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Ihr Pferd wird älter?- Das ändert sich!

Pferde - News 17. November 2014

Wenn ein Pferd älter wird, kommt es zu zahlreichen Veränderungen in seinem Körper. Wie beim Menschen bringt dieser neue Lebensabschnitt deswegen auch neue Bedürfnisse für das Tier mit sich.

Wann aber ist ein Pferd „alt“?

Das ist nicht nur vom reinen Lebensalter Ihres Tieres abhängig. Entscheidend ist auch, wie das Pferd in seinem Leben behandelt und gepflegt wurde. Zwar gilt ein Alter von 20 Jahren als Faustregel für ein „altes“ Pferd, schlussendlich ist die Gesundheit des Tieres aber immer eine individuelle Angelegenheit: Wenn ein Pferd gut und artgerecht gehalten wurde, wenn es aus gesunder Aufzucht stammt und fachkundig und schonend geritten wurde und eine gute Ernährung erhalten hat, kann es auch dann durchaus noch fit und gesund sein.

Woran erkenne ich, dass mein Pferd alt wird?

Dass Ihr Pferd älter wird, erkennen Sie bereits an zahlreichen äußerlichen Veränderungen:

  • Ihr Pferd bekommt graue Haare, vor allem um Ohren, Augen, Maul und auf der Stirn;
  • Die Haut Ihres Pferdes verliert ihre Elastizität;
  • Ihr Tier verliert Muskelmasse;
  • Die Unterlippe des Pferdes hängt herunter;
  • Die Augen trüben sich ein;
  • Der Rücken Ihres Pferdes hängt durch, der Widerrist tritt deutlich hervor;
  • Ihr Pferd hat weniger Appetit als früher, es frisst langsamer und hat eventuell
  • Schwierigkeiten beim Kauen;
  • Viele Pferde bekommen im Alter ein längeres Fell und werden etwas lockiger.

Was passiert im Körper meines Pferdes im Alter?

Ein Problem, das viele alte Pferde betrifft, ist die starke Abnutzung des Gebisses. Die Zähne nutzen ab, durch den Verlust von Zähnen kommt es zu einer Verschiebung der Schneidezähne. Wenn Ihr Pferd sein Futter nicht mehr gut kauen kann, führt das zu Schluckbeschwerden und daraus resultierend zu Problemen mit der Verdauung. Deswegen ist es besonders bei alten Pferden wichtig, regelmäßig das Gebiss zu kontrollieren und Zahnschäden gegebenenfalls umgehend behandeln zu lassen. Ansonsten wird Ihr Tier erhebliche Probleme bei der Nahrungsaufnahme bekommen, die schnell zu Muskelverlust oder Koliken führen können.

Neben dieser offensichtlichen Veränderung wandelt sich auch der Stoffwechsel des Pferdes. Das Herz, die Leber und die Nieren arbeiten nicht mehr so gut wie in jungen Jahren. Auch der Hormonhaushalt des Tieres verändert sich und die Verdauung wird empfindlicher. Aus diesen Veränderungen können unterschiedliche Krankheiten und Beschwerden entstehen.

Welche Beschwerden kann mein altes Pferd bekommen?

Ältere Pferde leiden häufig unter besonders kaltem oder feuchtem Wetter. Durch den Verlust von Muskelmasse und Unterhautfett sind sie nicht mehr so gut vor den Belastungen durch solche Wetterlagen geschützt. Zudem findet man bei vielen alten Pferden eine Arthrose, also einen Verschleiß der Gelenke, der bis zur Gelenkentzündung führen kann. Häufig bei älteren Pferden ist, dass die Steifheit der Gelenke und Muskeln nach einigen Minuten Bewegung nachlässt oder verschwindet.

Der bereits angesprochene Verschleiß des Gebisses kann sich leider auf vielfältige Weise zeigen. Alte Zähne haben oftmals Kanten und Haken – und Ihr Pferd Schmerzen beim Fressen. Zudem kann das Pferd sich durch sein defektes Gebiss selbst im Mundraum an Zunge und Backen verletzen. Auch Entzündungen des Zahnfleisches und der Zahnwurzeln sind leider recht häufig.

Der herabgesetzte Stoffwechsel und die Veränderung der inneren Organe führen zum Verlust des Appetits und damit auch zum Verlust an Gewicht. Sollte dieser Zustand länger bestehen, lassen sich auch Veränderungen im Verhalten Ihres Pferdes beobachten: Das Pferd wirkt nervöser als früher, es läuft oft im Kreis oder presst einen Kopf gegen die Wand. Diese Verhaltensänderungen sind ein deutliches Zeichen für eine Einschränkung der Leber- und Nierenfunktion.

Durch Veränderungen an der Hypophyse, einer Hormondrüse im Gehirn des Tieres, gerät der Hormonhaushalt in ein Ungleichgewicht. Erkennbar ist dies durch vermehrte Flüssigkeitsaufnahme und entsprechend erhöhten Absatz von Urin. Ein weiteres Anzeichen ist ein dickes, langes Fell, das nicht mehr gewechselt wird. Durch das hormonelle Ungleichgewicht kann es auch vermehrt zur Hufrehe, also einer Entzündung der Klauenlederhaut kommen. Diese Erkrankung stellt eine ernsthafte Gefährdung für Ihr Pferd dar. Deswegen ist die häufige und regelmäßige Kontrolle der Hufe bei älteren Pferden zwingend notwendig.

Die Ernährung Ihres alten Pferdes

Pferdefutter

©www.kristallkraft-pferdefutter.de

Einen besonders wichtigen Anteil am Wohlbefinden Ihres Pferdes hat seine Ernährung. Dies gilt selbstverständlich nicht nur im Alter, sondern in jedem Lebensabschnitt. Aufgrund der vermehrten Probleme, die bei der Nahrungsaufnahme und der Verdauung im Alter entstehen können, ist eine gute und angepasste Ernährung Ihres Seniors jedoch besonders wichtig. Entsprechend der Belastungen, die durch das alternde Gebiss entstehen, ist die Gabe von leichter zu kauendem Futter empfehlenswert. Auch sollte der Anteil an schwer verdaulichen Stoffen wie zum Beispiel Stroh verringert werden.

Um den Stoffwechsel Ihres Pferdes zu unterstützen, kann es sinnvoll sein, die Ernährung durch die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln zu fördern. Wichtig hierbei ist die Wahl von Zusätzen, welche die Verdauung Ihres Tieres dem Alter entsprechend sanft stärken und möglichst auch seinem allgemeinen Wohlbefinden zuträglich sind. Ein gutes Beispiel für natürliche, schonende und mineralreiche Zusatzfutter auch für alte Pferde sind die Produkte von Kristallkraft-pferdefutter. In jedem Fall sollten Sie die Gabe von Nahrungsergänzungen mit Experten mit der entsprechenden Erfahrung bei der Ernährung älterer Pferde besprechen, um die beste Lösung für Ihr Tier zu finden.

Bewegen Sie ihr altes Pferd – es wird es Ihnen danken!

Auch wenn Ihr Pferd älter wird, verliert es nicht automatisch die Lust an der Bewegung oder sein Bedürfnis nach Sozialkontakten. Deswegen sollten Sie auch ein älteres Tier regelmäßig bewegen. Wichtig hierbei ist, dass die Bewegung dem Zustand und der Leistungsfähigkeit des Pferdes angepasst wird. Viele ältere Pferde entwickeln ihr Winterfell bereits im Spätsommer und geraten deshalb in dieser Jahreszeit leichter ins Schwitzen. Um eine Überlastung des Kreislaufs zu vermeiden, sollte die Anstrengung für das Tier also entsprechend verringert werden. Da Herbst und Winter die Arthrose bei älteren Pferden negativ beeinflussen, sollten Sie in dieser Zeit besonders darauf achten, dass Ihr Pferd warm und trocken gehalten wird. Auch ein älteres Pferd braucht Platz, um sich wälzen zu können. Zusätzlich zur Pflege seiner Haut erhält es so wichtige Bewegung, um seine Muskeln leistungsfähig zu halten.

Wenn Ihr Pferd altert, erfordert es in vielen Bereichen mehr Aufmerksamkeit und bewusste Pflege. Wenn Sie jedoch wissen, worauf Sie achten müssen und Ihr Tier entsprechend behandeln, wird es Ihnen bis ins hohe Alter jeden Tag aufs Neue seine Lebensfreude schenken.

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