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Pferde im Winter auf die Weide oder eher nicht?

Pferde - News 21. Februar 2013

Pferd im Winter

Dieter Schütz / pixelio.de

In den meisten Fällen ist es so, dass Pferdebesitzer sich liebevoll und fürsorglich um ihre Pferde kümmern – und dies nicht nur in Frühling, Sommer und Herbst, sondern natürlich auch im Winter. Allerdings scheiden sich an der Stelle die Geister, wenn es um die Frage geht, ob ein Pferd im Winter auf die Weide gehören oder eher nicht.

Grundsätzlich sei einmal dazu gesagt, dass Pferde sehr temperamentvolle Tiere sind, die sich mit Begeisterung bewegen.

Letztendlich bedeutet, dass sie sich natürlich lieber auf freier Ebene aufhalten als in einem beengten Stall im Winter. Treibt man allerdings sein Tier im Bereich der Gefrierpunkte auf die Weide, kommt es auf dazu, dass überbesorgte Tierliebhaber, das Kreisveterinäramt verständigen, weil sie annehmen, dass es sich hierbei um grausame Tierquälerei handelt Dies trifft jedoch nach Ansichten von Veterinärmedizinern nicht zu. Im Gegenteil. Ein Pferd mag frostiges Wetter und ebenso wie bei den meisten anderen Tieren auch, passt sich auch das Fell des Pferd den Winter Temperaturen an. Darüber hinaus ist auch der gefrorene trockene Boden sehr gut für die eher empfindlichen Hute und Fesseln der Tiere, während es bei wärmeren und matschigen Witterungsbedingungen vermehrt zu Mauke und Stahlfäule kommt.

Auch bei Frostwetter ist es daher problemlos möglich

Die Tiere einige Stunden auf die Weide zu führen, wobei gleichzeitig der wichtige Aspekt, dass ein Pferd den sozialen Kontakt zu anderen Pferd dringend benötigen, abgedeckt ist. Was grundsätzlich zu beachten ist, ist die Tatsache, dass Pferde keinesfalls dem Regenwetter im Herbst und in der frühen Frühlingszeit ausgesetzt sein sollten, da Pferde durchaus anfällig sind für Erkältungen, so dass ihnen der Niederschlag nicht guttut.

Mit Pferden spielen

Pferde - News 7. Februar 2013

Was versteht man unter „Spielen“ Schauen wir mal ins Lexikon nach dann finden wir diese Erklärung:Spielen ist eine Tätigkeit,die ohne Zwang ausgeführt wird. Menschen und Tiere haben Freude an der Sache.

Bei Pferden sieht das Spielen anders aus.

Fohlen und junge Pferde haben einen sehr starken Spieltrieb und nutzen viel Zeit damit dieses auszuleben. Wenn sie laufen und jagen trainieren sie ihre Beweglichkeit und erfahren,wie die Kommunikation mit dem Artgenossen funktioniert.Pferde beim spielen zu beobachten macht sehr viel Freude.Doch für uns wäre es keine Freude da mitzumachen.
Pferde gehen aus unsere Sicht sehr grob miteinander um. Zwicken im Hals oder auch ein übermütiger Tritt würde uns blaue Flecken oder sogar gebrochene Knochen bescheren.

Aber auch wir können mit unserem Partner das Pferd spielen.

Wichtig beim spielen mit dem Pferd ist allerdings,das die Rangfolge von vornherein geklärt ist. Sie sollten also sich Spiele überlegen,in denen das Pferd sich nicht kräftemessend ihnen gegenüber stellt.Sie ziehen in so einem Fall den kürzeren. Ältere Pferde können sie durchaus auch motivieren mit ihnen zu spielen. Der Spieltrieb ist bei Pferden unterschiedlich ausgeprägt.
Aber wenn sie ihr Pferd kennen und es auf der Wiese beobachtet haben müssten sie wissen in wie weit ihr Pferd bereit ist mit ihnen zu spielen.

Hengste und Wallache bevorzugen Kampf und Machtspiele. Die Stuten lieber Rennspiele.
Wenn wir mit den Pferden spielen,sollten wir darauf achten,Spielideen zu nehmen,die das Lernen des Pferdes erleichtern. Unsere Pferde können uns aber durchaus Inspirationen dazu liefern. Sicherlich hat ihr Pferd irgendeine Vorliebe.

Was macht ihr Pferd wenn sie sich ihm nähern oder sich mit ihm beschäftigen?

Steckt es übermütig seinen Kopf in jede Tonne um nachzusehen,ob da etwas essbares drin sein könnte. Oder scharrt es mit den Hufen um ein Steinchen zu bewegen? Das sind alles Sachen, die sie in ihrem Spiel mit dem Pferd einbauen können. Wenn wir mit einem Pferd spielen können trotzdem unvorhergesehene Dinge passieren. Nehmen sie es mit Humor und lachen sie darüber. Es soll ja Spass machen.

Die Zeit die sie mit ihrem Pferd verbringen ist ihre Freizeit,in der sie Freude haben sollten.

Beim spielen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten ihrem Pferd zu sagen,es hat es richtig gemacht. Da wäre zum ersten die Stimme mit einem deutlichen Lob,das Leckerlie oder auch zum Beispiel ein Clicker. Clickertraining ist eine sehr abwechslungsreiche Form des Lobens. Es gehört aber auch ein wenig Übung dazu. Ein kleines Beispiel zum Clicker.
Mein Pferd soll lernen die Pylone mit dem Maul aufzuheben. Lobe ich jetzt mein Pferd mit einem Leckerlie,weil es korrekt war,muss es die Pylone loslassen um das Leckerlie zu nehmen. Folglich würde es die Belohnung für das Loslassen bekommen,was ja nicht erwünscht war.
Mit dem Clicker kann ich genau diese Situation loben,die von mir gefordert war. Das Pferd hebt die Pylone auf und ich clickere weil es richtig war. Somit hat mein Pferd verstanden,das es um das Aufheben eines Gegenstandes ging. Bei sehr unternehmungslustigen Pferden kann man eine andere Form des Spieles nehmen. Es nennt sich freies Spiel.

Freies Spiel erfordert Geduld wenn man etwas bestimmtes erreichen möchte,aber auch die Kreativität des Pferdes und des Menschen.

Ein kleines Beispiel hierzu.
Ihr Pferd hat einen leeren Eimer und kann diesen entweder umschubsen oder vor sich herwollen oder aber den Griff ins Maul nehme,n und den Eimer tragen.Sie warten einfach ab was ihr Pferd mir dem Eimer anstellt.
Somit ist ihr Pferd auf sich alleine gestellt und bekommt keine Hilfen von ihnen. Sollten sie sich also vorgenommen haben,das das Pferd den Eimer trägt warten sie ab bis ihr Pferd genau diese Aktion mit dem Eimer macht und dann loben sie es. Ein lernbergieriges Pferd wir’s sehr schnell begreifen,was es tun soll. Achten sie beim spielen immer auf die Zeit. Stundenlanges Spielen wäre nicht sinnvoll,weil es für das Pferd sehr anstrengend ist. Etwa eine halbe Stunde würde durchaus ausreichen und ihr Pferd würde auch nicht die Lust am spielen verlieren.

Ihren Fantasien im Bezug auf „Pferdespiele“ sind keine Grenzen gesetzt.

Sie könnten eine Kissenschlacht mit ihrem Pferd machen. Dazu müssen sie ihrem Pferd erstmal beibringen,das Kissen ins Maul zu nehmen und es dann zu werfen. Legen sie ein Kissen vor ihrem Pferd und warten sie erstmal ab wie ihr Pferd reagiert.
Pferde sind von Natur aus sehr neugierig. Es wird also irgendwann anfangen dieses Kissen zu beschnuppern. Loben sie sofort diese Reaktion,dann sind sie schon ein Stück weiter an ihrem Vorhaben. Sollte Ihr Pferd es mit dem Huf bearbeiten korrigieren sie es freundlich.
Sobald ihr Pferd es wieder mit dem Maul untersucht loben sie erneut. Ihr Pferd wird begreifen,das das die gewünschte Reaktion ist. Nun können sie einen Schritt weiter gehen und ihrem Pferd das Kissen ans Maul halten. Sollte ihr Pferd das Kommando „Nimm“ kennen,wenden sie diese an wenn das Kissen sich am Pferdemaul befindet. Bei allen anderen Pferden sprechen sie diese Kommando jedesmal aus wenn sie das Kissen ihrem Pferd vor das Maul halten. Ihr Pferd wird schnell den Zusammenhang erkennen.
Sobald ihr Pferd jetzt versucht dieses Kissen ins Maul zu nehmen loben sie es. Wieder ein kleinen Schritt weiter. Nun müssen sie ihrem Pferd auch noch beibringen besagtes Kissen im Maul zu halten und es dann mit einem Kopfnicken zu werfen. Wenn ihr Pferd das Kissen im Maul hat und es nicht sofort wieder fallenläßt wieder loben. Nach einigen Anläufen sollte ihr Pferd es Begriffen haben. Genauso müssen sie Vorgehen um das Kissen ein wenig zu werfen. Es erfordert viel Geduld vom Menschen. Geben sie nicht auf und gehen sie einen kleinen Schritt zurück mit dem Training,wenn sie merken,das ihr Pferd es noch nicht verstanden hat.

Auf jeden Fall sollten sie in der Zeit des Trainings Freude mit ihrem Pferd haben.

Es gibt unzählige Möglichkeiten ihrem Pferd denTag zu versüßen. Ein wenig Kopfarbeit hat noch keinem Pferd geschadet. Die besten Erfolge erzielen sie,wenn sie ihr Pferd einen Tag nach dem Training Pause gönnen um das gelernte etwas zu verinnerlichen. Es kann dann über die Sachen „nachdenken“. Ihr Pferd sollte jeden Tag mit Freude und voller Erwartung auf sie zukommen. Denn nur ein williges und aufgewecktes Pferd macht Spass damit zu arbeiten.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/12099/

Mit Pferden durch die Lüneburger Heide

Pferde - News 5. Februar 2013

Es ist überall das gleiche Bild, nur die Regionen ändern sich: Reiter, die ihre Pferde striegeln, Hufe auskratzen, das Zaumzeug säubern, aufsatteln, noch einmal prüfen, ob der Sattelgurt fest genug sittz, und im Schritt aus dem Hoftor klappern, um in den Morgen hineinzureiten. Nehmen wir als drittes Beispiel die Heideregion um Uelzen in Niedersachsen. Dort bietet der fünftägige Göhrde-Ritt, der durch ein ausgedehntes Waldgebiet führt, herrliche Landschaftserlebnisse. Statpunkt ist Suhlendorf im Osten der Lüneburger Heide, in der Nähe des Naturparks Elbufer-Drawehn. Gleich am Anreisetag geht´s noch ins Gelände, weniger um die Landschaft kennenzulernen, als um mit dem Pferd vbertraut zu werden das einen die nächsten fünf Tage sicher durch die Lande tragen soll

Eines der ersten Ziele ist der Findlingspark Reddereitz, in dem ? chronologisch geordnet- mehrere Hinkelsteine aufgestellt sind, die in den verschiedenen Eiszeiten hier und anderswo gelagert wurden. Weiter geht es in Richtung Göhrde, wo die Besichtigung des Jagdschlosses Göhrde auf dem Programm steht. Gegessen wird zwischendurch an der ?Grünen Tafel?- sprich an einem schönen Platz wo auf einem weiß gedeckten Tisch kulinarische Genüsse auf die Reiter warten. Die Stärkung für den Magen und ein wenig Entspannung für die Beine sind willkommen, bevor man die Nachmittagsetappe zur Wanderreitstation antritt. Dort wiederholen sich abends die Handgriffe- absatteln, Pferde u.U. ein wenig mit Stroh trocken reiben, füttern-, ehe man sich schließlich an den zünftig gedeckten Tisch settz und das warme Abendessen so richtig genißet. Übernachtet wird im Bett.-auf Wunsch auch im Heu! Reiter sind naturverbunden, aber nicht immer die reinen Naturburschen.Trotzdem: Zu viel Luxus verträgt sich nicht mit dem Gefühl von Freiheit und Abenteuer.

Bei der Pferdeflüsterin

Dass Pferde mit uns kommunizieren ist keine neue Erkenntnis. Weil jedoch viele Pferdebesitzer ihre Tiere viel zu wenig verstehen, sind Probleme vorprogrammiert. Nicht so in Bad Saarow bei Andrea Kutsch: Sie hat ihr Fachwissen von keinem Geringeren als Monty Roberts, dem legendären Pferdeflüsterer aus Kalifornien. In Zusammenarbeit mit der Universität Zürich bietet die Pferdefachfrau-weltweit einzigartig- seit 2006 ein dreijähriges Studium der ?Pferdekommunikationswissenschaft? an. Natürlich- Sie wollen nicht studieren sondern etwas spannendes erleben! Etwa alle sechs Wochen finden Besuchstage in Bad Saarow statt, bei denen nicht nur Pferdenarren begeistert zzusehen, wie schön und einfach die Unterhaltung mit Pferden sein kann. Außerdem führt Andrea Kutsch persönlich oder eine / einer der Studenten bzw. Studentinnen jeweils Sonntags über den Campus und stellt die Arbeit vor, die in Pferdekreisen bis hin zum englischen Königshaus für Aufregung gesorgt hat. Worum geht es in der Akademie, zu deren Team neben Verhaltensforschern auch Tiermedizinern der Hochschulen in Hannover und Zürich sowie der Europa-Universität Viadrina gehören- und natürlich Monty Roberts, Vorbild für den Film ?der Pferdeflüsterer? mit Robert Redford in der Hauptrolle? In Bad Saarow erlernt man ?Equus?, die ?Sprache der Pferde? und damit eine gewaltfreie Kommunikation!

Der ungewöhnlichste Hörsaal der Welt

In einem der wohl ungewöhnlichsten Hörsääle der Welt versucht Andre Kutsch ihren Studenten die für den Laien kaum wahrnehmbaren Zwiegespräche zwischen Tier und Mensch zu vermitteln. Join-up nennt sich das Kommunikatonstraining im Round Pen, einer Art Manege, in der die Annäherung zwichen Mensch und Tier stattfindet und das Pferd Vertrauen fasst.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/127/

Pferdeflüstern: Keine Magie

Pferde - News 5. Februar 2013

Eine besondere Form der Magie? Nicht die Spur. Und im Flüsterton spricht auch niemand mit den Pferden. Es geht um die wortlose Verständigung mit dem Tier. Warum, so mag sich mancher verwundert fragen, ist dies überhaupt wichtig? Viele Reiter klagen über die Pferde, die steigen, sich nicht verladen lassen, aggressiv reagieren und ausschlagen, die bissig sind oder im Gelände partout über keine Brücke gehen wollen. Hier können die Experten der Akademie künftig Abhilfe schaffen.

Keine Showveranstaltung

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ein Showprogramm, das an Zirkusvorstellungen erinnert, wird man an den Besuchertagen nicht zu sehen bekommen. Doch gebannt wird man verfolgen, wie Andreas Kutsch in den Round Pen tritt und beim Join-up innerhalb kürzester Zeit ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Pferd und ihrer Person aufbaut.?Mit dem Pferd sprechen, nutzt wenig, denn es versteht unsere Sprache nicht?, so andrea Kutsch. Anders unsere Körpersprache. Die Pferdeflüsterin öffnet ihre Hand und fixiert das Pferd mit den Augen, enie Gestik von Raubtieren. Das Pferd setzt zur Fluicht an und fällt in den Galopp. Dann verlangsamt Andrea Kutsch ihre Bewegungen, schließt Hände und Augen, senkt die Arme und wirkt damit harmlos auf das Pferd, das daraufhin seinen Schritt verlangsamt. Fasziniert verfolgt man als Zuschauer, wie Andrea Kutsch die Augen ganz abwendet und die Schultern in einem 45-Grad-Winkel vom Pferd wegdreht, das sogleich zutraulich zu ihr in die Mitte des Platzes kommt und ihr sogar folgt.

Die Körperhaltung, der entsprechende Blickkontakt und die Gestik vermitteln dem Tier Schutz und Sicherheit-Voraussetzung für jede weitere, stets gewaltfreie Arbeit mit ihm. 4000 Studenten haben sich für das erste Studienjahr in der Privatuniversität beworben- 40 Studienplätze standen bereit. Diejenigen, die die Aufnahmeprüfung bestanden haben, berichten voller Stolz von dem anspruchsvollen Lernprogramm, auf einem hohen Ross sitzen sie deswegen jedoch noch lange nicht.

Einstieg ins Kutscherleben

Waren Sie schonmal in Weimar? Haben Goethes Wohnhaus besichtigt und ehrfurchtsvoll vor der Kutsche gestanden, in der der Dichter einst durch die thüringische Landschaft gerollt ist? Und haben Sie dann vielleicht von der ?guten alten Zeit? geträumt, als Kutschen noch das Straßenbild bestimmten? Haben Sie vielleicht überlegt, wie es wäre, wenn Sie selbst oben auf ddem Kutschbock säßen? Dann zögern Sie nicht! Goethes Gefährt wird man Ihnen nicht überlassen. Allerdings böte sich das Saarland an, genauer gesagt der kleine Ort Schwalbach, um ein- oder zweispännig kutschieren zu lernen.Zumindest ein bischen! ?Kutschenfahren ist gefährlicher als Reiten.? Man stutzt- aber das sagt einer, der es wissen muss: Michael Haas vom Hotel Mühlenthal.? Und wer glaubt, es in einem Crashkurs erlernen zu können, der irrt.? Allerdings, und das ist die gute Nachricht, kann man im Hotel Mühlenthal unter Anleitung eines professionellen, staatlich geprüften Fahrwarts FN herausfinden, ob das Spiel mit den Fahrleinen überhaupt das Richtige ist. Zur Verfügung stehen vier hervorragend ausgebildete Kutschenpferde, die sicher im Umgang sind. Denn nicht jedes Pferd ist zum Fahren geeignet. Der Unterricht erfolgt individuell und praxisnah.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/127/

Pferdesteuer

Pferde - News 5. Februar 2013

Pferdesteuer satt

Die „Pferdesteuer“ ist ein Thema, das seit Jahren gärt. Doch nun brodelte es in Hessen erneut hoch und zwar mit erschreckenden Zahlen. Die Pferdesteuerbefürworter werden immer stärker – und das hat seine Gründe.

Wir Pferdebesitzer in Niedersachsen machen uns zurzeit wenig Sorgen, ist doch unsere Lobby doch ungleich stärker, als die der hessischen Reiter. 178.000 Pferde und Ponys sind im Niedersachsen gemeldet. 750 € pro Jahr wurden jüngst in hessischen Gemeinderäten als Pferdesteuersatz diskutiert. Auf Niedersachsens Vierbeiner umgesetzt ergäbe das eine Summe von 13.350.000 €, die sich über die chronisch gebeutelten Gemeindekassen ergießen könnte. Wie lange werden niedersächsische Gemeinden da wohl noch standhaft bleiben?

An und für sich ist das Thema ja nichts Neues, aber wir Reiter sollten uns mal fragen, warum die Befürworter der Pferdesteuer so zugenommen haben und warum sie plötzlich mit solcher Verve gegen uns vorgehen. Noch nie vorher war eine solche Summe im Gespräch. Die Befürworter der Pferdesteuer sind sich ihrer Sache im Ansehen der Öffentlichkeit offenbar sehr sicher. Sie führen regelmäßig den Vergleich zur Hundesteuer an.

Sind Pferde und Hunde vergleichbar?

Die Hundesteuer ist jedoch eine sogenannte Lenkungssteuer, deren Zweck es eben nicht ist, Geld – etwa für das Beseitigen von Hundekot auf Bordsteinen – zu beschaffen. Die Hundesteuer dient der Lenkung der Hundepopulation, diese soll durch die Steuer dezimiert werden. Die Verringerung der Pferdepopulation, die eine solche Steuer mit sich brächte, wäre ganz und gar nicht im Sinne des Staates, der den Reitsport ja in vielerlei Hinsicht fördert. Der Vergleich mit der Hundesteuer, die überdies weitaus niedriger liegt, scheint also eher vorgeschoben. So mancher Reiter – nicht nur in Hessen – hat zunehmend das Gefühl, dass die Menschen pferdefeindlicher geworden sind. Und das Gefühl trügt nicht.

Pferdefeindlichkeit steigt

Es gab Zeiten, da freuten sich Sonntagsspaziergänger, wenn sie einen Reiter trafen. Die mitspazierenden Kinder jubilierten, durften das Pferd vielleicht sogar mal streicheln. Heute sind Reiter nicht mehr so angesehen. Nachrichten von gedopten Pferden geistern durch die Gazetten und Fotos von zerrittenen Wegen, knöcheltiefem Matsch und Bergen von Pferdeäpfeln finden reihenweise in die Lokalzeitungen. Mancherorts werden Spaziergänger regelrecht zu Pferdehassern, sie verbarrikadieren Waldwege mit aufgesammelten Ästen und spannen sogar in Reiterhöhe Seile von Baum zu Baum. Heute muss man sich als Reiter oft vor Spaziergängern rechtfertigen, dafür dass man den Waldweg benutzt. Da nutzt es auch nicht mehr viel, wenn man die verärgerten Fußgänger auf die Rechte der Reiter, postuliert im niedersächsischen Waldgesetz, aufmerksam macht, der Ausritt ist ein Stück weit verdorben. Was hat sich geändert?

Vor vierzig Jahren hatte man den Reitsport erfolgreich zum „Volkssport“ deklariert. Reitunterricht war so erschwinglich geworden, dass es keineswegs nur der gut verdienenden Oberschicht vorbehalten blieb, die Sprösslinge im Sattel schulen zu lassen. Bis heute ist der Preis für eine Reitstunde zwar kaum gestiegen, doch das Vermögen der Deutschen verteilt sich ganz anders als damals, als selbst die untere Mittelschicht noch ein recht komfortables Auskommen hatte.

Nach der Asienkrise der ausgehenden 90ger Jahren platzte die Dotcom-Blase, ein Jahr später nährten die Anschlägen des 11. September 2001 die weltumspannende Rezession und 2008 zog die Lehmannpleite eine weitere Rezession nach sich. Heute stellt sich die Güterverteilung ganz anders dar, die Schere zwischen Arm und Reich klafft. Die Zunahme von Armut bringt immer sozialen Neid mit sich. Verständlich, denn wenn Menschen in der ständigen Sorge um die Finanzierung ihres Alltags leben, dann freuen sie sich ebenso wenig über einen Reiter, wie über einen Rolls Royce. Beides sind für sie untrügliche Zeichen von Reichtum und Verschwendung. Solche Nichtreiter werden zu sehr engagierten Befürwortern einer Pferdesteuer, vor allem dort, wo Reiter gehäuft auftreten.

Probleme durch „Hot-Spots“

Wie kommt zu solchen „Hot-Spots“? Solche Reiterdörfer, in denen es ebenso viele Vier- wie Zweibeiner gibt, entstanden zu Beginn des Pferdebooms in den ausgehenden 70ger Jahren mit einem ersten Reitstall. Wir alle kennen das Reitstallleben nur zu gut. Neben der Geselligkeit bringt es auch immer ein emsiges Ränkespiel, bestehend aus zuweilen bösartigem Tratsch und kleinlichen Machspielchen mit sich. Irgendwann kippt die Stimmung, mit der Folge, dass eine Gruppe von Reitern auszieht und eine neue Reitgemeinschaft gründet – oft nur zwei Höfe weiter. Dem folgt alsbald der Bau einer zweiten Halle und ein paar Jahre später noch eine dritte. Die Landwirte im Dorf schmeißen entzückt ihre Kühe raus und stellten gewinnbringendere Pensionspferde in ihre Ställe. Die sich so entwickelnden Pferdedörfer bieten Reitern eine überaus attraktive Infrastruktur, die immer mehr Pferdebesitzer anlockt. Doch damit werden auch die Probleme mit Nichtreitern geboren, die in solchen Gegenden oft nur noch auf dem Grabenrand entlang spazieren können und deren Wochenendruhe durch Lehrgänge und Turniere getrübt wird. In sofern erscheint die angedachte Höhe des Pferdesteuersatzes fast wie ein Racheakt. – Ein Racheakt mit desaströsen Auswirkungen auf die Pferdebranche, die Gemeinderatsmitgliedern aber oft gar nicht bekannt sind.

750 € Pferdesteuer würgen den Wirtschaftsmotor Pferd ab

Die IPSOS-Studie klärte in beeindruckenden Zahlen darüber auf, welch einen immensen Wirtschaftsfaktor Deutschlands Pferde darstellen, doch diese Studie gelangt selten zu den Stammtischrunden, an denen die Idee zur Schröpfung der reichen Reiter geboren wird. Die geplante Pferdesteuer würde ohne Frage zu empfindlichen Einbußen führen. In der Reitsport- und Pferdebranche werden derzeit rund 5 Milliarden Euro jährlich umgesetzt. Von der Masse der Reiter stellen Jugendliche etwa zwei Drittel, 80 % aller Reiter verstehen sich als Freizeitreiter. Genau diese Gruppe würde die Pferdesteuer hart treffen, denn die berüchtigte Schere zwischen arm und reich hat auch die Reiter in zwei Lager geteilt. Viele der Freizeitreiter können es sich heute nicht mehr leisten, ihr Pferd in einem Reitstall unterzubringen. Sie bringen ihren vierbeinigen Liebling im eigenen Stall gerade mal so über die Runden. Die Pferdesteuer würde viele von ihnen zur Aufgabe der Pferde zwingen. Weiterhin aufgegeben werden müssten all die „Oldies“ und „Zweitpferde“, die nicht mehr voll belastet werden können. Aber gerade diese Pferde sind es, die Jugendlichen zur Pflege und zum Lernen überlassen werden. Solche Pferde müssten vermutlich reihenweise geschlachtet werden. Und wehe dem, der seinen vierbeinigen Liebling auf dem Papier als „nicht zur Schlachtung bestimmt“ deklariert hat -.

Reitschulen, landwirtschaftliche Betriebe, Pensionsställe, Handwerksbetriebe im Bereich der Reitsportzubehörherstellung, Reitsportgeschäfte, Dienst leistende Reitausbilder, Pflegepersonal, Tierärzte, Hufschmiede, Züchter und auch Printmedien, die Bücher und Zeitschriften rund um das Thema Pferd publizieren, sie alle wären betroffen, wenn eine Pferdesteuer die Zahl der Pferde dezimiert. Es gibt viele gute Argumente gegen die Pferdesteuer, aber sie werden kaum ins Feld geführt, und wenn, dann nicht dort, wo es nötig tut.

Das Vereinssterben schwächt die Reiter

Der Kampf gegen die Pferdesteuer wird deswegen höchst uneffizient geführt, weil wir Reiter uns immer mehr zu einer Gruppe von Einzelkämpfern entwickelt haben. Wir bestehen aus Springreitern, Dressurreitern, Geländereitern, Westernreitern – Reiter, die die Ausrüstung dieser Saison tragen und Reiter, die mit der Jacke aus der vorletzten Saison herumlaufen. All diese Reitergruppierungen sind sich oft nicht grün. Wir vereinzeln uns und wollen uns auch nicht mehr sozial engagieren, wie das Vereinssterben deutlich zeigt. Nun bekommen wir möglicherweise die Quittung dafür, – denn als eine ungeordnete Horde von reitenden Einzelkämpfern wird es uns auf Dauer nicht gelingen, die flächendeckende Einführung einer Pferdesteuer aufzuhalten. Das geht nur, wenn sich alle einbringen, auch die, die die Pferdesteuer bezahlen könnten.

Es ist auch an der Zeit, der steigenden Pferdefeindlichkeit entgegen zuwirken und das Ansehen der Reiter wieder zu ändern, weg vom elitär-adligen „Ritter“ hin zu zum Pferdeliebhaber, der sich engagiert und der das Gespräch zu Nichtreitern sowie zu den Gemeinden sucht.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/11486/

Tierhalterhaftpflicht – Pferdehaftpflicht

Pferde - News 5. Februar 2013

Tierhalter können für alle Schäden haftbar gemacht werden, die durch das Tier entstehen. Die private Haftpflichtversicherung kommt für Schäden durch sogenannte Kleintiere auf. Wer ein eigenes Pferd besitzt, benötigt eine Pferdehaftpflicht. Diese Haftpflichtversicherung für Tierhalter kommt für unverschuldete Schäden auf und erfüllt die gesetzliche Vorgabe zur Gefährdungshaftung. Eine Versicherungsleistung durch die Versicherung erfolgt auch dann, wenn ein fremder Reiter beteiligt ist.

Reitbeteiligung und Fremdreiter

Beim Abschluss einer Pferdehaftpflicht ist sowohl der Pferdebesitzer selbst als auch Fremdreiter im Versicherungsumfang enthalten. Dann übernimmt die Versicherung Personenschäden am beteiligten Reiter und Schäden an unbeteiligten Dritten in vollem Umfang. Wenn eine dauerhafte Reitbeteiligung durch einen Fremdreiter besteht, muss dieser bei der Haftpflichtversicherung namentlich angegeben werden. Da der Reiter im Schadensfall Ansprüche an den Pferdebesitzer geltend machen kann, sollte dieser bei Abschluss der Versicherungspolice auf diesen Deckungseinschluss besonders achten. Die sogenannten Eigenschäden einem fremden Reiter sind nicht in jeder Pferdehaftpflicht im Versicherungsumfang enthalten. Bei Abschluss einer Haftpflichtversicherung für das Pferd sollte der Tierhalter hier bei der versichernden Gesellschaft anfragen.

Versicherbare Schäden und Versicherungssumme

Bei der Haftpflichtversicherung für das Pferd wird ebenso wie bei der Privathaftpflicht eine pauschale Versicherungssumme vereinbart. abgeschlossen, erfolgt die Vereinbarung einer Deckungssumme. Der Versicherungsnehmer sollte bei Abschluss der Pferdehaftpflicht eine pauschale Deckungssumme von mindestens 3 Millionen Euro vereinbaren. In den Policen für die Haftpflichtversicherung sind dann alle Personen-, Sach- und Vermögensschäden ausreichend abgedeckt, die durch das Pferd entstehen. Vermögensschäden sind meist Folgeschäden, die aus einem Sach- und Personenschäden resultieren. Die pauschal vereinbarte Deckungssumme ist auch dann gültig, wenn ein fremder Reiter beteiligt ist. Zusätzlich zu den häufigsten Schadensfällen kann die Police für die Pferdehaftpflicht erweitert werden. Die Haftpflichtversicherung kann um den Einschluss von Mietsachschäden und Flurschäden erweitert werden. Nimmt das Pferd an Turnieren oder Rennen teil, benötigt es einen zusätzlichen Versicherungsschutz. Dann muss der Versicherungsnehmer der Pferdehaftpflicht diese Teilnahme bei Abschluss der Versicherung angeben. Nur so ist gewährleistet, dass auch entstehende Schäden während eines Turnieres oder der Vorbereitung ausreichend abgesichert sind.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/9954/

Unfall und Unfallversicherung

Pferde - News 5. Februar 2013

Ein Unfall ist ein unerwartet, nicht erwünschtes Ereignis, das ohne Absicht des Betroffenen gegen seinen Willen und sein Interesse eintritt und schädigend auf Körper, Geist und Seele des Betroffenen wirkt. Auch kann eine Schädigung eines Sachwertes durch einen Unfall eintreten. In der Regel wird ein Unfall durch äußere Einflüsse eines oder mehrerer Menschen oder Naturereignisse bewirkt. Ursache eines Unfalls kann ein natürliches Ereignis oder ein technisches oder menschliches Versagen sein.
Eine Unfallversicherung beugt solchen unerwarteten negativen Wirkungen auf Mensch und Sachen eines Unfalls vor und steht ein, wenn dieser eintritt. So tritt eine Unfallversicheru8ng gegen Unfälle im Straßenverkehr, bei der sowohl dder Fahrer, die Mitfahrer, aber auch das Verkehrsmittel versichert sind, ein , bei Sportunfälle, Arbeitsunfälle, Haushaltsunfällen. Auch ein Reitunfall ist z.B. so ein nicht erwünschtes, Ereignis, dem mit einer Unfallversicherung vorgebeugt werden kann. Wer Pferdesport betreibt, sollte sich unbedingt auch gegen einen möglichen Reitunfall versichern.

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Krankenversicherung für Tiere?

Pferde - News 5. Februar 2013

Die Möglichkeiten zur Heilbehandlung von Tieren werden immer umfangreicher. Entsprechend steigen auch die Kosten. Heute ist der Einsatz von künstlichen Gelenken, Zahnprothesen und die Verwendung von hochentwickelten Diagnoseverfahren in der Tiermedizin an der Tagesordnung. Immer mehr Tierbesitzer müssen die Behandlung jedoch aus Kostengründen ablehnen. Erschwerend kommt hinzu, dass immer weniger Tierkliniken eine Ratenzahlung erlauben. Eine Versicherung kann helfen.

Die OP-Kostenversicherung

Eine OP- Kostenversicherung ist die günstigste aller Tierkrankenversicherungen und wird unabhängig vom Alter des Tieres angeboten. Allerdings sinkt die Summe der Kostenübernahme mit fortschreitendem Alter. Meist werden bei älteren Tieren dennoch 80% übernommen. Bei Versicherungsabschluss muss der Tierbesitzer eine Reihe von Fragen beantworten. Bekannte Risiken werden in der Folge ausgeschlossen. Das sind meist alle Vorerkrankungen, aber auch die Folgen von Unfällen. Schon aus diesem Grund lohnt es sich, die OP Kostenversicherung sofort mit der Anschaffung des Tieres abzuschließen. Die Versicherung ist meist an eine Haftpflichtversicherung gekoppelt. Das bedeutet, ohne Tierhalterhaftpflichtversicherung ist eine OP- Kostenversicherung nicht möglich. Die OP- Kostenversicherung schließt vorbeugende Operationen meist aus. Das ist z. B. die Kastration. Dafür kann das Setzen eines Mikrochips wieder im Versicherungsumfang enthalten sein. Die OP- Kostenversicherung setzt nicht zwingend einen Klinikaufenthalt voraus. Sie kommt auch zum Tragen, wenn ein entsprechend ausgerüsteter Tierarzt die Operation durchführt. Tierbesitzer sollten vor Vertragsabschluss aber klären, ob die vorbereitenden Untersuchungen, Verbandmaterial und die Nachsorge im Versicherungsumfang enthalten sind. Die meisten Versicherer übernehmen auch die Kosten für einen mehrtägigen Klinikaufenthalt. Der Wert des Tieres spielt dabei keine Rolle.

Die Tierkrankenversicherung

Im Gegensatz zu einer OP Kostenversicherung ist eine Tierkrankenversicherung teuer. Hier spielt das Eintrittsalter des Tieres eine Rolle. Eine solche Versicherung lohnt meist nur bei sehr wertvollen Tieren, die zum Einkommen des Tierbesitzers beitragen. Eine solche Tierkrankenversicherung ist dennoch für viele Tierbesitzer eine wichtige Absicherung. Der Umfang muss zuvor verhandelt werden. Es gibt Versicherer, die fast alle tierärztlichen Anwendungen, inklusive Impfungen und Wurmkuren übernehmen. Die Tiere müssen jung versichert werden. Je älter sie sind, desto weniger Kosten werden in den meisten Fällen übernommen. Kommt es tatsächlich zu einer schweren Erkrankung, wie einem Diabetes bei Katzen, Arthrose beim Hund oder einer chronisch-obstruktiven Bronchitis beim Pferd, kann eine solche Krankenversicherung helfen, viel Geld zu sparen.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/10916/

Doping im Pferdesport

Pferde - News 5. Februar 2013

1. Einleitung

In Deutschland gibt es ungefähr 1,6 bis 1,7 Millionen Menschen, die aktiv Pferdesport betreiben und über einer Millionen Pferde und Ponys.

Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstitutes Ipos im Jahre 2001 und 2002. Der Dachverband des Reitsports in Deutschland ist die FN (Fèdèration Equestre Nationale)(siehe Anhang). Ihre Aufgabe ist unter anderem auch die Dopingbekämpfung. Dies versucht sie zum Beispiel durch die ADMR. Damit gemeint sind die Anti-Doping-und Medikamentenkontrollregeln. Diese Regeln sind seit 2010 gültig und Bestandteil der LPO (Leistungsprüfungsordnung), damit die schon langjährig geltenden Bestimmungen noch klarer zu verstehen und somit auch besser einzuhalten sind. Viele Leute stellen sich die Frage, wiso Doping denn überhaupt verboten ist. Das ist recht einfach zu beantworten, denn wäre Doping legal, wäre es sinnlos Turniere als Leistungsprüfungen auszurichten, denn es gäbe keine Chancengleichheit mehr und es wäre somit ein ungleicher und unfairer Wettkampf. Vielleicht wäre es fair allen Doping zu erlauben doch das Dopingverbot hat auch einen ethischen und gesundheitlichen Hintergrund, denn der Tierschutz und die physische und psychische Gesundheit des Pferdes steht im Pferdesport an erster Stelle! Doping erhöht außerdem das Risiko eines Unfalls. Hier geht insbesondere von Aufputschmitteln oder Beruhigungsmitteln eine große Gefahr aus, denn es können unkontrollierbare Nebenwirkungen wie zum Beispiel der Verlust der Selbstkontrolle des Pferdes auftreten.

In Deutschland ist die sogenannte Nulltolleranz festgeschrieben.

Das heißt zum Zeitpunkt des Wettkampfes dürfen sich keine verbotenen Substanzen im Körper des Pferdes befinden. Durch die neuen Testverfahren kann man also jede noch so kleine Menge einer verbotenen Substanz finden und wird dem entsprechend bestraft. Ich habe mir dir Frage gestellt: Wie weit kann der Mensch in die Natur eingreifen? Ich möchte die Probleme und Gefahren sowie Grenzen und Folgen von Doping im Pferdesport aufzeigen und dann diese Frage auf biologischer Ebene aufklären. Das Thema Pferdesport und Doping habe ich gewählt, weil ich selbst Turniere reite und ein Pferd besitze und mich die Aussage des Spitzenreiters Ludger Beerbaum in einem Interview vor einiger Zeit „Erlaubt ist, was nicht gefunden wird.“(Ludger Beerbaum, Interview 2009 FAZ) sehr beschäftigt hat. Ob Doping im Pferdesport wirklich so einfach zu erklären ist, das möchte ich auch herausfinden.
Zuerst werde ich mich damit auseinandersetzen, was man unter Doping überhaupt versteht. Dazu gehören verschiedene Dopingformen, Mittel und deren Wirkungsweise sowie die Risiken durch Doping. Dann möchte ich die Dopingkontrolle und die Folgen einer positiven Dopingprobe erklären. Des weiteren werde ich etwas zu Doping aus Versehen sagen, also über Medikamente auf der Dopingliste, und noch ein paar Beispiele aus dem Spitzensport bringen.

2. Was ist Doping?

„Doping ist die Verwendung von Substanzen oder die Anwendung verbotener Methoden, die in den Listen I und III der ADMR aufgeführt sind.“ (FN)
Diese Aussage der FN trifft es auf den Punkt, denn genau das ist Doping: Der Einsatz von verbotenen Substanzen oder Methoden. Manche nicht nur auf dem Turnier sondern auch im Training des Pferdes. Mit Hilfe dieser Substanzen und Methoden wird die Leistungsfähigkeit des Pferdes beeinflusst. Es gibt sehr viele Dopingformen mit
unterschiedlichen Wirkungsweisen jedoch genauso viele Risiken und Nebenwirkungen, die immer ein erhöhtes Unfallrisiko bergen. Schon ab Mitte des 17. Jahrhunderts gab es
in England die ersten „Dopingfälle“. Hierbei wurde Pferden Anregungsmittel (ähnlich den Stimulanzien) gegeben. Der Dopinggedanke an sich ist wahrscheinlich schon weitaus älter.

2.1 Dopingformen, Dopemittel, und ihre Wirkungsweise

Zu aller erst sei zu diesem Punkt gesagt, dass es nicht nur Doping mit positiver Wirkung
auf die Leistungsfähigkeit des Pferdes gibt. Es gibt also nicht nur Doping auf Sieg, wie man so schön sagt, sondern auch auf Niederlage. Die häufigste Form bleibt jedoch Doping auf Sieg, deshalb beginne ich mit dieser Art. Beim Doping auf Sieg, ist das Ziel, die natürliche Leistungsfähigkeit des Pferdes zu erhöhen. Der Leistungsbereich eines Pferdes wird in drei Teile eingeteilt: – Normale Leistungsbereitschaft – Trainingsreserven
und – autom geschützter Bereich. Der autom geschützte Bereich macht etwa 40% der gesamten Bereiche aus. Er bildet die Reserven für den Körper, die bei kurzzeitigen lebensbedrohlich Situationen mobilisiert werden können. Für das Flucht- und Lauftier Pferd in seiner natürlichen Umgebung überlebensnotwendig, denn wenn es von einem Raubtier angegriffen wurde konnte so durch schnelles Flüchten entkommen werden.
Jedoch fällt dabei der Schutz des Kreislaufs und des Bewegungsapparates vor Überlastung weg. Das heißt, das Pferd gibt in diesem Moment alles, so zusagen ohne Rücksicht auf Verluste, um sein Leben zu retten. Die Mobilisierung dieser Kräfte kann auch mit Hilfe von Stimulanzien (siehe Anhang), wie sie in Dopingfachkreisen genannt werden, erreicht werden. Das heißt, man spritzt dem Pferd Amphetamine, Ephedrin oder häufig auch Koffein. Die chemischen Strukturen dieser Mittel sind ähnlich des körpereigenen Stoffes Adrenalin, sie haben also die selbe Funktion, nämlich die Mobilisierung aller Kräfte. Da bei diesem Vorgang die Leistungsgrenze des Pferdes leicht überschritten werden kann, ist diese Art von Doping besonders gefährlich. Bei einer überhöhten Dosis von Stimulanzien reagiert das körpereigene Warnsystem nicht mehr und alle Reserven werden restlos aufgebraucht. Dies führt zu starker Erschöpfung wenn nicht sogar zum Herzstillstand und somit schließlich zum Tod. Der Einsatz von Stimulanzien zeigt noch andere Symptome wie Stress und Unruhe beim Pferd.(Siehe Anhang)

Es gibt aber auch die Form des Dopings auf Niederlage. Sie ist natürlich nicht so weit verbreitet wie das Doping auf Sieg, wird aber dennoch praktiziert. Beim Doping auf Niederlage werden dem Pferd Neuroleptika (siehe Anhang) oder Ataraktika verabreicht. Bereits geringe Dosen dieser Mittel können die Leistung des Pferde stark beeinflussen. Ataraktika verursachen Depressionen und die Abnahme des Muskeltonus. Unter anderem wird auch der Fluchtreflex des Pferdes ausgeschaltet, der bei einem Rennen über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Der Grund für Doping auf Niederlage kann zum Beispiel das Ausschalten der Konkurrenz sein.

Die dritt häufigste Art ist das Doping zur Wiederherstellung der normalen Leistung. Damit ist die medikamentöse Behandlung zur Schmerzausschaltung und Beseitigung geringer Lahmheiten gemeint. Oft verwendete, im Wettkampf jedoch verbotene Substanzen sind: Nichtsteroridale Antiphlogistika: Hierbei handelt es sich um entzündungshemmende Substanzen wie zum Beispiel Paracetamol. Dann gibt es noch die Lokalanästhetika. Das sind Mittel zur lokalen Schmerzausschaltung. Sie werden bei schon vorhandenen Lahmheiten eingesetzt, um den Schmerz auszuschalten, sodass
das Pferd wieder klar läuft. Diese Art des Dopings ist allerdings besonders gefährlich, denn wird das Pferd nach der Behandlung mit Lokalanästhetika im Sport eingesetzt,
kann es zu noch schlimmeren Verletzungen kommen, denn das Pferd belastet das
verletzte Bein genauso sehr wie die gesunden Beine, da es ja keinen Schmerz mehr spürt. Somit besteht die Gefahr, dass es sich noch schlimmere Verletzungen zuzieht und die Genesung dann mit viel Zeitaufwand und hohen Tierarztkosten verbunden ist.
Bei Schwellungen der Gelenke werden Glucocortikoide (siehe Anhang) gegeben. Sie haben eine rein symptomatische Wirkung. Das heißt, sie bewirken nur, dass die Schwellung zurückgeht und das Bein wieder normal aussieht. Außerdem wird der Stoffwechsel beeinflusst, sodass eine höhere Energiebereitstellung vorhanden ist.

Die vierte Form ist das Doping mit körpereigenen Substanzen. Es gibt einmal das Blut-Doping. Die Menge der roten Blutzellen im Körper bestimmt die Sauerstoffversorgung der Gewebe. Durch die Zugabe von Erythrozyten kann die Sauerstoffversorgung verbessert werden. Das Ermüdungsgefühl tritt nicht so schnell ein. Elektrolyte, Vitamine und Glucose dürfen nur über das Futter verabreicht werden.

Dann gibt es noch eine fünfte Art von Doping. Das physikalische Doping. Hier unterscheidet man allerdings auch zwischen mehreren Formen beziehungsweise Methoden. Neurektomie: Hier wird ein Nervenschnitt beim Pferd vorgenommen. Ein Nerv wird also operativ durchtrennt, sodass das Pferd dauerhaft lahmfrei geht. Diese Methode zur Schmerzausschaltung hat jedoch die selben Folgen wie der Einsatz von Lokalanästhetika. Das Pferd spürt keinen Schmerz mehr und belastet das kranke Bein genauso wie die gesunden Beine. Dies führt zur starken Verschlimmerung des Krankheitsprozesses. Der Nervenschnitt ist der letzte Schritt, um chronische Schmerzen auszuschalten. Das Pferd ist dann nur noch selten für den Sport unter dem Sattel zu gebrauchen. Elektrische Reize: Zu den verbotenen Methoden im Pferdesport gehören auch die Anwendung von elektrischen Reizen. Diese Methode ist häufiger im Rennsport zugegen. Dem Pferd werden mit Hilfe eines Elektroschockgerätes Stromschläge gegeben, die das Pferd dazu treiben bis zur und nicht selten über die Leistungsgrenze hinaus zu laufen. Auch das kann genau wie die Gabe von Stimulanzien zum Herzstillstand und somit zum Tod führen. Akupunktur: Auch Akupunktur ist im Reitsport verboten. Ob und wenn ja welche Wirkung die Akupunktur wirklich hat ist wissenschaftlich aber noch nicht genau erwiesen. Das Anbringen von spitzen Gegenständen am Sattel, den Reitstiefeln oder der Peitsche ist ebenfalls verboten und gehört auch zum Doping. Die Hyper- oder Desensibilisierung der Pferde durch Senföle oder Terpentine und anderen Mitteln ist ebenfalls eine Straftat, denn hierbei wird das Pferd schmerzempfindlicher oder schmerzunempfindlich gemacht. Eine weitere Art des Dopings ist das Gen-Doping. Das heißt der Transfer von Zellen oder genetischen Elementen zählt auch zum Doping, obwohl diese Form nur sehr schwer nachzuweisen ist.

2.2 Risiken durch Doping

Ein gewisses Unfallrisiko besteht im Pferdesport immer. Man arbeitet schließlich mit Tieren. Dazu kommt, dass das Pferd ein Fluchttier ist und bei Gefahr seinem natürlichen Fluchtinstinkt folgen wird. Durch Vorsichtsmaßnahmen kann das Risiko eines Unfalls eingedämmt werden. Zu diesen Vorsichtsmaßnahmen gehört auch das Dopingverbot. Durch Doping kann das Pferd und seine Leistung stark beeinflusst
werden. Doping beim Pferd kann ähnliche Wirkungen haben wie Alkohol oder Drogen im menschlichen Körper. Es kann zu Aggressivität und Depressionen oder zu Müdigkeit,
Konzentrationsschwierigkeiten, Unruhe und unkontrollierbarer Hyperaktivität kommen.
Man ist sozusagen „nicht mehr man selbst.“ Das Unfallrisiko wird damit drastisch
erhöht.

3. Die Dopingprobe

Eigentlich ist Dopingprobe ein eher fälschlicher Ausdruck. Man spricht von
Medikationskontrolle. Sie kann jederzeit während einer Veranstaltung durchgeführt werden. Wer kontrolliert wird, wird generell ausgelost. Besteht aber ein Verdachtsfall, kann jederzeit eine Medikationskontrolle vom Turniertierarzt oder von der Wettkampfleitung angeordnet werden. Jedes Pferd kann mehrmals während einer Veranstaltung geprüft werden.Gründe für den Verdachtsfall können zum Beispiel Einstichstellen, lokale Schwellungen, Übererregbarkeit, Zwangsbewegungen, Ganganomalien oder eine sprunghafte Formverbesserung des Pferdes sein. Die Probeentnahme ist streng vorgeschrieben und es gibt eine genau Anleitung für sie.
Zu Erst wird versucht den Urin des Pferdes aufzufangen. Das ist die einfachste Methode eine Körperflüssigkeit zu gewinnen, in der verbotene Substanzen nachgewiesen werden können. Setzt das Pferd während der Wartezeit von mindestens 30 Minuten keinen Urin ab, wird eine Blutprobe entnommen. Neu eingeführt wurden auch die Trainingskontrollen. Sie finden auch im Rahmen der FN statt und sind unangekündigt. Jedes Pferd kann wie am Turnier immer und zu jeder Zeit getestet werden. (Siehe Anhang)

3.1 Testverfahren

Sollte das Pferd aber Urin absetzen, wird dieser in zwei Behälter mit der Kennzeichnung A und B abgefüllt und sicher verschlossen. Wurde Blut abgenommen, so wird es in sechs dafür vorgesehene Blutröhrchen aufgeteilt. Vier davon mit dem Buchstaben A, die anderen zwei mit dem Buchstaben B. Im Labor angekommen werden die Behälter zunächst auf Unversehrtheit geprüft. Probe A wird zur Untersuchung genutzt, Probe B wird sicher aufbewahrt. Werden in Probe A verbotene Substanzen gefunden ist die Kontrolle positiv. Der Betroffene die Möglichkeit innerhalb einer Woche die Untersuchung von Probe B zu fordern. Er ist auch dazu aufgefordert Stellung zu den Vorwürfen zu nehmen. Sind in Probe A und B verbotene Substanzen gefunden worden oder der zugelassene Grenzwert überschritten liegt ein Verstoß vor.
Daraufhin wird sofort das Ordnungsverfahren eingeleitet.

3.2 Täuschungsmöglichkeiten

Es gibt einige Mittel, die den Nachweis von Doping erschweren. So zum Beispiel Vitamin B1, Sulfonamide, Metamizol oder Diuretika. Die Möglichkeiten Doping zu vertuschen sind fast unbegrenzt und es gibt immer Menschen, die sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um den Betrug nicht auffliegen zu lassen. Jeder Täuschungsversuch ist aber eine Straftat und hat rechtliche Konsequenzen.

4. Positive Dopingprobe – und jetzt?

Ist die Medikationskontrolle positiv, wird umgehend ein Ordnungsverfahren eingeleitet.
Ist dann der Einsatz von verbotenen Substanzen oder Methoden tatsächlich nachgewiesen wird der Betroffene vom Turnier vorläufig ausgeschlossen. Dies geschieht auch, wenn die Medikationskontrolle verweigert wird.

4.1 Folgen einer positiven Dopingprobe

Nach der vorläufigen Suspendierung wird das Verfahren von der Disziplinarkommission
der FN geführt und ist unabhängig besetzt. Die Höhe des Strafmaßes ist abhängig von der Art der nachgewiesenen verbotenen Substanz oder Methode. Liegt Doping in Form einer verbotenen Substanz oder Methode vor, beträgt die Sperrzeit in der Regel zwei Jahre. Bei einer unerlaubten Medikation beträgt sie mindestens einen Monat und kann bis auf ein Jahr ausgedehnt werden. Diese Zeiten gelten für den Reiter, für das Pferd gibt es meistens eine Sperre von acht Wochen. In beiden Fällen (Medikation oder Doping) kann jedoch unter speziellen Umständen von einer Sperre abgesehen oder die Sperrzeit herabgesetzt werden. So zum Beispiel wenn der Betroffene nachweisen kann, wie die verbotene Substanz in den Organismus des Pferdes gelangt ist, ohne dass er seine Sorgfaltspflicht verletzt hat. Zusätzlich zu der Sperre können Geldstrafen verhängt werden und alle Ergebnisse die das Pferd auf dem Turnier erzielte werden annulliert.

5. Doping aus Versehen? – Medikamente auf der Dopingliste

Es gibt in der Tat Doping aus Versehen, denn viele Medikamente (besonders Schmerzmittel) stehen auf der Dopingliste. Wird also das Pferd mit Medikamenten behandelt, sollte man immer gründlich prüfen, ob man dann an einem Turnier teilnehmen darf. Häufig passiert unabsichtliches Doping durch Unwissenheit und Unkenntnis des gesamten Wirkungsbereiches der Substanz. Dies passiert oft bei der Behandlung mit Medikamenten wie Antihistaminika, die bei einer Schmerztherapie als Begleitmedikament gegeben werden oder das Anti-Wurm-Mittel Anthelminthikum. Die gängigen Schmerzmittel zur Schmerzausschaltung (Lokalanästhetika) sind natürlich auch häufig in ungewollte Dopingfälle verwickelt. Auch Kombinationspräparate, in denen mehrere Substanzen gleichzeitig vorhanden sind und von denen der Reiter oder Besitzer vielleicht nicht einmal etwas weiß werden oft zum Verhängnis. Doch leider gilt auch im Reitsport wie so oft im Leben: „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.“ (VETION.de)

6.Beispiele aus dem Spitzensport

Das Doping im Pferdesport war schon immer ein heikles Thema unter den Spitzenreitern und es wird es auch weiterhin bleiben. Einige sind der Auffassung:
„Es ist völlig selbstverständlich, dass Stallinternes und Behandlungen von Pferden nur den Pferdebesitzer und letztlich das Stallpersonal angeht und niemanden anders.“(Isabell Werth, 2009, Interview ZDF). Entsprechend der Anzahl der Reiter, die so denken gibt es auch sehr viele gravierende Dopingfälle. So zum Beispiel bei Olympia 2008. Hier wurde gleich bei sechs Pferden verbotene Substanzen gefunden, darunter auch das Pferd Cöster des deutschen Reiters Christian Ahlmann. Bei ihm und drei weiteren Pferden wurde Capsaicin entdeckt. Diese Substanz ist ein Bestandteil einer Chilischote und sollte womöglich zur Durchblutungsförderung dienen. Möglich ist auch, dass eine Creme für die Vorderbeine des Pferdes benutzt worden war, die die Haut reizt und das Pferd so höher springen lässt, da es sonst große Schmerzen hat, wenn es
an eine der Stangen am Hindernis stößt. Christian Ahlmann wurde insgesamt für acht Monate gesperrt. Vier Jahre zuvor mussten die deutschen Springreiter ihr Gold aus Athen wieder abgeben, da bei dem Pferd Goldfever von Ludger Beerbaum ebenfalls eine verbotene Medikation festgestellt worden war. Er hatte gestanden sein Pferd mit Betamethason behandelt zu haben. Ein entzündungshemmendes und antiallergisch wirkendes Mittel. Doch nicht nur im Springsport gibt es Doping. Auch die Dressurreiterin und fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth muss sich 2008 für ihren Dopingfall bei ihrem Pferd Whisper rechtfertigen. Bei Wispher wurde auf das Beruhigungsmittel Fluphenazin positiv getestet.

7. Fazit

Doping ist verboten und nicht fair gegenüber anderen Teilnehmern und den Zuschauern eines Turnieres. Außerdem wird das Unfallrisiko erhöht und die Gesundheit des Pferdes gefährdet. Wie weit kann der Mensch in die Natur eingreifen? Man muss unterscheiden zwischen Können und Dürfen. Der Mensch kann sehr weit in die Natur eingreifen. Er kann mit Hilfe von Medikamenten oder bestimmten Methoden das Pferd zu Höchstleistungen und noch darüber hinaus bringen. Umgekehrt kann er es auch so mit Beruhigungsmitteln behandeln, dass es bei einem Rennen mit Sicherheit als Letztes im Ziel ankommt. Man kann ihm seine Schmerzen nehmen und damit gleichzeitig alles nur noch schlimmer machen, wenn man es weiter im Sport einsetzt. Andere Reiter, die Pferde wohl eher als Sportgeräte sehen, hyper- oder desensibilisieren ihre Pferde mit verbotenen Methoden und fügen ihnen somit Schmerzen zu. Es gibt die unmöglichsten Methoden die Natur eines Pferdes zu beeinflussen und zu verändern. Der Mensch schafft sich so sein Wunschpferd, dabei steht in den ethischen Grundsätzen des Pferdefreundes Grundsatz acht: „Die Nutzung des Pferde im Reit-, Fahr, und Voltigiersport muss sich an seiner Veranlagung, seinem Leistungsvermögen und seiner Leistungsbereitschaft orientieren. Die Beeinflussung des Leistunsvermögens durch medikamentöse sowie nicht pferdegerechte Einwirkung des Menschen ist abzulehnen und muss geahndet werden.“ Ich finde es gut, dass die FN sich große Mühe gibt in der Dopingbekämpfung. Schlecht ist es allerdings von den Reitern, die immer wieder gegen die Regeln verstoßen, indem sie ihre Pferde so behandeln, wie es ihnen passt. Das Pferd aber kann sich nicht wehren und sagen „Nein, ich will das nicht!“ und so muss es den Menschen vertrauen, denn wir sind für die Tiere verantwortlich. Leider wird dieses
Vertrauen immer wieder missbraucht und das wegen einer Medaille oder einer Schleife.
Dass es schon unabsichtliche Dopingfälle gegeben hat, ist nicht auszuschließen, ja sogar sehr wahrscheinlich. Das Pferd wurde vielleicht nicht mit bösen Absichten behandelt aber es bleibt dann trotzdem ein ungerechter Wettkampf. Ich glaube dass Doping durch bessere und vermehrte Kontrollen weiter eingedämmt werden kann, jedoch nie ganz aus den Köpfen der Reiter und Pferdebesitzer verschwinden wird, denn
der Sieg ist einigen wichtiger als das Wohlergehen des Pferdes.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/10960/

Farben beim American Quarter Horse: Dauerschimmel

Pferde - News 5. Februar 2013

Basierend auf der grundlegend Trennung in Füchse („sorrel“/“chestnut“), Braune („bay“) und Rappen („black“) wird die Vermischung mit der Veranlagung zum Dauerschimmel oder Stichelhaarigen mit der jeweiligen Grundfarbe wie folgt bezeichnet:
– Rotschimmel: „red roan“
– Braunschimmel: „bay roan“
– Blauschimmel: „blue roan“
Bei den Rotschimmeln wird also nicht mehr zwischen „sorrel“ und „chestnut“ unterschieden.
Die Bezeichnung „bay roan“ ist relativ neu – in alten Registrierungen wurde statt dessen „red roan“ verwendet, da Schweif- und Mähnenhaar bei Stichelhaarigen keine Beachtung fand. Vor demselben Hintergrund ist die Registrierung von Dauerschimmeln der Grundfarbe „brown“ als „blue roan“ zu sehen.
Die Veranlagung zum Dauerschimmel wird unabhängig von der Farbe des Pferdes vererbt. Damit sind grundsätzlich auch andere Farbschläge und Varianten als „roan“ möglich. Die Registrierung wird derzeit im Bereich der Abzeichen um das zusätzliche Merkmal „CARRIES AND EXPRESSES ROAN GENE” ergänzt.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/11921/

Farben beim American Quarter Horse: Über Rot und Schwarz

Pferde - News 5. Februar 2013

Die Farbsystematik der American Quarter Horse Association (AQHA) beruht grundlegend auf der Ausprägung des Agouti- und Extension-Locus. Den im Deutschen bekannten Grundfarben entsprechen dabei wie folgt:
– Fuchs: „sorrel“ beziehungsweise „chestnut“
– Brauner: „bay“ beziehungsweise „brown“
– Rappe: „black“
Eine Unterscheidung zwischen „sorrel“ und „chestnut“ ist nicht immer eindeutig zu treffen. Nach heutiger Zuchtbeschreibung entspricht der „chestnut“ dem Dunkelfuchs. Historisch wurden allerdings auch Pferde, die heute als „sorrel“ – d.h. normaler Fuchs, in Übersetzungen auch Goldfuchs -, bezeichnet würden, als „chestnut“ registriert. Lichtfüchse erhalten keine besondere Bezeichnung. In den Zuchtpapieren wird jedoch die Farbe von Mähne und Schweif als „flaxen“ angegeben. Bezogen auf die Anzahl der registrierten Tiere stellen Fuchsfarbene den überwiegenden Anteil der American Quarter Horses.
Die Registrierung als „brown“ ist historisch nicht eindeutig einer bestimmten Genetik zugeordnet: Schwarzbraune, Sommerrappen oder auch sehr dunkle Erdfarbene sowie Dunkelfüchse wurden und werden unter dieser Farbbezeichnung gemeldet. Für die gezielte Farbzucht ist entsprechend das Pedigree oder soweit möglich ein Gentest heranzuziehen.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/11921/

Wanderreiten

Pferde - News 5. Februar 2013

Erfahrene Reitführer sorgen dafür, dass die Reitersleut´ihr Picknick an den schönsten Plätzen genießen und Sehenswürdigkeiten wie die Wehranlage Schloss Burgk nicht verpassen. Übernachtet wird aber nicht im Freien, sondern in einem komfortablen Hotel und in einer gemütlichen Waldpension mitten im Grünen. Nachdem die Pferde mit frischem Heu und Hafer versorgt sind, werden auch die Reiter mit thüringischer Hausmannskost von der speziellen Reiterkarte verwöhnt.

Wer keine sechs Tage Zeit hat und mit einer kleinen Tour beginnen möchte, dem seinen der Trail durch das romantische Elstertal oder auch der Vogtlandtrail empfohlen.

Auf Pilgerpfaden durch die Eifel

Zahlreiche Wanderreitstationen, an denen man samt dem eigenen Ross übernachten kann- ob in alten umgebauten Bauwagen, im Heu, im einfachen Zimmer oder ganz stilvoll auf einer wunderschönen Burg- , sind in der Eifel ausgewiesen. An diesen Höfen oder Ställen (aufgelistet auf der Website www. Eifelzupferd.de) kann man teilweise sogar Pferde mieten und sich dann einem geführten Ritt anschließen. ?Wir sehen Rehe, Füchse und mitunter Dachse bei solchen Ritten?, schwärmt Dagmar Kürsch, die oft in der Eifel unterwegs ist.?Das Besondere an solchen Touren ist die Nähe zur Natur, das enge Vertrauensverhältnis, das man zum Pferd bekommt, und die Tatsache, dass man ein konkretes Ziel hat. Nehmen wir den dreitägigen Ritt ?Auf Pilger-und Schmugglerpfaden durch das Hohe Venn, den Hürtgenwald und das Monschauer Land?, (86 km). Los geht es nahe dem Krickelberger Wald südwestlich von Aachen am Gut Rattenhaus, das schon auf belgischem Gebiet liegt. Von hier startet die 23 km lange erste Etappe, die über alte Pfade des berühmten Jakobswegs nach Santiago de Compostela führt. An besonders schönen Aussichtspunkten wird eine Pause eingelegt, man lässt die Pferde ein wenig grasen, vertritt sich die Beine und beginnt zu fachsimpeln- über Pferde, was sonst! Wo die Wege steil bergauf führen, sitzen die Reiter ab- nicht weil die Pferde schlappmachen würden.

Die Hölle von Hürtgenwald

Man will sie einfach schonen. Im Galopp geht es dann weiter zum Hürgenwald, einem traumhaften Waldgebiet, das im Kriegsjahr 1944 traurige Berühmtheit erlangte. Hier fanden die unter dem Begriff ?Hölle vom Hürtgenwald? in die Geschichtsbücher eingegangenen drei grausamen Abwehrschlachten der Wehrmacht gegen die rasch vorrückende US-Armee statt.

Durch eine friedliche Landschaft mit riesigen Wäldern nähert man sich auf der Ortschaft Raffelsbrand, wo auf dem Dartsch-Hof der nächste Zielpunkt der Tagesetappe erreicht ist. Ob Sie lieber in der Ferienwohnung oder auf dem Matratzenlager nächtigen möchten, sollten Sie bereits vor dem Trail geklärt haben. Für die Pferde ist auch hier bestens gesorgt: Boxern oder Weidepaddocks stehen auf solchen Stationen ausreichend zur Verfügung. Auf alten Schmugglerpfaden geht es am nächsten Tag weiter in Richtung Monschauer Land, bis nach Kalterherberg, einer Region, die durch weite und tiefe Wälder geprägt ist, bevor am nächsten Tag die letzte Etappe von 31 km angetreten wird. Ziel ist das Hohe Venn. Das eindrucksvolle Hochmoor im deutsch-belgischen Grenzgebiet ist mit seinen abgestorbenen Bäumen und der weiten Graslandschaft zu jeder Jahreszeit von landschaftlich einzigartiger Schönheit. Fluss-und Bachtälern folgen die Reiter im leichten Trab, an der Hill entlang, durch den Getzbach zum Weserstausee, bevor wieder der Ausgangspunkt Gut Rattenhaus im belgischen Eynatten Berglotte erreicht ist.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/127/

Der einfache Weg zum selbständigen Pferdezüchter

Pferde - News 5. Februar 2013

Der Traum von vielen Pferdeliebhabern ist es, eine eigene Pferdezucht aufzubauen. Im Grunde steht dem nichts entgegen, sofern ein paar Regeln und Schritte beachtet und eingehalten werden. Einer der ersten Gedanken wird sich häufig um das Stallgebäude drehen.. Eine Pferdezucht ohne Stall ist nämlich undenkbar. Die Frage nach einen geeigneten Objekt wird je nach persönlicher Situation gelöst. Die Antwort ist in erster Linie abhängig von der finanziellen Lage des angehenden Pferdezüchters. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder es werden gerade in der Anfangszeit Stallungen von diversen Bauern oder ehemaligen Pferdezüchter angemietet, ein geeignetes Objekt gekauft oder überhaupt neu gebaut. Ein altes Gebäude muss nicht zwangsläufig baufällig sein und für die ersten Schritte ist es häufig die erste Wahl. Manchmal stehen bei der Anmietung von älteren Gebäuden, kleinere Reparaturen an oder ein neuer Anstrich im Stall. Das sollte ins Budget mit einkalkuliert werden.

Kontakte bereits im Anfangsstadium knüpfen

Im Zuge der Verhandlungen mit Pferdebesitzern werden langsam und kontinuierlich wichtige Kontakte aufgebaut, welche später sehr von Vorteil sein können. Hier ist es empfehlenswert, auf diverse Pferderennen zu gehen, um hier wichtige, erste Kontakte für später knüpfen zu können. Märkte bieten ebenfalls eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Inserate erweisen in diesem Zusammenhang, weiters, einen bedeutenden Dienst. Mit etwas Kontaktfreudigkeit, sind schnell die wichtigen Kontakte hergestellt ( Reitschulen, Reiterhotels, andere Pferdezüchter, Jockeys, etc ) welche die ersten Kunden und Käufer bringen können. Zu überlegen gilt es natürlich auch, welche Pferde und für welchen Zweck diese gezüchtet werden sollen. Dementsprechend kann verhandelt und eingekauft werden.Sobald die ersten Fohlen alt genug für den Verkauf sind, bringen Inserate und Pferdemärkte die ersten Kunden. Wer es versteht, sich einen guten Namen in der Branche zu machen, indem er gut und sauber arbeitet, braucht sich um Käufer keine Sorgen machen.

Fachkenntnisse auch in der Pferdezucht von Bedeutung

Fachkenntnisse sind bei der Pferdezucht wie auch in anderen Branchen sehr von Vorteil, wenn nicht sogar Voraussetzung. Allerdings lernt man, sobald mit der Tätigkeit begonnen wurde jede Menge dazu. Eine mögliche Alternative bei Mangel an Fachkenntnissen, ist, sich einen kompetenten Partner an Bord zu holen. Neulinge in der Pferdezucht haben so die Möglichkeit, sich nach und nach immer mehr Fachkenntnisse anzueignen. Mit der Zeit wird so der Chef ein echter Könner und wahrer Profi. Wenn das innere Gefühl es als richtig empfindet, der Weg als Pferdezüchter ist der exakt richtige, sollte diesen wunderbaren Weg wählen. Dieses Gefühl der Sicherheit stärkt das Selbstbewusstsein und trägt über die vielleicht herausfordernde Anfangszeit leichter hinüber.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/9003/

Das Pferd und der Reitersitz

Pferde - News 5. Februar 2013

Das Pferd ist ein Steppentier und um diesen gerecht zu werden muß es täglich bewegt werden

Ein täglicher Weidegang sollte auch nicht fehlen.Der Fluchtrieb ist bei den Pferden unterschiedlich und so nützt es einem gar nicht ein Pferd zu starfen,was „guckig“ist oder bei jeder Gelegenheit davonstürmen möchte.Man würde höchstens das Gegenteil erreichen.Der ideale Weg für so ein Pferd ist es dem Reiter zu vertrauen.Möchte man ein Herdentier für sich gewinnen,muss man die Funktion des Leittieres übernehmen.Das soll heißen in jeder Situation sich Respekt zu verschaffen.Hampeln beim Putzen oder quengeln beim Sattel und Trensen ist während des Führens schon abzustellen,weil sonst die Gefahr besteht,die Führungsposition zu verlieren.

Klare Kommandos helfen dem Pferd sie besser zu verstehen

Wie zum Beispiel „Steh oder Halt“.Um sich beim Reiten dem Pferd verständlich zu machen benutzt man unterschiedliche Hilfen. Die Zügelhilfe ist für das Maul.Sie wirken über das Genick.den Hals und den Rücken bis hin zur Hinterhand.
Den Rücken für die Gewichtshilfen und die seitlichen Rippenbögen für die Schenkelhilfe.Die Stimme kann als Lob eingesetzt werden.
Man kann aber auch das Pferd am Hals kraulen um es zu loben.Das Gewicht und die Schenkelhilfe sind beim Reiten am wichtigsten.Diese Hilfen sollen von der Hinterhand über den Rücken,den Hals und das Genick bis zum Maul fließen.
Aber all diese Hilfen nutzen nichts wenn der Reiter nicht richtig sitzt.

Der Sitz des Reiters sollte ausbalanciert auf beiden Gesäßknochen sein.

Man sitzt tief im Sattel und die Beine sind lang und locker.Die Fußspitzen werden unter dem Ballen vom Steigbügel abgefangen.Der Absatz des Reiters ist der tiefste Punkt und die Füße stehen parallel zm Pferd, so das die Wade am Pferdekörper anliegt.Wer so sitzt ist in der Lage das Fußgelenk in der Bewegung des Pferdes abzufedern.Der Oberkörper ist gerade ohne zu verkrampfen und der Kopf wird frei getragen.Die Schulter sind entspannt und ein wenig zurückgenommen.Die Arme sollen eine gerade Verbindung zum Pferdemaul haben. Automatisch bilden Unterarm und Zügel eine Linie.Eine sinnvolle Art den Sitz richtig zu lernen,wäre einige Stunden an der Longe zu nehmen. Der Longenführer kontroliert die Gangart des Pferdes und den Weg.So kann der Reiter sich voll und ganz auf den Sitz konzentrieren. Nach einigen Stunden an der Longe kann der Reiter dann das Pferd selbständig reiten und einige Lektionen lernen.
Diese sollte erst alles im Schritt erfolgen.

Bei fortgeschrittenen Reitern kann es duraus auch sinnvoll sein einige Stunden an der Longe zu nehmen,um das richtige Aussitzen im Leichtraben zu erlernen.Es wäre nicht schön,wenn man den Rythmus des Pferdes im Leichtraben nicht finden und immer mit Schwung in den Sattel knallt.

Jedes Pferd ein anderes Gangwerk hat kann der Rythmus auch unterschiedlich sein.

Ein Pony zum Beispiel macht kleinere Schritte als ein Warmblut. Deshalb ist es wichtig die unterschiedlichsten Pferde und Rassen zu reiten. Ein guter Reiter findet sich schnell auf die unterschiedlichsten Pferde zurecht.Zu den einfachen Hilfegebung gibt es auch die Möglichkeit mit Sporen und Gerte noch feinere Hilfen zu geben.
Die Schenkelhilfe wird dadurch punktueller und genauer. Feine Hilfen sind als Zuschauer kaum zu erkennen.ür den Betrachter sieht es so aus,als ob der Reiter nur auf dem Pferd sitzt und das Pferd alles alleine macht.

Das ist schönes Reiten und jeder Reiter sollte sich diese als Ziel setzten.

Niemals sollten Sporen und Gerte als Strafe eingesetzt werden. Sie dienen hauptsächlich dafür,das das Pferd sie noch besser versteht und weiß was sie gerade von ihm erwarten.Mit dieser Erkenntnis wird ihnen das Reiten sehr viel Freude bereiten und ihr Pferd wird es ihnen jeden Tag durch Fleiß und AUfmerksamkeit danken.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/12099/

El Paso (Springpferde-Porträt)

Pferde - News 5. Februar 2013

“Damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet”, lautete das Fazit von Markus Beerbaum nach seinem Sieg im “Munich Masters“, einem der wichtigsten Springen der großen Münchener Freiluftveranstaltung “Pferd International”, im Mai 2008.

Der Ehemann von Meredith Michaels-Beerbaum saß auf dem Schimmel El Paso, einem zehnjährigen Hannoveraner von Escudo I. Obwohl es in Strömen regnete, gelang an diesem Tag der große Wurf und der zehnjährige Wallach konnte seinen ersten Sieg in einem bedeutenden S-Springen feiern.

Auf sich aufmerksam gemacht hatte El Paso allerdings schon viel früher: Beim Bundeschampionat 2003 in Warendorf.
Damals wurde der Fünfjährige Wallach von der irischen Weltklassereiterin Jessica Kürten vorgestellt.
El Paso gewann schon die Qualifikation in seiner Abteilung mit einer Wertnote von 8,9 – die drittbeste Leistung vor dem Finale.
Dort jedoch setzte El Paso noch einen drauf und wurde souverän Bundeschampion der fünfjährigen Springpferde. Der Wallach gewann dabei gegen sieben ihm auf den Plätzen nachfolgende Hengste.

Geboren wurde El Paso (spanisch “der Schritt”) am 1. Mai 1998 im Stall des Züchters Heinrich Henke im niedersächsischen Leese.

El Pasos Vater ist der 1991 geborene Hannoveraner Rapphengst Escudo I. Der im Besitz des Langestüts Celle stehende Vererber zeigte schon früh sein großes Talent zum Springen. Und auch seine Nachkommen überzeugen mit ihrem Springtalent wie auch durch ihr lebhaftes Temperament.
Auch bei El Paso stellte sich von Anfang an ein Talent zum Springen heraus. Nach dem erfolgreichen Bundeschampionat wurde das Pferd jedoch über die PSI-Auktion zum Verkauf angeboten. Der Besitzer des Gestüt Famos, Klaus Ostendorf, schlug zu.
Seit 2004 steht El Paso im Besitz des Gestüts Famos in Wachendorf bei Bremen.
Heute ist Gestütsleiter Klaus Ostendorf ist sichtlich stolz auf sein im Moment im Sport erfolgreichstes Pferd.

Neben der Zucht setzt Ostendorf auch immer auf sportliche Erfolge, um sein Gestüt bekannt zu machen.
Im Jahre 2002 gründete Ostendorf das Golden Toast Team, in dem Meredith und Markus Beerbaum zusammen mit Ostendorfs Sohn Marc in der Riders Tour auftraten. Durch das Training Markus Beerbaums mit dem Sohn kam eine Freundschaft zwischen dem Gestütsleiter und den Beerbaums zustande, aus der auch der Wechsel El Pasos in den Stall Michaels-Beerbaum resultierte.

Zunächst wurde El Paso jedoch von Karl Brocks, dem damaligen Bereiter des Gestüt Famos, in der Youngster Tour vorgestellt. Er hatte ihn zusammen mit Marc Ostendorf seit 2004 unter dem Sattel, als El Paso erstmals erfolgreich in Springpferdeprüfungen der Klassen L und M teilnahm und etliche Siege davon trug.
2005 ging der hübsche Schimmel sein erstes S-Springen.

Beim CHIO in Aachen 2006 wurden El Paso und sein Reiter Karl Brocks wegen einer Schaunummer gefeiert, die sie schon einige Male zuvor präsentiert hatten. Brocks ritt freihändig auf dem Schimmel über die Hindernisse und grüßte das Publikum mit gezogener Kappe während des Sprungs hoch über den Hindernissen, was mit tosendem Applaus quittiert wurde. So wurde El Paso auch vor seiner Karriere im großen Springzirkus bekannt.

Mit Markus Beerbaum fand El Paso 2006 erstmals zusammen, als er bei den German Classics in Hannover an den Start gehen sollte, sein Reiter Karl Brocks sich jedoch eine Verletzung der Schulter zuzog und operiert werden musste. So wurde spontan Markus Beerbaum gefragt, ob er nicht einspringen und das Pferd reiten möchte. El Paso zeigte sich bestens unter dem neuen Reiter, kehrte jedoch danach wieder nach Wachendorf zurück.
Karl Brocks ritt El Paso unter anderem zum Sieg in einem Springen des Turniers in Zwickau Anfang 2007.

Als aber im Sommer 2007 Bereiter Karl Brocks das Gestüt Famos verließ, kam Klaus Ostendorf auf die Idee, dessen Pferde den Beerbaums zur Verfügung zu stellen. So kamen El Paso und Diabolo D´Ysieux ins benachbarte Thedinghausen.
Besonders die Kombination Markus Beerbaum/El Paso sollte sich bald als erfolgreich herausstellen.

Erstmals startete Markus Beerbaum mit El Paso beim hochdotierten Turnier in San Patrignano und konnte sofort durchaus ansprechende Leistungen zeigen.
Allerdings war die Partnerschaft auch mit Anfangsschwierigkeiten behaftet. So verdankte Markus Beerbaum einem verunglückten Sprung des Schimmels im Großen Preis von Donaueschingen 2007 eine Verletzung am Steißbein.
Doch schon im Winter konnten sich die Leistungen von Beerbaum und El Paso dauerhaft zum Positiven wenden.
Sein Reiter charakterisierte El Paso damals als “sehr talentiert, aber noch etwas unerfahren auf dem hohen Level”.

Die erste Platzierung ganz vorne erreichten Markus Beerbaum und El Paso beim Turnier in Kiel mit Platz drei im Championat der Stadt.

2008 nahm Markus Beerbaum den Schimmel dann als Grand Prix Pferd ins italienische Arezzo zur Toskana Tour mit, bei der er über drei Wochen in den schwersten Springen überzeugte.

“Bei der Toskana Tour hat er sich sehr gut gezeigt und wir haben einige vordere Platzierungen erreicht.” Genauer waren dies ein 11. und 9. Platz in den Großen Preisen.

Trotzdem sah Markus Beerbaum El Paso nicht als richtiges Siegpferd. Zu langsam sei die Galoppade des Schimmels. Doch mit der Zeit gelang es dem Reiter das Pferd athletischer zu machen. Engere Wendungen sind für den Schimmel nun kein Problem mehr, seine Sprungkraft überzeugte ohnehin seit jeher.

Und dass er auch ein Siegpferd ist, bewies El Paso nach dem 1. Platz in München auch kurz darauf beim Turnier in Isernhagen, wo er erneut den Großen Preis gewann und seinem Reiter damit auch noch die Trophäe des erfolgreichsten Reiters des Turniers einbrachte.

Einen weiteren großen Erfolg erlangte das Paar in Redefin, wo sie in einem erlesenen Starterfeld den 4. Platz holten. Mit dem Siegesritt von Rene Tebbel und Farina konnte El Paso auf Grund seiner nicht ganz so großen Beweglichkeit zwar nicht mithalten, aber die Nullrunde war aller Ehren wert.

Bei den Deutschen Meisterschaften in Balve waren die extrem schweren Parcours im Finale am Sonntag jedoch zu viel für den Wallach. Markus Beerbaum gab nach etlichen Fehlern auf und verpasste so leider auch sein Saisonziel mit dem Pferd, die Qualifikation für den CHIO in Aachen.
Trotzdem setzte er seine Hoffnungen für die nächste Zeit in El Paso.

Seit Juli 2008 ist das Pferd allerdings auf das Gestüt Famos zurückgekehrt und wird vom neuen Bereiter Daniel Heuer bisher nur auf kleineren Turnieren vorgestellt.
Noch müssen die beiden zusammen finden., aber bei El Pasos Talent sollten bald gute Platzierungen zustande kommen.

El Paso ist ein sehr neugieriges Pferd, das immer genau seine Umgebung beobachtet. Fressen ist eine Lieblingsbeschäftigung, gegrast wird besonders gerne.
Unbekannten steht El Paso vorsichtig, aber nicht unfreundlich gegenüber, interessiert registriert er alles, was um ihn herum passiert.

Erfolge:

2005: Siebter Platz im S*- Springen in Groß Wiegeln (Karl Brocks)
2006: 7. und 8. Platz Youngster Cup, Rolinck Cup Münster (Karl Brocks)
2006: Neunter Platz Einlaufspringen CSI*** Herzlake (Karl Brocks)
2006: 15. im Youngster Cup German Classics, Hannover (Markus Beerbaum)
2007: 12. im Zwei-Phasen-Springen von Aarhus/Dänemark (Karl Brocks)
2007: Sieger im Zwei-Phasen-Springen von Zwickau (Karl Brocks)
2007: Dritter Platz im Championat von Kiel (Markus Beerbaum)
2008: Zweiter Platz in einem S-Springen der Verdinale (Markus Beerbaum)
2008: 8. und 11. Platz in den Großen Preisen der Toskana Tour in Arezzo (Markus Beerbaum)
2008: Sieger im Munich Masters / Pferd International (Markus Beerbaum)
2008: Sieger im Großen Preis von Isernhagen (Markus Beerbaum)
2008: Vierter Platz im Großen Preis von Redefin (Markus Beerbaum)
2008: Vierter Platz im Großen Preis von Groß-Wittensee (Markus Beerbaum)

Abstammung:

El Paso – Escudo – Esprit – Eiger
– Diplomatin
– Athene – Arkansas
– Winzerin

– Stute von Werther – Werther – Wendekreis
– Meisterkrone

El Paso:

Reiter: Daniel Heuer
Besitzer: Gestüt Famos

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/1050/

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