ständigen Sorge um die Finanzierung ihres Alltags leben, dann freuen sie sich ebenso wenig über einen Reiter, wie über einen Rolls Royce. Beides sind für sie untrügliche Zeichen von Reichtum und Verschwendung. Solche Nichtreiter werden zu sehr engagierten Befürwortern einer Pferdesteuer, vor allem dort, wo Reiter gehäuft auftreten.

Probleme durch „Hot-Spots“

Wie kommt zu solchen „Hot-Spots“? Solche Reiterdörfer, in denen es ebenso viele Vier- wie Zweibeiner gibt, entstanden zu Beginn des Pferdebooms in den ausgehenden 70ger Jahren mit einem ersten Reitstall. Wir alle kennen das Reitstallleben nur zu gut. Neben der Geselligkeit bringt es auch immer ein emsiges Ränkespiel, bestehend aus zuweilen bösartigem Tratsch und kleinlichen Machspielchen mit sich. Irgendwann kippt die Stimmung, mit der Folge, dass eine Gruppe von Reitern auszieht und eine neue Reitgemeinschaft gründet – oft nur zwei Höfe weiter. Dem folgt alsbald der Bau einer zweiten Halle und ein paar Jahre später noch eine dritte. Die Landwirte im Dorf schmeißen entzückt ihre Kühe raus und stellten gewinnbringendere Pensionspferde in ihre Ställe. Die sich so entwickelnden Pferdedörfer bieten Reitern eine überaus attraktive Infrastruktur, die immer mehr Pferdebesitzer anlockt. Doch damit werden auch die Probleme mit Nichtreitern geboren, die in solchen Gegenden oft nur noch auf dem Grabenrand entlang spazieren können und deren Wochenendruhe durch Lehrgänge und Turniere getrübt wird. In sofern erscheint die angedachte Höhe des Pferdesteuersatzes fast wie ein Racheakt. – Ein Racheakt mit desaströsen Auswirkungen auf die Pferdebranche, die Gemeinderatsmitgliedern aber oft gar nicht bekannt sind.

750 € Pferdesteuer würgen den Wirtschaftsmotor Pferd ab

Die IPSOS-Studie klärte in beeindruckenden Zahlen darüber auf, welch einen immensen Wirtschaftsfaktor Deutschlands Pferde darstellen, doch diese Studie gelangt selten zu den Stammtischrunden, an denen die Idee zur Schröpfung der reichen Reiter geboren wird. Die geplante Pferdesteuer würde ohne Frage zu empfindlichen Einbußen führen. In der Reitsport- und Pferdebranche werden derzeit rund 5 Milliarden Euro jährlich umgesetzt. Von der Masse der Reiter stellen Jugendliche etwa zwei Drittel, 80 % aller Reiter verstehen sich als Freizeitreiter. Genau diese Gruppe würde die Pferdesteuer hart treffen, denn die berüchtigte Schere zwischen arm und reich hat auch die Reiter in zwei Lager geteilt. Viele der Freizeitreiter können es sich heute nicht mehr leisten, ihr Pferd in einem Reitstall unterzubringen. Sie bringen ihren vierbeinigen Liebling im eigenen Stall gerade mal so über die Runden. Die Pferdesteuer würde viele von ihnen zur Aufgabe der Pferde zwingen. Weiterhin aufgegeben werden müssten all die „Oldies“ und „Zweitpferde“, die nicht mehr voll belastet werden können. Aber gerade diese Pferde sind es, die Jugendlichen zur Pflege und zum Lernen überlassen werden. Solche Pferde müssten vermutlich reihenweise geschlachtet werden. Und wehe dem, der seinen vierbeinigen Liebling auf dem Papier als „nicht zur Schlachtung bestimmt“ deklariert hat -.

Reitschulen, landwirtschaftliche Betriebe, Pensionsställe, Handwerksbetriebe im Bereich der Reitsportzubehörherstellung, Reitsportgeschäfte, Dienst leistende Reitausbilder, Pflegepersonal, Tierärzte, Hufschmiede, Züchter und auch Printmedien, die Bücher und Zeitschriften rund um das Thema Pferd publizieren, sie alle wären betroffen, wenn eine Pferdesteuer die Zahl der Pferde dezimiert. Es gibt viele gute Argumente gegen die Pferdesteuer, aber sie werden kaum ins Feld geführt, und wenn, dann nicht dort, wo es nötig tut.

Das Vereinssterben schwächt die Reiter

Der Kampf gegen die Pferdesteuer wird deswegen höchst uneffizient geführt, weil wir Reiter uns immer mehr zu einer Gruppe von Einzelkämpfern entwickelt haben. Wir bestehen aus Springreitern, Dressurreitern, Geländereitern, Westernreitern – Reiter, die die Ausrüstung dieser Saison tragen und Reiter, die mit der Jacke aus der vorletzten Saison herumlaufen. All diese Reitergruppierungen sind sich oft nicht grün. Wir vereinzeln uns und wollen uns auch nicht mehr sozial engagieren, wie das Vereinssterben deutlich zeigt. Nun bekommen wir möglicherweise die Quittung dafür, – denn als eine ungeordnete Horde von reitenden Einzelkämpfern wird es uns auf Dauer nicht gelingen, die flächendeckende Einführung einer Pferdesteuer aufzuhalten. Das geht nur, wenn sich alle einbringen, auch die, die die Pferdesteuer bezahlen könnten.

Es ist auch an der Zeit, der steigenden Pferdefeindlichkeit entgegen zuwirken und das Ansehen der Reiter wieder zu ändern, weg vom elitär-adligen „Ritter“ hin zu zum Pferdeliebhaber, der sich engagiert und der das Gespräch zu Nichtreitern sowie zu den Gemeinden sucht.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/11486/

Tierhalterhaftpflicht – Pferdehaftpflicht

Pferde - News 5. Februar 2013

Tierhalter können für alle Schäden haftbar gemacht werden, die durch das Tier entstehen. Die private Haftpflichtversicherung kommt für Schäden durch sogenannte Kleintiere auf. Wer ein eigenes Pferd besitzt, benötigt eine Pferdehaftpflicht. Diese Haftpflichtversicherung für Tierhalter kommt für unverschuldete Schäden auf und erfüllt die gesetzliche Vorgabe zur Gefährdungshaftung. Eine Versicherungsleistung durch die Versicherung erfolgt auch dann, wenn ein fremder Reiter beteiligt ist.

Reitbeteiligung und Fremdreiter

Beim Abschluss einer Pferdehaftpflicht ist sowohl der Pferdebesitzer selbst als auch Fremdreiter im Versicherungsumfang enthalten. Dann übernimmt die Versicherung Personenschäden am beteiligten Reiter und Schäden an unbeteiligten Dritten in vollem Umfang. Wenn eine dauerhafte Reitbeteiligung durch einen Fremdreiter besteht, muss dieser bei der Haftpflichtversicherung namentlich angegeben werden. Da der Reiter im Schadensfall Ansprüche an den Pferdebesitzer geltend machen kann, sollte dieser bei Abschluss der Versicherungspolice auf diesen Deckungseinschluss besonders achten. Die sogenannten Eigenschäden einem fremden Reiter sind nicht in jeder Pferdehaftpflicht im Versicherungsumfang enthalten. Bei Abschluss einer Haftpflichtversicherung für das Pferd sollte der Tierhalter hier bei der versichernden Gesellschaft anfragen.

Versicherbare Schäden und Versicherungssumme

Bei der Haftpflichtversicherung für das Pferd wird ebenso wie bei der Privathaftpflicht eine pauschale Versicherungssumme vereinbart. abgeschlossen, erfolgt die Vereinbarung einer Deckungssumme. Der Versicherungsnehmer sollte bei Abschluss der Pferdehaftpflicht eine pauschale Deckungssumme von mindestens 3 Millionen Euro vereinbaren. In den Policen für die Haftpflichtversicherung sind dann alle Personen-, Sach- und Vermögensschäden ausreichend abgedeckt, die durch das Pferd entstehen. Vermögensschäden sind meist Folgeschäden, die aus einem Sach- und Personenschäden resultieren. Die pauschal vereinbarte Deckungssumme ist auch dann gültig, wenn ein fremder Reiter beteiligt ist. Zusätzlich zu den häufigsten Schadensfällen kann die Police für die Pferdehaftpflicht erweitert werden. Die Haftpflichtversicherung kann um den Einschluss von Mietsachschäden und Flurschäden erweitert werden. Nimmt das Pferd an Turnieren oder Rennen teil, benötigt es einen zusätzlichen Versicherungsschutz. Dann muss der Versicherungsnehmer der Pferdehaftpflicht diese Teilnahme bei Abschluss der Versicherung angeben. Nur so ist gewährleistet, dass auch entstehende Schäden während eines Turnieres oder der Vorbereitung ausreichend abgesichert sind.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/9954/

Unfall und Unfallversicherung

Pferde - News 5. Februar 2013

Ein Unfall ist ein unerwartet, nicht erwünschtes Ereignis, das ohne Absicht des Betroffenen gegen seinen Willen und sein Interesse eintritt und schädigend auf Körper, Geist und Seele des Betroffenen wirkt. Auch kann eine Schädigung eines Sachwertes durch einen Unfall eintreten. In der Regel wird ein Unfall durch äußere Einflüsse eines oder mehrerer Menschen oder Naturereignisse bewirkt. Ursache eines Unfalls kann ein natürliches Ereignis oder ein technisches oder menschliches Versagen sein.
Eine Unfallversicherung beugt solchen unerwarteten negativen Wirkungen auf Mensch und Sachen eines Unfalls vor und steht ein, wenn dieser eintritt. So tritt eine Unfallversicheru8ng gegen Unfälle im Straßenverkehr, bei der sowohl dder Fahrer, die Mitfahrer, aber auch das Verkehrsmittel versichert sind, ein , bei Sportunfälle, Arbeitsunfälle, Haushaltsunfällen. Auch ein Reitunfall ist z.B. so ein nicht erwünschtes, Ereignis, dem mit einer Unfallversicherung vorgebeugt werden kann. Wer Pferdesport betreibt, sollte sich unbedingt auch gegen einen möglichen Reitunfall versichern.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/5758/

Krankenversicherung für Tiere?

Pferde - News 5. Februar 2013

Die Möglichkeiten zur Heilbehandlung von Tieren werden immer umfangreicher. Entsprechend steigen auch die Kosten. Heute ist der Einsatz von künstlichen Gelenken, Zahnprothesen und die Verwendung von hochentwickelten Diagnoseverfahren in der Tiermedizin an der Tagesordnung. Immer mehr Tierbesitzer müssen die Behandlung jedoch aus Kostengründen ablehnen. Erschwerend kommt hinzu, dass immer weniger Tierkliniken eine Ratenzahlung erlauben. Eine Versicherung kann helfen.

Die OP-Kostenversicherung

Eine OP- Kostenversicherung ist die günstigste aller Tierkrankenversicherungen und wird unabhängig vom Alter des Tieres angeboten. Allerdings sinkt die Summe der Kostenübernahme mit fortschreitendem Alter. Meist werden bei älteren Tieren dennoch 80% übernommen. Bei Versicherungsabschluss muss der Tierbesitzer eine Reihe von Fragen beantworten. Bekannte Risiken werden in der Folge ausgeschlossen. Das sind meist alle Vorerkrankungen, aber auch die Folgen von Unfällen. Schon aus diesem Grund lohnt es sich, die OP Kostenversicherung sofort mit der Anschaffung des Tieres abzuschließen. Die Versicherung ist meist an eine Haftpflichtversicherung gekoppelt. Das bedeutet, ohne Tierhalterhaftpflichtversicherung ist eine OP- Kostenversicherung nicht möglich. Die OP- Kostenversicherung schließt vorbeugende Operationen meist aus. Das ist z. B. die Kastration. Dafür kann das Setzen eines Mikrochips wieder im Versicherungsumfang enthalten sein. Die OP- Kostenversicherung setzt nicht zwingend einen Klinikaufenthalt voraus. Sie kommt auch zum Tragen, wenn ein entsprechend ausgerüsteter Tierarzt die Operation durchführt. Tierbesitzer sollten vor Vertragsabschluss aber klären, ob die vorbereitenden Untersuchungen, Verbandmaterial und die Nachsorge im Versicherungsumfang enthalten sind. Die meisten Versicherer übernehmen auch die Kosten für einen mehrtägigen Klinikaufenthalt. Der Wert des Tieres spielt dabei keine Rolle.

Die Tierkrankenversicherung

Im Gegensatz zu einer OP Kostenversicherung ist eine Tierkrankenversicherung teuer. Hier spielt das Eintrittsalter des Tieres eine Rolle. Eine solche Versicherung lohnt meist nur bei sehr wertvollen Tieren, die zum Einkommen des Tierbesitzers beitragen. Eine solche Tierkrankenversicherung ist dennoch für viele Tierbesitzer eine wichtige Absicherung. Der Umfang muss zuvor verhandelt werden. Es gibt Versicherer, die fast alle tierärztlichen Anwendungen, inklusive Impfungen und Wurmkuren übernehmen. Die Tiere müssen jung versichert werden. Je älter sie sind, desto weniger Kosten werden in den meisten Fällen übernommen. Kommt es tatsächlich zu einer schweren Erkrankung, wie einem Diabetes bei Katzen, Arthrose beim Hund oder einer chronisch-obstruktiven Bronchitis beim Pferd, kann eine solche Krankenversicherung helfen, viel Geld zu sparen.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/10916/

Doping im Pferdesport

Pferde - News 5. Februar 2013

1. Einleitung

In Deutschland gibt es ungefähr 1,6 bis 1,7 Millionen Menschen, die aktiv Pferdesport betreiben und über einer Millionen Pferde und Ponys.

Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstitutes Ipos im Jahre 2001 und 2002. Der Dachverband des Reitsports in Deutschland ist die FN (Fèdèration Equestre Nationale)(siehe Anhang). Ihre Aufgabe ist unter anderem auch die Dopingbekämpfung. Dies versucht sie zum Beispiel durch die ADMR. Damit gemeint sind die Anti-Doping-und Medikamentenkontrollregeln. Diese Regeln sind seit 2010 gültig und Bestandteil der LPO (Leistungsprüfungsordnung), damit die schon langjährig geltenden Bestimmungen noch klarer zu verstehen und somit auch besser einzuhalten sind. Viele Leute stellen sich die Frage, wiso Doping denn überhaupt verboten ist. Das ist recht einfach zu beantworten, denn wäre Doping legal, wäre es sinnlos Turniere als Leistungsprüfungen auszurichten, denn es gäbe keine Chancengleichheit mehr und es wäre somit ein ungleicher und unfairer Wettkampf. Vielleicht wäre es fair allen Doping zu erlauben doch das Dopingverbot hat auch einen ethischen und gesundheitlichen Hintergrund, denn der Tierschutz und die physische und psychische Gesundheit des Pferdes steht im Pferdesport an erster Stelle! Doping erhöht außerdem das Risiko eines Unfalls. Hier geht insbesondere von Aufputschmitteln oder Beruhigungsmitteln eine große Gefahr aus, denn es können unkontrollierbare Nebenwirkungen wie zum Beispiel der Verlust der Selbstkontrolle des Pferdes auftreten.

In Deutschland ist die sogenannte Nulltolleranz festgeschrieben.

Das heißt zum Zeitpunkt des Wettkampfes dürfen sich keine verbotenen Substanzen im Körper des Pferdes befinden. Durch die neuen Testverfahren kann man also jede noch so kleine Menge einer verbotenen Substanz finden und wird dem entsprechend bestraft. Ich habe mir dir Frage gestellt: Wie weit kann der Mensch in die Natur eingreifen? Ich möchte die Probleme und Gefahren sowie Grenzen und Folgen von Doping im Pferdesport aufzeigen und dann diese Frage auf biologischer Ebene aufklären. Das Thema Pferdesport und Doping habe ich gewählt, weil ich selbst Turniere reite und ein Pferd besitze und mich die Aussage des Spitzenreiters Ludger Beerbaum in einem Interview vor einiger Zeit „Erlaubt ist, was nicht gefunden wird.“(Ludger Beerbaum, Interview 2009 FAZ) sehr beschäftigt hat. Ob Doping im Pferdesport wirklich so einfach zu erklären ist, das möchte ich auch herausfinden.
Zuerst werde ich mich damit auseinandersetzen, was man unter Doping überhaupt versteht. Dazu gehören verschiedene Dopingformen, Mittel und deren Wirkungsweise sowie die Risiken durch Doping. Dann möchte ich die Dopingkontrolle und die Folgen einer positiven Dopingprobe erklären. Des weiteren werde ich etwas zu Doping aus Versehen sagen, also über Medikamente auf der Dopingliste, und noch ein paar Beispiele aus dem Spitzensport bringen.

2. Was ist Doping?

„Doping ist die Verwendung von Substanzen oder die Anwendung verbotener Methoden, die in den Listen I und III der ADMR aufgeführt sind.“ (FN)
Diese Aussage der FN trifft es auf den Punkt, denn genau das ist Doping: Der Einsatz von verbotenen Substanzen oder Methoden. Manche nicht nur auf dem Turnier sondern auch im Training des Pferdes. Mit Hilfe dieser Substanzen und Methoden wird die Leistungsfähigkeit des Pferdes beeinflusst. Es gibt sehr viele Dopingformen mit
unterschiedlichen Wirkungsweisen jedoch genauso viele Risiken und Nebenwirkungen, die immer ein erhöhtes Unfallrisiko bergen. Schon ab Mitte des 17. Jahrhunderts gab es
in England die ersten „Dopingfälle“. Hierbei wurde Pferden Anregungsmittel (ähnlich den Stimulanzien) gegeben. Der Dopinggedanke an sich ist wahrscheinlich schon weitaus älter.

2.1 Dopingformen, Dopemittel, und ihre Wirkungsweise

Zu aller erst sei zu diesem Punkt gesagt, dass es nicht nur Doping mit positiver Wirkung
auf die Leistungsfähigkeit des Pferdes gibt. Es gibt also nicht nur Doping auf Sieg, wie man so schön sagt, sondern auch auf Niederlage. Die häufigste Form bleibt jedoch Doping auf Sieg, deshalb beginne ich mit dieser Art. Beim Doping auf Sieg, ist das Ziel, die natürliche Leistungsfähigkeit des Pferdes zu erhöhen. Der Leistungsbereich eines Pferdes wird in drei Teile eingeteilt: – Normale Leistungsbereitschaft – Trainingsreserven
und – autom geschützter Bereich. Der autom geschützte Bereich macht etwa 40% der gesamten Bereiche aus. Er bildet die Reserven für den Körper, die bei kurzzeitigen lebensbedrohlich Situationen mobilisiert werden können. Für das Flucht- und Lauftier Pferd in seiner natürlichen Umgebung überlebensnotwendig, denn wenn es von einem Raubtier angegriffen wurde konnte so durch schnelles Flüchten entkommen werden.
Jedoch fällt dabei der Schutz des Kreislaufs und des Bewegungsapparates vor Überlastung weg. Das heißt, das Pferd gibt in diesem Moment alles, so zusagen ohne Rücksicht auf Verluste, um sein Leben zu retten. Die Mobilisierung dieser Kräfte kann auch mit Hilfe von Stimulanzien (siehe Anhang), wie sie in Dopingfachkreisen genannt werden, erreicht werden. Das heißt, man spritzt dem Pferd Amphetamine, Ephedrin oder häufig auch Koffein. Die chemischen Strukturen dieser Mittel sind ähnlich des körpereigenen Stoffes Adrenalin, sie haben also die selbe Funktion, nämlich die Mobilisierung aller Kräfte. Da bei diesem Vorgang die Leistungsgrenze des Pferdes leicht überschritten werden kann, ist diese Art von Doping besonders gefährlich. Bei einer überhöhten Dosis von Stimulanzien reagiert das körpereigene Warnsystem nicht mehr und alle Reserven werden restlos aufgebraucht. Dies führt zu starker Erschöpfung wenn nicht sogar zum Herzstillstand und somit schließlich zum Tod. Der Einsatz von Stimulanzien zeigt noch andere Symptome wie Stress und Unruhe beim Pferd.(Siehe Anhang)

Es gibt aber auch die Form des Dopings auf Niederlage. Sie ist natürlich nicht so weit verbreitet wie das Doping auf Sieg, wird aber dennoch praktiziert. Beim Doping auf Niederlage werden dem Pferd Neuroleptika (siehe Anhang) oder Ataraktika verabreicht. Bereits geringe Dosen dieser Mittel können die Leistung des Pferde stark beeinflussen. Ataraktika verursachen Depressionen und die Abnahme des Muskeltonus. Unter anderem wird auch der Fluchtreflex des Pferdes ausgeschaltet, der bei einem Rennen über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Der Grund für Doping auf Niederlage kann zum Beispiel das Ausschalten der Konkurrenz sein.

Die dritt häufigste Art ist das Doping zur Wiederherstellung der normalen Leistung. Damit ist die medikamentöse Behandlung zur Schmerzausschaltung und Beseitigung geringer Lahmheiten gemeint. Oft verwendete, im Wettkampf jedoch verbotene Substanzen sind: Nichtsteroridale Antiphlogistika: Hierbei handelt es sich um entzündungshemmende Substanzen wie zum Beispiel Paracetamol. Dann gibt es noch die Lokalanästhetika. Das sind Mittel zur lokalen Schmerzausschaltung. Sie werden bei schon vorhandenen Lahmheiten eingesetzt, um den Schmerz auszuschalten, sodass
das Pferd wieder klar läuft. Diese Art des Dopings ist allerdings besonders gefährlich, denn wird das Pferd nach der Behandlung mit Lokalanästhetika im Sport eingesetzt,
kann es zu noch schlimmeren Verletzungen kommen, denn das Pferd belastet das
verletzte Bein genauso sehr wie die gesunden Beine, da es ja keinen Schmerz mehr spürt. Somit besteht die Gefahr, dass es sich noch schlimmere Verletzungen zuzieht und die Genesung dann mit viel Zeitaufwand und hohen Tierarztkosten verbunden ist.
Bei Schwellungen der Gelenke werden Glucocortikoide (siehe Anhang) gegeben. Sie haben eine rein symptomatische Wirkung. Das heißt, sie bewirken nur, dass die Schwellung zurückgeht und das Bein wieder normal aussieht. Außerdem wird der Stoffwechsel beeinflusst, sodass eine höhere Energiebereitstellung vorhanden ist.

Die vierte Form ist das Doping mit körpereigenen Substanzen. Es gibt einmal das Blut-Doping. Die Menge der roten Blutzellen im Körper bestimmt die Sauerstoffversorgung der Gewebe. Durch die Zugabe von Erythrozyten kann die Sauerstoffversorgung verbessert werden. Das Ermüdungsgefühl tritt nicht so schnell ein. Elektrolyte, Vitamine und Glucose dürfen nur über das Futter verabreicht werden.

Dann gibt es noch eine fünfte Art von Doping. Das physikalische Doping. Hier unterscheidet man allerdings auch zwischen mehreren Formen beziehungsweise Methoden. Neurektomie: Hier wird ein Nervenschnitt beim Pferd vorgenommen. Ein Nerv wird also operativ durchtrennt, sodass das Pferd dauerhaft lahmfrei geht. Diese Methode zur Schmerzausschaltung hat jedoch die selben Folgen wie der Einsatz von Lokalanästhetika. Das Pferd spürt keinen Schmerz mehr und belastet das kranke Bein genauso wie die gesunden Beine. Dies führt zur starken Verschlimmerung des Krankheitsprozesses. Der Nervenschnitt ist der letzte Schritt, um chronische Schmerzen auszuschalten. Das Pferd ist dann nur noch selten für den Sport unter dem Sattel zu gebrauchen. Elektrische Reize: Zu den verbotenen Methoden im Pferdesport gehören auch die Anwendung von elektrischen Reizen. Diese Methode ist häufiger im Rennsport zugegen. Dem Pferd werden mit Hilfe eines Elektroschockgerätes Stromschläge gegeben, die das Pferd dazu treiben bis zur und nicht selten über die Leistungsgrenze hinaus zu laufen. Auch das kann genau wie die Gabe von Stimulanzien zum Herzstillstand und somit zum Tod führen. Akupunktur: Auch Akupunktur ist im Reitsport verboten. Ob und wenn ja welche Wirkung die Akupunktur wirklich hat ist wissenschaftlich aber noch nicht genau erwiesen. Das Anbringen von spitzen Gegenständen am Sattel, den Reitstiefeln oder der Peitsche ist ebenfalls verboten und gehört auch zum Doping. Die Hyper- oder Desensibilisierung der Pferde durch Senföle oder Terpentine und anderen Mitteln ist ebenfalls eine Straftat, denn hierbei wird das Pferd schmerzempfindlicher oder schmerzunempfindlich gemacht. Eine weitere Art des Dopings ist das Gen-Doping. Das heißt der Transfer von Zellen oder genetischen Elementen zählt auch zum Doping, obwohl diese Form nur sehr schwer nachzuweisen ist.

2.2 Risiken durch Doping

Ein gewisses Unfallrisiko besteht im Pferdesport immer. Man arbeitet schließlich mit Tieren. Dazu kommt, dass das Pferd ein Fluchttier ist und bei Gefahr seinem natürlichen Fluchtinstinkt folgen wird. Durch Vorsichtsmaßnahmen kann das Risiko eines Unfalls eingedämmt werden. Zu diesen Vorsichtsmaßnahmen gehört auch das Dopingverbot. Durch Doping kann das Pferd und seine Leistung stark beeinflusst
werden. Doping beim Pferd kann ähnliche Wirkungen haben wie Alkohol oder Drogen im menschlichen Körper. Es kann zu Aggressivität und Depressionen oder zu Müdigkeit,
Konzentrationsschwierigkeiten, Unruhe und unkontrollierbarer Hyperaktivität kommen.
Man ist sozusagen „nicht mehr man selbst.“ Das Unfallrisiko wird damit drastisch
erhöht.

3. Die Dopingprobe

Eigentlich ist Dopingprobe ein eher fälschlicher Ausdruck. Man spricht von
Medikationskontrolle. Sie kann jederzeit während einer Veranstaltung durchgeführt werden. Wer kontrolliert wird, wird generell ausgelost. Besteht aber ein Verdachtsfall, kann jederzeit eine Medikationskontrolle vom Turniertierarzt oder von der Wettkampfleitung angeordnet werden. Jedes Pferd kann mehrmals während einer Veranstaltung geprüft werden.Gründe für den Verdachtsfall können zum Beispiel Einstichstellen, lokale Schwellungen, Übererregbarkeit, Zwangsbewegungen, Ganganomalien oder eine sprunghafte Formverbesserung des Pferdes sein. Die Probeentnahme ist streng vorgeschrieben und es gibt eine genau Anleitung für sie.
Zu Erst wird versucht den Urin des Pferdes aufzufangen. Das ist die einfachste Methode eine Körperflüssigkeit zu gewinnen, in der verbotene Substanzen nachgewiesen werden können. Setzt das Pferd während der Wartezeit von mindestens 30 Minuten keinen Urin ab, wird eine Blutprobe entnommen. Neu eingeführt wurden auch die Trainingskontrollen. Sie finden auch im Rahmen der FN statt und sind unangekündigt. Jedes Pferd kann wie am Turnier immer und zu jeder Zeit getestet werden. (Siehe Anhang)

3.1 Testverfahren

Sollte das Pferd aber Urin absetzen, wird dieser in zwei Behälter mit der Kennzeichnung A und B abgefüllt und sicher verschlossen. Wurde Blut abgenommen, so wird es in sechs dafür vorgesehene Blutröhrchen aufgeteilt. Vier davon mit dem Buchstaben A, die anderen zwei mit dem Buchstaben B. Im Labor angekommen werden die Behälter zunächst auf Unversehrtheit geprüft. Probe A wird zur Untersuchung genutzt, Probe B wird sicher aufbewahrt. Werden in Probe A verbotene Substanzen gefunden ist die Kontrolle positiv. Der Betroffene die Möglichkeit innerhalb einer Woche die Untersuchung von Probe B zu fordern. Er ist auch dazu aufgefordert Stellung zu den Vorwürfen zu nehmen. Sind in Probe A und B verbotene Substanzen gefunden worden oder der zugelassene Grenzwert überschritten liegt ein Verstoß vor.
Daraufhin wird sofort das Ordnungsverfahren eingeleitet.

3.2 Täuschungsmöglichkeiten

Es gibt einige Mittel, die den Nachweis von Doping erschweren. So zum Beispiel Vitamin B1, Sulfonamide, Metamizol oder Diuretika. Die Möglichkeiten Doping zu vertuschen sind fast unbegrenzt und es gibt immer Menschen, die sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um den Betrug nicht auffliegen zu lassen. Jeder Täuschungsversuch ist aber eine Straftat und hat rechtliche Konsequenzen.

4. Positive Dopingprobe – und jetzt?

Ist die Medikationskontrolle positiv, wird umgehend ein Ordnungsverfahren eingeleitet.
Ist dann der Einsatz von verbotenen Substanzen oder Methoden tatsächlich nachgewiesen wird der Betroffene vom Turnier vorläufig ausgeschlossen. Dies geschieht auch, wenn die Medikationskontrolle verweigert wird.

4.1 Folgen einer positiven Dopingprobe

Nach der vorläufigen Suspendierung wird das Verfahren von der Disziplinarkommission
der FN geführt und ist unabhängig besetzt. Die Höhe des Strafmaßes ist abhängig von der Art der nachgewiesenen verbotenen Substanz oder Methode. Liegt Doping in Form einer verbotenen Substanz oder Methode vor, beträgt die Sperrzeit in der Regel zwei Jahre. Bei einer unerlaubten Medikation beträgt sie mindestens einen Monat und kann bis auf ein Jahr ausgedehnt werden. Diese Zeiten gelten für den Reiter, für das Pferd gibt es meistens eine Sperre von acht Wochen. In beiden Fällen (Medikation oder Doping) kann jedoch unter speziellen Umständen von einer Sperre abgesehen oder die Sperrzeit herabgesetzt werden. So zum Beispiel wenn der Betroffene nachweisen kann, wie die verbotene Substanz in den Organismus des Pferdes gelangt ist, ohne dass er seine Sorgfaltspflicht verletzt hat. Zusätzlich zu der Sperre können Geldstrafen verhängt werden und alle Ergebnisse die das Pferd auf dem Turnier erzielte werden annulliert.

5. Doping aus Versehen? – Medikamente auf der Dopingliste

Es gibt in der Tat Doping aus Versehen, denn viele Medikamente (besonders Schmerzmittel) stehen auf der Dopingliste. Wird also das Pferd mit Medikamenten behandelt, sollte man immer gründlich prüfen, ob man dann an einem Turnier teilnehmen darf. Häufig passiert unabsichtliches Doping durch Unwissenheit und Unkenntnis des gesamten Wirkungsbereiches der Substanz. Dies passiert oft bei der Behandlung mit Medikamenten wie Antihistaminika, die bei einer Schmerztherapie als Begleitmedikament gegeben werden oder das Anti-Wurm-Mittel Anthelminthikum. Die gängigen Schmerzmittel zur Schmerzausschaltung (Lokalanästhetika) sind natürlich auch häufig in ungewollte Dopingfälle verwickelt. Auch Kombinationspräparate, in denen mehrere Substanzen gleichzeitig vorhanden sind und von denen der Reiter oder Besitzer vielleicht nicht einmal etwas weiß werden oft zum Verhängnis. Doch leider gilt auch im Reitsport wie so oft im Leben: „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.“ (VETION.de)

6.Beispiele aus dem Spitzensport

Das Doping im Pferdesport war schon immer ein heikles Thema unter den Spitzenreitern und es wird es auch weiterhin bleiben. Einige sind der Auffassung:
„Es ist völlig selbstverständlich, dass Stallinternes und Behandlungen von Pferden nur den Pferdebesitzer und letztlich das Stallpersonal angeht und niemanden anders.“(Isabell Werth, 2009, Interview ZDF). Entsprechend der Anzahl der Reiter, die so denken gibt es auch sehr viele gravierende Dopingfälle. So zum Beispiel bei Olympia 2008. Hier wurde gleich bei sechs Pferden verbotene Substanzen gefunden, darunter auch das Pferd Cöster des deutschen Reiters Christian Ahlmann. Bei ihm und drei weiteren Pferden wurde Capsaicin entdeckt. Diese Substanz ist ein Bestandteil einer Chilischote und sollte womöglich zur Durchblutungsförderung dienen. Möglich ist auch, dass eine Creme für die Vorderbeine des Pferdes benutzt worden war, die die Haut reizt und das Pferd so höher springen lässt, da es sonst große Schmerzen hat, wenn es
an eine der Stangen am Hindernis stößt. Christian Ahlmann wurde insgesamt für acht Monate gesperrt. Vier Jahre zuvor mussten die deutschen Springreiter ihr Gold aus Athen wieder abgeben, da bei dem Pferd Goldfever von Ludger Beerbaum ebenfalls eine verbotene Medikation festgestellt worden war. Er hatte gestanden sein Pferd mit Betamethason behandelt zu haben. Ein entzündungshemmendes und antiallergisch wirkendes Mittel. Doch nicht nur im Springsport gibt es Doping. Auch die Dressurreiterin und fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth muss sich 2008 für ihren Dopingfall bei ihrem Pferd Whisper rechtfertigen. Bei Wispher wurde auf das Beruhigungsmittel Fluphenazin positiv getestet.

7. Fazit

Doping ist verboten und nicht fair gegenüber anderen Teilnehmern und den Zuschauern eines Turnieres. Außerdem wird das Unfallrisiko erhöht und die Gesundheit des Pferdes gefährdet. Wie weit kann der Mensch in die Natur eingreifen? Man muss unterscheiden zwischen Können und Dürfen. Der Mensch kann sehr weit in die Natur eingreifen. Er kann mit Hilfe von Medikamenten oder bestimmten Methoden das Pferd zu Höchstleistungen und noch darüber hinaus bringen. Umgekehrt kann er es auch so mit Beruhigungsmitteln behandeln, dass es bei einem Rennen mit Sicherheit als Letztes im Ziel ankommt. Man kann ihm seine Schmerzen nehmen und damit gleichzeitig alles nur noch schlimmer machen, wenn man es weiter im Sport einsetzt. Andere Reiter, die Pferde wohl eher als Sportgeräte sehen, hyper- oder desensibilisieren ihre Pferde mit verbotenen Methoden und fügen ihnen somit Schmerzen zu. Es gibt die unmöglichsten Methoden die Natur eines Pferdes zu beeinflussen und zu verändern. Der Mensch schafft sich so sein Wunschpferd, dabei steht in den ethischen Grundsätzen des Pferdefreundes Grundsatz acht: „Die Nutzung des Pferde im Reit-, Fahr, und Voltigiersport muss sich an seiner Veranlagung, seinem Leistungsvermögen und seiner Leistungsbereitschaft orientieren. Die Beeinflussung des Leistunsvermögens durch medikamentöse sowie nicht pferdegerechte Einwirkung des Menschen ist abzulehnen und muss geahndet werden.“ Ich finde es gut, dass die FN sich große Mühe gibt in der Dopingbekämpfung. Schlecht ist es allerdings von den Reitern, die immer wieder gegen die Regeln verstoßen, indem sie ihre Pferde so behandeln, wie es ihnen passt. Das Pferd aber kann sich nicht wehren und sagen „Nein, ich will das nicht!“ und so muss es den Menschen vertrauen, denn wir sind für die Tiere verantwortlich. Leider wird dieses
Vertrauen immer wieder missbraucht und das wegen einer Medaille oder einer Schleife.
Dass es schon unabsichtliche Dopingfälle gegeben hat, ist nicht auszuschließen, ja sogar sehr wahrscheinlich. Das Pferd wurde vielleicht nicht mit bösen Absichten behandelt aber es bleibt dann trotzdem ein ungerechter Wettkampf. Ich glaube dass Doping durch bessere und vermehrte Kontrollen weiter eingedämmt werden kann, jedoch nie ganz aus den Köpfen der Reiter und Pferdebesitzer verschwinden wird, denn
der Sieg ist einigen wichtiger als das Wohlergehen des Pferdes.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/10960/

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