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Mit Pferden spielen

Pferde - News 7. Februar 2013

Was versteht man unter „Spielen“ Schauen wir mal ins Lexikon nach dann finden wir diese Erklärung:Spielen ist eine Tätigkeit,die ohne Zwang ausgeführt wird. Menschen und Tiere haben Freude an der Sache.

Bei Pferden sieht das Spielen anders aus.

Fohlen und junge Pferde haben einen sehr starken Spieltrieb und nutzen viel Zeit damit dieses auszuleben. Wenn sie laufen und jagen trainieren sie ihre Beweglichkeit und erfahren,wie die Kommunikation mit dem Artgenossen funktioniert.Pferde beim spielen zu beobachten macht sehr viel Freude.Doch für uns wäre es keine Freude da mitzumachen.
Pferde gehen aus unsere Sicht sehr grob miteinander um. Zwicken im Hals oder auch ein übermütiger Tritt würde uns blaue Flecken oder sogar gebrochene Knochen bescheren.

Aber auch wir können mit unserem Partner das Pferd spielen.

Wichtig beim spielen mit dem Pferd ist allerdings,das die Rangfolge von vornherein geklärt ist. Sie sollten also sich Spiele überlegen,in denen das Pferd sich nicht kräftemessend ihnen gegenüber stellt.Sie ziehen in so einem Fall den kürzeren. Ältere Pferde können sie durchaus auch motivieren mit ihnen zu spielen. Der Spieltrieb ist bei Pferden unterschiedlich ausgeprägt.
Aber wenn sie ihr Pferd kennen und es auf der Wiese beobachtet haben müssten sie wissen in wie weit ihr Pferd bereit ist mit ihnen zu spielen.

Hengste und Wallache bevorzugen Kampf und Machtspiele. Die Stuten lieber Rennspiele.
Wenn wir mit den Pferden spielen,sollten wir darauf achten,Spielideen zu nehmen,die das Lernen des Pferdes erleichtern. Unsere Pferde können uns aber durchaus Inspirationen dazu liefern. Sicherlich hat ihr Pferd irgendeine Vorliebe.

Was macht ihr Pferd wenn sie sich ihm nähern oder sich mit ihm beschäftigen?

Steckt es übermütig seinen Kopf in jede Tonne um nachzusehen,ob da etwas essbares drin sein könnte. Oder scharrt es mit den Hufen um ein Steinchen zu bewegen? Das sind alles Sachen, die sie in ihrem Spiel mit dem Pferd einbauen können. Wenn wir mit einem Pferd spielen können trotzdem unvorhergesehene Dinge passieren. Nehmen sie es mit Humor und lachen sie darüber. Es soll ja Spass machen.

Die Zeit die sie mit ihrem Pferd verbringen ist ihre Freizeit,in der sie Freude haben sollten.

Beim spielen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten ihrem Pferd zu sagen,es hat es richtig gemacht. Da wäre zum ersten die Stimme mit einem deutlichen Lob,das Leckerlie oder auch zum Beispiel ein Clicker. Clickertraining ist eine sehr abwechslungsreiche Form des Lobens. Es gehört aber auch ein wenig Übung dazu. Ein kleines Beispiel zum Clicker.
Mein Pferd soll lernen die Pylone mit dem Maul aufzuheben. Lobe ich jetzt mein Pferd mit einem Leckerlie,weil es korrekt war,muss es die Pylone loslassen um das Leckerlie zu nehmen. Folglich würde es die Belohnung für das Loslassen bekommen,was ja nicht erwünscht war.
Mit dem Clicker kann ich genau diese Situation loben,die von mir gefordert war. Das Pferd hebt die Pylone auf und ich clickere weil es richtig war. Somit hat mein Pferd verstanden,das es um das Aufheben eines Gegenstandes ging. Bei sehr unternehmungslustigen Pferden kann man eine andere Form des Spieles nehmen. Es nennt sich freies Spiel.

Freies Spiel erfordert Geduld wenn man etwas bestimmtes erreichen möchte,aber auch die Kreativität des Pferdes und des Menschen.

Ein kleines Beispiel hierzu.
Ihr Pferd hat einen leeren Eimer und kann diesen entweder umschubsen oder vor sich herwollen oder aber den Griff ins Maul nehme,n und den Eimer tragen.Sie warten einfach ab was ihr Pferd mir dem Eimer anstellt.
Somit ist ihr Pferd auf sich alleine gestellt und bekommt keine Hilfen von ihnen. Sollten sie sich also vorgenommen haben,das das Pferd den Eimer trägt warten sie ab bis ihr Pferd genau diese Aktion mit dem Eimer macht und dann loben sie es. Ein lernbergieriges Pferd wir’s sehr schnell begreifen,was es tun soll. Achten sie beim spielen immer auf die Zeit. Stundenlanges Spielen wäre nicht sinnvoll,weil es für das Pferd sehr anstrengend ist. Etwa eine halbe Stunde würde durchaus ausreichen und ihr Pferd würde auch nicht die Lust am spielen verlieren.

Ihren Fantasien im Bezug auf „Pferdespiele“ sind keine Grenzen gesetzt.

Sie könnten eine Kissenschlacht mit ihrem Pferd machen. Dazu müssen sie ihrem Pferd erstmal beibringen,das Kissen ins Maul zu nehmen und es dann zu werfen. Legen sie ein Kissen vor ihrem Pferd und warten sie erstmal ab wie ihr Pferd reagiert.
Pferde sind von Natur aus sehr neugierig. Es wird also irgendwann anfangen dieses Kissen zu beschnuppern. Loben sie sofort diese Reaktion,dann sind sie schon ein Stück weiter an ihrem Vorhaben. Sollte Ihr Pferd es mit dem Huf bearbeiten korrigieren sie es freundlich.
Sobald ihr Pferd es wieder mit dem Maul untersucht loben sie erneut. Ihr Pferd wird begreifen,das das die gewünschte Reaktion ist. Nun können sie einen Schritt weiter gehen und ihrem Pferd das Kissen ans Maul halten. Sollte ihr Pferd das Kommando „Nimm“ kennen,wenden sie diese an wenn das Kissen sich am Pferdemaul befindet. Bei allen anderen Pferden sprechen sie diese Kommando jedesmal aus wenn sie das Kissen ihrem Pferd vor das Maul halten. Ihr Pferd wird schnell den Zusammenhang erkennen.
Sobald ihr Pferd jetzt versucht dieses Kissen ins Maul zu nehmen loben sie es. Wieder ein kleinen Schritt weiter. Nun müssen sie ihrem Pferd auch noch beibringen besagtes Kissen im Maul zu halten und es dann mit einem Kopfnicken zu werfen. Wenn ihr Pferd das Kissen im Maul hat und es nicht sofort wieder fallenläßt wieder loben. Nach einigen Anläufen sollte ihr Pferd es Begriffen haben. Genauso müssen sie Vorgehen um das Kissen ein wenig zu werfen. Es erfordert viel Geduld vom Menschen. Geben sie nicht auf und gehen sie einen kleinen Schritt zurück mit dem Training,wenn sie merken,das ihr Pferd es noch nicht verstanden hat.

Auf jeden Fall sollten sie in der Zeit des Trainings Freude mit ihrem Pferd haben.

Es gibt unzählige Möglichkeiten ihrem Pferd denTag zu versüßen. Ein wenig Kopfarbeit hat noch keinem Pferd geschadet. Die besten Erfolge erzielen sie,wenn sie ihr Pferd einen Tag nach dem Training Pause gönnen um das gelernte etwas zu verinnerlichen. Es kann dann über die Sachen „nachdenken“. Ihr Pferd sollte jeden Tag mit Freude und voller Erwartung auf sie zukommen. Denn nur ein williges und aufgewecktes Pferd macht Spass damit zu arbeiten.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/12099/

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